Frühere Aktivitäten

Hier finden Sie Informationen zu vergangenen Veranstaltungen wie Workshops oder Konferenzen, sowie anderen Aktivitäten der Sektion. Näheres entnehmen Sie bitte den einzelnen Unterpunkten.
Aktuelle Veranstaltungen werden auf der Startseite angekündigt!



2. Digital Humanities Day an der RUB

Freitag, 12. Juli 2019, 10 - 16 Uhr
Schulungsraum der Universitätsbibliothek
Hier geht es zum Programm: http://l.rub.de/43ffbf22



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Vortrag am Mittwoch, 26. Juni, 18 Uhr in GABF 04/509

Zusammenarbeit mit kommunalen und präfekturalen Archiven im ländlichen Japan: ein Erfahrungsbericht

Dr. Sven Kramer, Universität Kyūshū

Bekanntermaßen ist die Benutzung von Primärquellen für Historiker unerlässlich. In Europa sind dabei vor allem öffentliche Archive die erste Anlaufstelle für das Auffinden unveröffentlichter Primärquellen. Hier gibt es eine lange Archivtradition, aus der die modernen öffentlichen und professionellen Archive der Gegenwart hervorgegangen sind. Aber wie ist die Situation in Japan?
Zusammenfassend lässt sich vorwegnehmen, dass es in Japan keine mit Europa vergleichbare Archivtradition gibt. Mit dem Aufbau professioneller öffentlicher Archive wurde gar erst in den vergangenen Jahrzehnten begonnen. Selbst das Nationalarchiv in Tokyo (kokuritsu kōbunshokan) wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet. Im ländlichen Japan gab es ursprünglich überhaupt keine Archive, in denen Präfekturen und Kommunen ihre Dokumente systematisch und dauerhaft archivierten. Auch gegenwärtig werden in den meisten Kommunen kommunale Dokumente, wenn überhaupt, entweder im Rathaus, Museum oder in der Bücherei aufbewahrt, und der Zugang zu den Quellen kann sich als schwierig erweisen.
In diesem Vortrag schildert der Referent seine Erfahrungen mit kommunalen und regionalen Archiven im ländlichen Japan. Dabei wird er auf die Situation im Dorf Miyada und der Stadt Komagane (Präfektur Nagano), im Dorf Nishiawakura (Präfektur Okayama), in der Stadt Tenri (Präfektur Nara), und einigen Beispielen aus der Präfektur Fukuoka eingehen. In letzterer ist mit dem Gemeinschaftsarchiv Fukuoka (Fukuoka kyōdō kōbunshokan) ein professionelles Archiv im Aufbau, das sowohl als Präfekturarchiv, als auch als Gemeinschaftsarchiv aller Kommunen der Präfektur Fukuoka dient.
Sven Kramer ist seit 2019 Assistenzprofessor (jokyō) an der Universität Kyūshū in Fukuoka und forscht zur Geschichte kommunaler Gebietsreformen im modernen Japan. Er studierte von 2004 bis 2008 Japanologie und Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Von 2007 bis 2008 und 2009 bis 2011 absolvierte er Studienaufenthalte an der Universität Shinshū in Matsumoto, und ist seit 2011 an der Universität Kyūshū, zunächst als M.A.-Student (bis 2013), dann als Doktorand (bis 2016) und als Research Fellow (bis 2019). Abschluss des Promotionsverfahrens im Jahre 2017 mit einer Arbeit zur landesweiten kommunalen Gebietsreform der 1950er Jahre (shōwa no daigappei).




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Treffen der Initiative zur historischen Japanforschung in Bochum

Am 25. und 26. Mai 2019 fand die 33. Tagung der Initiative zur historischen Japanforschung an der Ruhr-Universität statt. Neben Vorträgen zu vielfältigen Themenbereichen der japanischen Geschichte stand auch die Vorstellung von ausgewählten Exponaten aus der Siebold-Sammlung der Universität auf dem Programm. Informationen zu dieser und weiteren Tagungen der Initiative sind hier zu finden: https://www.japanische-geschichte.de/




