Doktorarbeiten

Doktorarbeiten

Wir vergeben regelmäßig Plätze für Doktorarbeiten innnerhalb unserer Forschungsschwerpunkte. Bei Interesse sprechen Sie bitte Prof. Bufe einfach an.

2016
Michelle Puschkarow
Biochemie
Der Einfluss NO‑sensitiver Guanylatzyklasen in glatten Muskelzellen auf das Atemwegsremodeling

Die architektonische Umgestaltung des Gewebes (Remodeling) in chronischen respiratorischen Erkrankungen, wie bronchialem Asthma, der Chronisch Obstruktiven Pulmonalen Erkrankung oder der zystischen Fibrose, wird oftmals als Indiz anhaltender Inflammationen gesehen. Allerdings werden unter Patienten mit bronchialem Asthma auch Fälle mit geringerer oder fehlender inflammatorischer Komponente beobachtet. Ebenso spielt bei Patienten mit idiopathischer pulmonaler Fibrose die Inflammation nur eine untergeordnete Rolle, sodass das Remodeling durchaus als eigenständiger Prozess betrachtet werden sollte. Obwohl die Ursachen zur Entstehung der genannten Lungenerkrankungen vielfältig sind, können, bezogen auf das Atemwegsremodeling, ähnliche Merkmale beobachtet werden: eine gesteigerte Bildung von Bindegewebe (Fibrosierung), eine Hypertrophie/Hyperplasie der glatten Gefäßmuskulatur (SMC) sowie ein vermehrte Blutgefäßneubildung (Angiogenese).
Die Stickstoffmonoxid‑sensitive Guanylatzyklase (NO‑GC) nimmt, in Folge der Generierung von zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP), im Rahmen der genannten Remodelingprozesse vermutlich eine protektive Rolle ein. Grund ist die in der Literatur beschriebene antiproliferative und anti‑inflammatorische Eigenschaft der NO‑GC. Weiterhin werden auch Muskel relaxierende und damit vasodilatative Effekte beschrieben, durch die die NO‑GC zu einem wichtigen Regulator der Angiogenese gehört.
Da die NO‑GC in hohem Maße in der Lunge vorkommt und dort vor allem in SMCs exprimiert wird, wo sie durch ihren Muskel relaxierenden Effekt zu einem vermutlich initialen Faktor im Rahmen der Remodelingprozesse gehört, soll die Rolle der NO‑GC im Tiermodell, auch in Hinblick auf die biochemischen Mechanismen, untersucht werden. Zu diesem Zweck soll ein Knockoutmodell in der Maus verwendet werden, welches durch dessen Anwendung in einem pulmonalen Krankheitsmodell, wie zB. OVA‑induziertem Asthma, Aufschluss über den Einfluss einer fehlenden NO‑GC auf die Pathogenese der Erkrankung geben soll. Serologische, histologische sowie proteinbiochemische Methoden sollen verwendet werden, um die pathologischen sowie Knockout-spezifischen Merkmale in den Tieren aufzeigen zu können. Weiterhin sollen molekulare Analysen mit primären Zellkulturen die anteiligen Effekte dieser Zellen in vitro aufzeigen.

 

2015
Johannes Wessels
Medizin
Analyse antiviral-wirksamer Komponenten von Stallstaubextrakten aus traditionellen Bauernhöfen in vitro und in vivo beim respiratorischen Synzytial-Virus

