Informationen für Studieninteressierte

Zum B.A. Japanologie

In der Bachelor-Phase (Dauer: sechs Semester) steht der Erwerb von Sprachkenntnissen sowie von grundlegenden Fertigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens im Vordergrund. Das Studium führt in alle Epochen der japanischen Geschichte ein und vermittelt einen umfassenden überblick über die historische Entwicklung seit dem Altertum. Ein Schwerpunkt der Lehre liegt auf der neueren und neuesten Geschichte (17. bis 20. Jahrhundert), und hier insbesondere auf den sozialen, ökonomischen und kulturellen Entwicklungen in diesem Zeitraum.

Als zweites Fach in der Bachelor-Phase wird empfohlen, ein Fach auszuwählen, das in seiner methodischen Ausrichtung das Studium der japanischen Geschichte vertieft oder ergänzt, z.B. Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte etc.


1. Welche Voraussetzungen sollte man für das B.A.-Studium »Japanologie (Schwerpunkt: Japanische Geschichte)« mitbringen?
Das Studium besteht zu annähernd gleichen Teilen aus dem Erlernen der japanischen Sprache und aus Lehrveranstaltungen zur japanischen Geschichte. Letztere werden auf Deutsch abgehalten, der Großteil der Fachliteratur ist jedoch in englischer Sprache abgefaßt. Das bedeutet, daß eine Begabung für Fremdsprachen sehr wichtig ist. Wer im Gymnasium in Englisch sehr gute Noten hatte und auch in Französisch und/oder Latein überdurchschnittlich war, bringt gute Voraussetzungen mit. Außerdem ist ein tieferes Interesse für Geschichte nötig, um das Studium erfolgreich zu absolvieren. Es geht in den Seminaren nicht nur um japanische Geschichte, sondern auch um Geschichtstheorien und -methoden. Es ist von Vorteil, einen Leistungskurs »Geschichte« im Gymnasium gehabt zu haben. In jedem Semester werden Hausarbeiten und Referate verlangt. Eine sichere Beherrschung der deutschen Sprache ist daher Grundvoraussetzung. Dies gilt gleichermaßen für Rechtschreibung, Grammatik und Ausdrucksvermögen.

2. Wieviel Arbeitsaufwand ist für das Studium nötig?
Mehr als in anderen geisteswissenschaftlichen Fächern. (Einen vergleichbaren Arbeitsaufwand haben Fächer wie Physik oder Medizin.) Allein das Erlernen der Sprache kostet besonders in den ersten zwei Jahren viel Zeit. Insgesamt erfordert das Studium wöchentlich zwischen 40 bis 50 Stunden Arbeitsaufwand (inkl. 2. Fach und Optionalbereich). Nebenjobs sind erfahrungsgemäß kaum möglich, wenn man die Regelstudienzeit einhalten möchte.

3. Kann man "Japanische Geschichte" und "Japanische Linguistik" kombinieren?
Nein. Man wählt entweder »Japanologie – Japanische Geschichte« oder »Japanologie – Japanische Linguistik«. Im Studium der japanischen Geschichte ist das Erlernen der Sprache inbegriffen.

4. Was sind sinnvolle Fächerkombinationen?
Sehr sinnvoll ist es, "Japanische Geschichte" mit einem anderen B.A.-Fach aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich zu kombinieren. Insbesondere kommen Geschichte, Politologie, Soziologie, Medienwissenschaft in Frage.

5. Kann man auch verschiedene Ostasien-Fächer miteinander kombinieren?
Nein, eine Kombination der Fächer Japanologie und Sinologie oder Koreanistik ist nicht möglich.

6. »Was kann man damit werden?«
… das hängt von jedem/r selbst ab! Ein festumrissenes Berufsfeld gibt es nicht. AbsolventInnen der Japanologie sind dennoch auf dem Arbeitsmarkt alles andere als chancenlos: Wer sich erfolgreich durch das anspruchsvolle Studium gekämpft und dabei auch Auslandserfahrung gesammelt hat, wird von vielen Unternehmen als überdurchschnittlich leistungsbereit beurteilt.