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Beteiligung der Sektion an der Veranstaltungsreihe
"Filme im Quadrat“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Filme im Quadrat“ zeigt das Dezernat für Hochschulkommunikation der Ruhr-Universität in Kooperation mit der Mediathek am Institut für Medienwissenschaften seit Januar 2019 ausgewählte Klassiker des japanischen Films im Blue Square. Prof. Katja Schmidtpott unterstützte die Vorführung des Films „Reise nach Tokyo" (Ozu, 1953) am 23. Januar durch einen Kommentar aus geschichtswissenschaftlicher Sicht und diskutierte im Anschluss mit den ZuschauerInnen über die Inhalte des Films. Daniel Wollnik begleitete den am 27. März gezeigten Filmklassiker „Die verborgene Festung“ (Kurosawa,1958) mit einem Vortrag über des Genre des japanischen Historienfilms (jidaigeki) und beantwortete die vielfältigen Fragen des Publikums zum japanischen Kino und den Filminhalten. Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe sind hier zu finden: https://blue-square.rub.de/veranstaltungen/reihen/filme-im-quadrat



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Katja Schmidtpott hielt am 28. März 2019 an der Universität Niigata einen Vortrag über das Kniffler-Projekt. Eingeladen hatte Frau Prof. Yoshida Haruyo aus der Germanistik, die auch als Ansprechpartnerin für den Studierendenaustausch zwischen Bochum und Niigata fungiert. Zum Vortrag kamen Kolleginnen und Kollegen aus der Germanistik, Geschichte und Slawistik sowie Museumsmitarbeiter.




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Morgaine Setzer hielt sich im Februar und März 2019 als Gastwissenschaftlerin an der Universität Tsukuba auf. In der Graduiertenschule für Bibliotheks-, Informations- und Medienwissenschaften der gleichnamigen Fakultät forschte sie bei Herrn Prof. Shirai Tetsuya (Archivwissenschaft und vormoderne japanische Geschichte) für ihre Dissertation zum Thema „Populäre Geschichtsschreibung des frühneuzeitlichen Japan am Beispiel des Schriftstellers und Gelehrten Takai Ranzan (1762-1839)“.


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Bücherschenkung von der Shibusawa-Stiftung

Wir freuen uns über die Ankunft von 11 Paketen mit knapp 300 Büchern aus Tokyo. Die Schenkung von der Shibusawa Eiichi Memorial Foundation
渋沢栄一記念財団 umfaßt Unternehmensgeschichten aller Art, die für die wirtschaftshistorische Forschung besonders wertvoll sind. Sie sind eine willkommene Ergänzung des bereits recht umfangreichen Bestandes an japanischen Institutionengeschichten in der OAW-Bibliothek.




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Besuch aus Tsukuba

Am 28. und 29. Januar besuchte Herr Prof. Shirai Tetsuya die Japanologie.
Herr Shirai lehrt Archivwissenschaft an der Faculty of Library, Information and Media Studies an der Universität Tsukuba - einer von wenigen akademischen Ausbildungsstätten für ArchivarInnen in Japan. Anlaß für den Besuch war das Vorhaben, einen Austausch zwischen der Fakultät in Tsukuba und der Fakultät für Ostasienwissenschaften an der RUB auf Ebene der Bibliothek zu begründen. Dazu nahm Herr Shirai die OAW-Bibliothek gründlich in Augenschein, sein besonderes Interesse galt der Siebold- und der Altjaponica-Sammlung.
Auch die UB lernte er im Rahmen einer Hausführung durch die Direktorin,
Frau Dr. Lapp, näher kennen. Am zweiten Tag standen Kurzbesuche in drei verschiedenen Bochumer Archiven auf dem Programm, durch die Herr Shirai erste Eindrücke von der Bochumer Archivlandschaft gewinnen konnte.
Sein Abendvortrag in japanischer Sprache: 近代日本の市町村アーカイブズの可能性―1945年8月15日の衝撃と行政文書― stieß bei Lehrenden und Lernenden der Japanologie auf reges Interesse. Sollten die nun folgenden Gespräche über die konkrete Ausgestaltung des angestrebten Austausches erfolgreich sein, so hoffen wir, die ersten Studierenden aus Tsukuba schon im nächsten Jahr in Bochum begrüßen zu können.




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“ How to do research on Japan?
Approaches to the study of contemporary Japanese politics and modern history ”

 


Vom 27. bis zum 29. November leitete Prof. Shimizu Yuichirō (Mitte) von der Keiō-Universität dieses Blockseminar,
das sich an fortgeschrittene Studierende der Japanologie richtete. Die Veranstaltung bot einen Überblick über aktuelle Trends in der historischen und politikwissenschaftlichen Japanforschung und es wurden praktische Forschungsstrategien in Bezug auf das Finden einer geeigneten Fragestellung, Recherchetechniken und Methodik vermittelt. Veranstaltungssprache war Japanisch. Zum abendlichen Ausklang im Q-West kam auch Prof. Czarnetzki (links) aus der Plasmaphysik dazu, der vielfältige Kooperationen mit Japan unterhält. Für Herrn Shimizu, der außer an seiner Heimatuniversität in Japan auch schon in Taiwan und in Harvard unterrichtet hat, war dies schon der dritte Aufenthalt an der RUB.