Seit einigen Jahrzehnten hat die Anzahl der allergischen und asthmatischen Erkrankungen besonders in industrialisierten Nationen dramatisch zugenommen.
Epidemiologische Studien konnten zeigen, dass Kinder, welche auf traditionellen Bauernhöfen mit Tierhaltung aufgewachsen sind, ein deutlich verringertes Risiko aufweisen eine allergische oder asthmatische Erkrankung zu entwickeln. Unter anderem erkrankten diese Kinder deutlich seltener an einer schwerwiegenden Infektion mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV). Eine Infektion mit RSV verändert den Immunstatus des Kindes durch eine Modulation der Immunantwort in Richtung TH2. Diese Subgruppe der T-Helfer Zellen spielt unter anderem eine Rolle bei der Sensibilisierung durch Allergene und der eventuellen Ausbildung eines allergischen Asthmas. Somit stellte sich die Frage, welche Einflussfaktoren für diese Konstellation verantwortlich sind.
Peters et al. waren in der Lage eine immunmodulierende Wirkung des Extraktes aus Stallstäuben nachzuweisen. Dieses Extrakt, welches aus dem Stallstaub der Bauernhöfe der epidemiologischen Studien stammt, konnte seine immunmodulierende Wirkung sowohl in vitro, als auch in vivo entfalten. Es besteht aus diversen Bestandteilen, wie unter anderem Polysacchariden, Glykosaminoglykanen und Arabinogalaktanen.
Diese immunmodulierende Wirkung kann, die in den epidemiologischen Studien beobachtete Protektion, zumindest teilweise erklären. Zudem konnte in vitro eine antivirale Aktivität des Stallstaubextraktes spezifisch für das Respiratorische Synzytial-Virus beobachtet werden.
Es konnte gezeigt werden, dass der Stallstaubextrakt sowohl antiviral-wirksame sulfatierte Glykosaminoglykane (GAGs), als auch weitere stark anionische antiviral-wirksame Bestandteile, vermutlich Proteine, enthält. Es wird angenommen, dass sich die Zielstrukturen dieser Peptide bzw. Proteine auf der Virusoberfläche befinden, da eine Interaktion auf zellulärer Seite ausgeschlossen werden konnte. Das Ziel dieser Interferenz stellt vermutlich das RSV-G-Protein dar, welches für das Attachment des RS-Virions an die Zielzelle verantwortlich ist. Ein weiterer Kandidat ist das RSV-F-Protein, welches die Fusion mit der Wirtszelle vermittelt.
Diese Indizien verleiten zu der Hypothese, dass es eine Korrelation zwischen der protektiven Wirkung von Stallstaubextrakt auf allergische und asthmatische Erkrankungen und der Wirkung auf die Infektion mit dem respiratorischen Synzytial-Virus geben könnte.
Im Rahmen meiner Arbeit sollte es möglich sein, mittels biochemischer Eingrenzung und Testung in vitro und in vivo eine genauere Charakterisierung der antiviral-aktiven Substanzen des Stallstaubextraktes vorzunehmen. Auf diese Weise kann der Stallstaubextrakt als Ausgangspunkt für die Entwicklung dringend benötigter prophylaktischer RSV-Therapeutika dienen. Der einzige aktuell klinisch verabreichte Impfstoff Palivizumab ist auf Grund seines Preises vorwiegend in Industrienationen verfügbar und lediglich Kindern in einer Hochrisiko-Gruppe vorbehalten. Zudem wäre eine Substanz aus Stallstaubextrakt möglicherweise zusätzlich protektiv gegen Allergene, was weiter zu untersuchen wäre.
 

2014
Lisa Hass Medizin Untersuchung der Allergie-protektiven Wirkung synttetisch hergestellter Arabinogalaktan-Partikelstrukturen