7. »Muß ich dafür ins Ausland?«
Sinnvollerweise: Ja! Wir beraten gerne über Möglichkeiten, einen Studienaufenthalt in Japan zu absolvieren. Nähere Informationen zu unseren Austauschprogrammen finden Sie hier

8. Kann man auch zum Sommersemester anfangen?
Nein, das Studium kann seit WS 2021 nur noch zum Wintersemester aufgenommen werden.




Zum RUBcheck

Der RUBcheck ist ein Selbsttest, der ermitteln soll, ob sich Ihre Erwartungen mit den tatsächlichen Studienbedingungen decken und Sie die benötigten Vorraussetzungen für ein erfolgreiches Studium der Japanologie mitbringen.

Zum M.A. Japanologie

Im Anschluss an einen B.A. in Japanologie kann ein 1-Fach Master Ostasienwissenschaften (mit Schwerpunkt Japanologie oder in besonderen Fällen mit flexibeler Kursgestaltung) , ein 2-Fach Master, bei dem eines der Fächer „Japanologie“ wäre, oder ein Master of Education studiert werden.

Für alle unsere MA-Studiengänge gilt die dringende Empfehlung, im Vorfeld eine Studienberatung wahrzunehmen.


1-Fach Master Ostasienwissenschaften:

In diesem Master (Dauer: vier Semester) kann umfangreich die gesamte Region Ostasien studiert und das gesamte Angebot der Fakultät für Ostasienwissenschaften gewählt werden. Neben festen Kursen mit einem Schwerpunkt in der Japanologie, Koreanistik oder Sinologie können auch individuell Kurse ergänzend gewählt werden.
Die Studierenden lernen, größere Zusammenhänge zwischen den Schwerpunktgebieten des Studiengangs zu überblicken, wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden kompetent und forschungsnah anzuwenden und ihre Bedeutung und Reichweite für die Lösung komplexer wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Problemstellungen zu reflektieren.
Im Master ist der Spracherwerb einer zweiten Sprache Ostasiens vorgesehen.

In Absprache kann in Sonderfällen in einem verpflichtenden Beratungsgespräch ein flexibler Master gestaltet werden.

2-Fach Master (Japanologie + 2. Fach):

In dieser Master-Phase (Dauer: vier Semester) werden Kenntnisse zur japanischen Geschichte vertieft und historische Prozesse mittels Fachliteratur und Originalquellen analysiert. Kernkompetenzen, die während des Studiums vermittelt werden, sind u.a. die Erstellung von Analysen auf Grundlage von originalsprachlichen Texten und Materialien und erweiterte Kenntnisse der Region in Vergangenheit und Gegenwart. Ergänzend werden Sprachkenntnisse vormoderner Sprachformen (Kanbun/ Kobun) vermittelt. Der Epochenschwerpnkt liegt vor allem in der frühen Neuzeit und Neuzeit.

Das zweite, ergänzende Fach sollte ebenfalls bereits im B.A. studiert worden sein.

Master of Education:

Der M. Ed. (Dauer: vier Semester) kann auch ohne Abschluss B. Ed. an der RUB studiert werden.
Der Schwerpunkt dieses Masters liegt in der Sprachausbildung, sowie Texterstellung (von Klausuren) und fachdidaktischen Seminaren.
Ein Praktikum im 3. Semester und ein Auslandsaufenthalt (drei Monate) in Japan ist verpflichtend.
Für genauere Informationen zum M.Ed. wenden Sie sich bitte an die Sektion Sprache und Literatur Japans


Finanzierungsmöglichkeiten

Unter www.rub.de/studfinanz/finanzierungsmoeglichkeiten erhalten Sie Informationen zur Finanzierung des Studiums (u.a. BAföG, Studienkredite, Stipendien, uvm.).



Alle Interessentinnen und Interessenten sollten vor Aufnahme ihres Studiums dringend zur Studienberatung kommen!

Für konkrete Erafhrungsberichte aus dem Studierendenalltag wenden Sie sich bitte an die Studentenvertretung (Fachschaftsrat) der Ostasienwissenschaften der RUB.