 

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Neuerscheinung: Der "Japanische Taschenkalender 2019“
(Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung)


Jährlich gibt die Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung den „Japanischen Taschenkalender“ heraus. An den Jahreszeiten orientiert ist darin zu jeder Kalenderwoche jeweils ein Haiku von Matsuo Bashô oder einem seiner Schüler abgedruckt.
Die Übersetzungen und Kommentare dazu stammen von Professor Ekkehard May.


Passend zum Inhalt der Haiku werden ihnen Illustrationen beigefügt, die zumeist edozeitlichen Holzblockdrucken entnommen wurden. Bisher wurde das Bildmaterial von der Japanologie Frankfurt zur Verfügung gestellt. Für die Ausgabe 2019 wurden nun erstmals Illustrationen aus der Bochumer Altjaponica-Sammlung ausgewählt. Verwendet wurden Abbildungen aus den Gedicht- bzw. Liedersammlungen „Ehon kagami hyakushu“ („Bilderbuch der hundert Spiegellieder“, 1753),
„Ehon sazareishi“ („Bilderbuch der Steine“, 1766), „Kyôka Edo no murasaki“
(„Scharfzüngige Gedichte auf das blaue Blut von Edo“, 1795) und „Saitanchô“ („Haiku auf den ersten Tag“, 1818).

http://www.txt-webagentur.de/DVB/....

Diese und weitere Titel der Bochumer Sammlung sind im Katalog „Japanische Handschriften und traditionelle Drucke
aus der Zeit vor 1868 in Bochum“ von Eva Kraft verzeichnet und beschrieben, der 1990 im Franz Steiner Verlag erschien.

Morgaine Setzer


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Japanese Experts in China’s Early Postwar Reconstruction: History, Legacy and Memory



Daqing Yang

Associate Professor, George Washington University Visiting Scholar, Max Planck Institute for the History of Science, Berlin



It is well-known that in the wake of World War II, the Allied countries made use of scientists and engineers from defeated Germany. In contrast, the fact that tens of thousands of Japanese scientific and technical personnel remained and worked in China after that war has largely been overlooked by historians. Drawing from a wide range of sources in Japanese, Chinese and English languages, this presentation explains the decisions by both Chinese Nationalists and Communists to make use of Japanese experts and skilled workers after the war. It also explores the attitude of the United States toward the continued presence of Japanese in postwar China. Moreover, it examines the attitudes of ordinary Chinese citizens as well as the multifaceted experience of those Japanese working in fields ranging from industry to medical service to scientific research. Lastly, it assesses the latter’s contribution to China’s postwar reconstruction as well as the evolving memories of this episode in these two Asian neighbors.


Wednesday, 7 November 2018 6 p.m.
Fakultät für Ostasienwissenschaften
Ruhr-Universität Bochum
Universitätsstr. 134
TestDaF-Raum (ground floor)
44780 Bochum



 

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Kuzushiji-Workshop

Für Masterstudierende der Japanologie/Ostasienwissenschaften wurde vom 4. bis 6. Juli 2018 ein kuzushiji-Workshop angeboten, der in die Lektüre von handschriftlich verfassten Texten aus der Edo-Zeit (1603-1868) einführte. Der Wirtschaftshistoriker Prof. Ioku Shigehiko (Keiō-Universität) war in diesem Zeitraum bei der Sektion Geschichte Japans zu Gast und leitete den Workshop. Während der dreitägigen Veranstaltung wurden grundlegende Techniken zum Entschlüsseln von kuzushiji erlernt und das für den Umgang mit nicht edierten Schriftquellen nötige quellenkritische Grundlagenwissen vermittelt.

 

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Besuch von der Partneruniversität Kyūshū Daigaku

Vortrag Kyūshū Daigaku

Am 16. November 2017 besuchten uns zwei Doktorandinnen von der Partneruniversität Kyūshū Daigaku. Itō Kaori und Tanaka Misato stellten ihre Dissertationsprojekte im Bereich der modernen japanischen Geschichte vor und diskutierten mit den Teilnehmerinnen des Masterseminars. Frau Itō forscht über die japanischen Politiker, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Inter-Parliamentary Union engagierten. Frau Tanaka befaßt sich mit der Adoption im kolonialzeitlichen Korea.