Die Untersuchungen, die im Rahmen dieser Dissertation durchgeführt werden, bauen auf den Vorarbeiten von Maximilian Jäger auf. Hier wurde bereits der Allergie-protektive Effekt einer Arabinogalaktan-Partialstruktur nach Kopplung an ein Trägerprotein im Asthma-Mausmodell nachgewiesen. Im Rahmen dieses Projektes soll nun die Spezifität des induzierten Allergieschutzes untersucht werden. Dafür werden neben der bereits erprobten AG-Partialstruktur solche mit anderer Zusammensetzung an dasselbe Trägermolekül gebunden und im etablierten Asthma-Mausmodell untersucht. Vorhergegangene Versuche mit der AG-Partialstruktur im murinen Asthmamodell haben gezeigt, dass die intranasale Applikation mit der Bildung spezifischer IgG1-Antikörper einhergeht, welche negativ mit der Eosinophilie der Atemwege korrelieren. Im Rahmen dieses Projektes soll die Bedeutung der Glykosylierung der spezifischen IgG1-Moleküle aus den o.g. in vivo-Versuchen untersucht werden. Zu diesem Zweck soll ein Lectin-Assay mit Sambucus nigra Lectin etabliert werden, welches spezifisch Sialinsäure in α2,6-Verknüpfung detektieren kann. Nach Etablierung des Assays sollen isolierte IgG-Antikörper aus Mausseren des oben beschriebenen sowie vorher gegangener Versuche im Asthma-Mausmodell auf den Gehalt an Sialinsäure untersucht werden. Dies ist von Interesse, da in der Literatur bereits gezeigt wurde, dass IgG-Moleküle mit Sialinsäure in α2,6-Verknüpfung immunregulatorische Eigenschaften besitzen (Oefner et al.) Um die Bedeutung dieser Antikörper für die Allergieprotektion näher zu untersuchen, sollen diese isoliert und anschließend deren Wirkung auf DCs untersucht werden. Hierfür werden murine dendritische Zellen (DC) mit diesen IgG-Molekülen stimuliert und mit autologen T-Zellen in Kontakt gebracht (Mixed lymphocyte reaction). Nach Beendigung des Versuchs werden die Zytokine der DC und der Lymphozyten sowie die Lymphozytzenproliferation gemessen.

Lara Erdmann
Medizin
Charakterisierung des Wnt-Signalweges im chronischen OVA-Asthma-Modell
Eine bisher wenig erforschte pathologische Veränderung bei chronischem Asthma bronchiale ist das „Airway Remodeling“. Dabei handelt es sich um den irreversiblen Umbau der Atemwege im Rahmen chronischer Verletzungs- und Reparationsprozesse, die Bindegewebs-, Muskel- und Epithelzellen, sowie die extrazelluläre Matrix betreffen. Bei anderen fibroisierenden Lungenerkrankungen wie der IPF (Idiopathische pulmonale Fibrose) konnte beobachtet werden, dass die Konzentration des Glykoproteins Wnt5a im Lungengewebe stark erhöht ist. Erste Versuche in der Arbeitsgruppe haben zeigen können, dass Wnt5a Einfluss auf die Expression profibrotischer Faktoren hat. Diese Ergebnisse stützen die Theorie, dass Wnt5a eine entscheidende Funktion bei der Chronifizierung von fibrosierenden Lungenerkrankungen hat.Um eine Beteiligung des Wnt5a-Signalwegs beim chronischen Asthma bronchiale „in vivo“ untersuchen zu können, wird das chronische Ovalbumin-Asthma-Modell in der Maus eingesetzt. Im Rahmen des Projektes soll mit Hilfe eines immunhistochemischen Nachweises auf murinen histologischen Lungenschnitten untersucht werden, in welchem Zelltyp bei chronischem Asthma vermehrt Wnt5a gebildet wird und ob ein Zusammenhang zwischen Wnt5a Konzentration und Konversion der Fibroblasten zu Myofibroblasten zu erkennen ist. Dafür werden Antikörper gegen Wnt5a und α-sma (das kontraktile Element der Myofibroblasten) in Kombination mit zelltypspezifischen Antikörpern eingesetzt. Des Weiteren soll untersucht werden, ob und wie sich die Expression der Rezeptoren für Wnt5a (Frizzled Rezeptoren 1-10)  in murinen pulmonalen Fibroblasten bei chronischem Asthma im Verlauf der Entzündung verhält. Dazu werden pulmonale Fibroblasten aus den Versuchstieren isoliert und die Gesamt-RNA, sowie das Gesamt-Protein gewonnen. Mit einer quantitativen PCR wird dann die Expression der Rezeptoren-RNA vergleichend untersucht. Zum Nachweis der vorhandenen Frizzled-Rezeptoren soll eine Westernblotanalyse mit dem Gesamtprotein durchgeführt werden. Die Befunde werden dann mit pathologischen Prozessen, die das chronische Asthma charakterisieren (Lungenfunktion, Entzündungszellen etc.) korreliert.

 

 

2012
Max Tophof Medizin Unerwünschte Reaktionen im Rahmen der spezifischen Immuntherapie (SCIT) in der täglichen Praxis bei Kindern und Jugendlichen.
Die Effektivität der subkutanen Immuntherapie bei Kindern und Jugendlichen zur Behandlung allergischer Krankheitsbilder ist hinreichend belegt. Zusätzlich konnte ein präventiver Effekt hinsichtlich der Entstehung neuer Allergien und eines Etagenwechsels gezeigt werden. Es existieren jedoch nur wenige Studien welche sich mit der Sicherheit der spezifischen Immuntherapie bei Kindern und Jugendlichen in der klinischen Praxis beschäftigen, wobei diese meist nur auf schwere anaphylaktische Reaktionen eingehen.
Ausgehend von der nicht ausreichenden Datenlage und auch uneinheitlichem Vorgehen im Zusammenhang mit unerwünschten Reaktionen im Rahmen der SCIT bei Kindern und Jugendlichen soll eine Erhebung in Kinderarztpraxen durchgeführt werden, welche als allergologische Schwerpunktpraxen regelmäßig SCIT bei Kindern und Jugendlichen anwenden.
Dabei sollen sowohl leichte, als auch schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen der SCIT systematisch erfasst werden.
Die aus dieser Studie gewonnenen Ergebnisse sollen letztendlich dazu dienen, die ambulante Durchführung der spezifischen Immuntherapie bei Kindern und Jugendlichen hinsichtlich der Sicherheit zu optimieren indem z.B. vermeidbare Risiken identifiziert- und an die praktizierenden Ärzte kommuniziert werden.
Die Studie findet in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe SIT der GPA (www.gpaev.de) und NETSTAP (www.netstap.de) statt.
2011
Maximilian Jäger
Dr. med.
seit 2016
Medizin
Immunmodulatorische Wirkungen von Partialstrukturen (Oligosaccharide)  des Arabinogalactans (AG) auf humane Dendritische Zellen (DCs)

Wir konnten die Wirksamkeit von Arabinogalaktan aus Stallstaubextrakt und Gräsern in einem murinen Asthmamodell belegen (Peters et al., 2010). Darüber hinaus konnte in einer Doktorarbeit die immunmodulatorische Wirkung von AG auf humane Dendritische Zellen nachgewiesen werden (Kolja Alexander, in Vorbereitung).
Arabinogalaktane sind Polysaccharide, die in vitro aufgrund ihrer Größe nicht synthetisiert werden können. Um nun zu untersuchen, welche Strukturen des AGs für die immunmodulatorische Wirkung verantwortlich sind, sollen Partialstrukturen des Moleküls untersucht werden.
Es ist bekannt, dass  DCs eine entscheidende Rolle bei der Induktion von Allergien (z.B. Asthma bronchiale) spielen. Daher soll in einem  etablierten humanen DC-Modell die Effekte der Partialstrukturen untersucht werden. Hierzu werden die mit den Partialstrukturen vorstimulierten DCs mit heterologen T-Zellen in Kontakt gebracht (Mixed lymphocyte reaction) und anschließend die Proliferation der T-Zellen analysiert. Außerdem werden die von den DCs  produzierten Zytokine (z.B. IL-10) mittels ELISA bestimmt, um den Mechanismus der immunmodulatorischen Wirkung der Substanzen besser zu verstehen.
Arabinogalaktane binden über c-Typ-Lektin Rezeptoren (MMR, DC-SIGN)  an Dendritische Zellen. Daher soll in einem etablierten Immunoassay untersucht werden, ob die Bindung der Partikelstrukturen an DCs ebenfalls über Lektin-Rezeptoren erfolgt.

Die Arbeit wird durch ein Forschungsstipendium der Heinrich und Alma Vogelsang Stiftung unterstützt.

Patrick Guidato
Dr. rer. nat.
seit 2014
Biochemie
Bedeutung der Pattern recognition receptors bei der Entstehung von TH2 assoziierten Erkrankungen im Menschen und im murinen Modell
Durch vorangegangene Arbeiten dieser Arbeitsgruppe konnte gezeigt werden, dass pflanzliche Polysaccharide wie Arabinogalaktane aus Gräsern in der Lage sind, die Induktion einer allergischen Erkrankung im Mausmodell zu verhindern. Das angeborene Immunsystem, welches über Pattern Recognition Receptors (PRR) in der Lage ist konservierte Moleküle von Pathogenen zu erkennen, scheint für den Schutzeffekt von Bedeutung zu sein. Bei den C-Typ Lectin Rezeptoren (CTLR), einer Untergruppe der PRR, handelt es sich um Polysaccharid Rezeptoren. CTLR kommen weit verbreitet auf vielen Zellen des Immunsystems in unterschiedlicher Expressionsdichte vor. Sowohl Vorarbeiten als auch die Tatsache, dass CTLR Rezeptoren für Polysaccharide sind, lassen die Vermutung zu, dass die immunmodulatorische Wirkung von Arabinogalactanen über CTLR vermittelt wird. Ziel dieser Arbeit ist es, die Mechanismen der Allergieprotektion durch Arabinogalaktane aufzuklären. Dazu sollen Rezeptoren, durch die Arabinogalactane erkannt werden, identifiziert werden. Desweiteren sollen beteiligte Signalwege sowohl in vitro als auch im murinen Modellsystem in vivo untersucht werden.

 

2010
Kolja Alexander
Dr. med.
seit 2014
Medizin
Immunmodulatorische Wirkungen von Arabinogalactanen auf humane Dendritische Zellen
Nachdem die vor Allergien schützende Wirkung von Stallstaubextrakt im Maus-Allergiemodell einwandfrei belegt ist (Peters et al, 2006 und Gorelik et al, 2008), und eine Wirksamkeit für das Arabinogalactan als Einzelstoff aus dem Staubextrakt gezeigt werden konnte (Peters et al, 2010, JACI in press), müssen diese Effekte nun auch für den Menschen nachgewiesen werden.
Da die dendritischen Zellen (DCs) eine Schlüsselrolle bei der Induktion des Allergieschutzes spielen, sollen die Effekte des Stallstaubextraktes und des Arabinogalactans zunächst in vitro während der Generierung und Ausreifung von DCs aus humanen Blutmonocyten (PBMCs) untersucht werden, vor allem im Hinblick auf die Fähigkeit der DCs, T-Zellen zur Proliferation anzuregen.
Im Anschluss an die Versuche mit adulten Zellen soll eine Übertragung auf ein kindliches Modell erfolgen. Als kritische Phase in der Allergieentwicklung gelten schließlich die ersten Lebensjahre. Daher erfolgt in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Prof. Schauer aus der Kinderklinik des St.-Josef-Hospitals Bochum (Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum) die Fortsetzung der Experimente mit hämatopoetischen Stammzellen aus Nabelschnurblut. Hierdurch sollen die Wirkungen des Stallstaubextraktes sowie des Arabinogalactans auf ein unreifes, sich entwickelndes Immunsystem in der initialen Phase der Allergieentstehung untersucht werden.
Die Arbeit wird durch ein Forschungsstipendium der Heinrich und Alma Vogelsang-Stiftung unterstützt.
2009
Matthias Stiehm
Dr. rer. nat.
seit 2012
Biochemie
Isolierung, Identifizierung und Charakterisierung immunmodulatorischer Substanzen im Staubextrakt, die mit der Induktion von Allergien interferieren
Im murinen Allergiemodell konnte gezeigt werden, dass eine Applikation von Stallstaubextrakten während der Sensibilisierungsphase protektiv im Hinblick auf die Entwicklung typischer Symptome allergischen Asthmas wirkt. Stallstaubextrakt ist jedoch ein hochkomplexes Gemisch verschiedenster Substanzen, wie z.B. Proteine, Polysaccharide sowie Abbauprodukte organischen Materials.
In dieser Arbeit sollen verschiedene Substanzen aus dem Stallstaubextrakt isoliert, identifiziert und in vitro hinsichtlich ihrer biologischen Aktivität charakterisiert werden. Interessante Substanzen sollen anschließend in vivo im murinen Allergiemodell auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Bei der Betrachtung der immunologischen Mechanismen der Protektion steht insbesondere die Aktivierung des Komplementsystems im Fokus. Als wichtiger Part der angeborenen Immunantwort könnte dem Komplementsystem eine regulatorische Funktion zugesprochen werden, da bereits in anderen Studien gezeigt werden konnte, dass eine frühe Aktivierung des Komplementsystem während der Sensibilisierungsphase zu einer unterdrückten TH2- Polarisation führt. Es gilt zu prüfen, inwieweit aktiviertes Komplement an der Allergieprotektion beteiligt ist.
2008
Anna Terzenbach
Dr. med. seit 2014
Medizin
Quantitative Messung einer Pseudomonas aeruginosa Besiedelung von Mukoviszidose Patienten mittels real-time PCR Analysen aus induziertem Sputum
Im Rahmen einer bundesweiten, klinischen Studie entwickelt die Experimentelle Pneumologie in Zusammenarbeit mit der Universitäts-Kinderklinik St. Josef-Hospital (PD Dr. T. Nüsslein) in Bochum ein real-time PCR basiertes Nachweissystem zur Quantifizierung der pulmonalen Besiedelung von Mukoviszidose Patienten mit dem gram-negativen Keim Pseudomonas aeruginosa. Bei der zystischen Fibrose stellt die Infektion mit P. aeruginosa eine typische und klinisch relevante Begleiterscheinung dar. Die reduzierte „clearing“ Funktion des Flimmerepithels und der zähe Mukus sind Faktoren, die eine Besiedelung mit diesem Pathogen begünstigen. Die oftmals chronifizierten Infektionen wirken sich negativ auf die Lungenfunktion und letztlich auch auf die Überlebensrate aus. Daher nimmt die Bekämpfung von P. aeruginosa Infektionen einen wichtigen Stellenwert in der Mukoviszidose Therapie ein. Die im Kontext dieser Promotionsarbeit zu etablierende real-time PCR soll eingesetzt werden, um den Verlauf einer auf die Reduktion der P. aeruginosa Besiedlung angelegten Therapie quantitativ zu erfassen. Als Untersuchungsmaterial wird induziertes Sputum verwendet, das von den Studienteilnehmern in regelmäßigen Zeitabständen gewonnen wird. Die PCR Ergebnisse der P. aeruginosa Belastung werden zusätzlich mit Daten aus parallel durchgeführten mikrobiologischen Analysen korreliert.
2007
Leonid Gorelik
Medizin
Untersuchungen zum Einfluss von Stallstaubextrakt auf murine Dendritische Zellen
Die Inhalation von Stallstaubextrakt während der Sensibilisierung führt in einem murinen Asthma-Modell zu einer signifikant verringerten Hyperreagibilität und Inflammation der Atemwege (Thorax 2006; 61(2):134-39). Um zu untersuchen, ob dieser Effekt mit der Modulation der immunstimulierenden Eigenschaften von dendritischen Zellen (DC) zusammenhängt, wird der Einfluss von Stallstaubextrakt auf murine DC in vitro und in vivo untersucht. Aus dem Knochenmark von Balb/c Mäusen werden Einzelzellsuspensionen hergestellt und anschließend durch Kultivierung dieser Zellen mit GMCSF dendritische Zellen generiert (BMDC). Diese Zellen werden dann mit Stallstaubextrakt in vitro stimuliert und anschließend die Veränderung der Expression von verschiedenen Rezeptoren und Zytokinen untersucht. Außerdem wird die Allergie induzierende Eigenschaften der DC in vivo untersucht.
Lennart Peters
Medizin
Analyse der IFN-α Freisetzungskapazität und Kortikosteroid-sensitivität bei Kindern mit allergischem Asthma bronchiale.
Diese Studie leitet sich aus vorangegangenen Studien der Experimentellen Pneumologie zum Thema "Rolle und Bedeutung von IFN-α beim allergischen Asthma" ab. Eigene Untersuchungen an einem Kollektiv von Erwachsenen mit allergischem Asthma bronchiale haben eine verminderte IFN-α Freisetzungskapazität gegenüber gesunden Kontrollen gezeigt. Die Ergebnisse in einem Kinderkollektiv bezüglich der IFN-α Produktion beim allergischen Asthma bronchiale waren hingegen heterogener. Ohne weitere Differenzierung der untersuchten Studiengruppen (gesund, allergisches Asthma und nicht- allergisches Asthma) ergaben sich keine signifikanten Unterschiede in den IFN-α Freisetzungskapazitäten. Subgruppenanalysen hingegen erbrachten Hinweise darauf, dass eine inhalative Medikation mit Kortikosteroiden eine Reduktion der systemischen IFN-α Freisetzungskapazität verursachen kann. Dieser Zusammenhang konnte jedoch nicht in der Gruppe der nicht-allergischen Asthmatiker beobachtet werden. Des weiteren zeigte sich bei einer nach Schweregrad der Erkrankung differenzierten Auswertung eine signifikante Erniedrigung der IFN-α Produktion. Mehr....
2006
Anna Güttsches
Dr. med. seit 2008
Medizin
Genexpressionsanalysen an humanen PBMZ nach Stimulation mit bakteriellen Lysaten und LPS Präparationen
Die Untersuchung befasst sich mit der in vitro Analyse der probiotischen Wirkung bakterieller Komponenten auf humane mononukleäre Zellen des peripheren Blutes (PBMZ). Dabei steht im experimentellen Fokus der Vergleich verschiedener Lipopolysaccharide (LPS) und bakterieller Lysate eines probiotisch aktiven Bakteriums mit dem korrespondierenden nicht-probiotischen Wildtypstamm. Als Read-out System wird unter anderem die Methodik der Mikroarray Technologie eingesetzt. Dieser Ansatz ermöglicht ein umfangreiches Screening und Aufnahme eines breiten Genexpressionsmuster in PBMZ nach Stimulation mit bakteriellen Bestandteilen. Der Vergleich der Genexpressionsmuster in PBMZ nach Stimulation mit Komponenten eines probiotisch aktiven und eines probiotisch inaktiven Bakterienstamm soll Hinweise auf molekulare Wirkmechanismen geben, die eine günstige Beeinflussung immunologischer Dysregulationen durch Probiotika erklären. Mehr....
Claudia Bilitewski
Medizin
Rolle des IFN-α bei Allergie und Asthma
In einer klinischen Studie konnte gezeigt werden, dass die Leukozyten von Kindern mit allergischem Asthma bronchiale bei Viruskontakt weniger Interferon-alpha (IFN-α) ausschütten als die Blutzellen gesunder Kinder oder von Kindern mit intrinsischem Asthma.
Es stellt sich die Frage, ob dieses auch für Erwachsene zutrifft. Mehr ....