Nachlesen 2013

Interner Workshop zum Thema: „Offene Hochschule: Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte an der Ruhr-Universität Bochum“ 

Das Studium ohne Abitur, der Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte, hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Förderung der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung ist zu einem der zentralsten Themen im bildungspolitischen Diskurs geworden  - nicht zuletzt angestoßen durch die Diskussion um den drohenden Fachkräftemangel und die Reformbemühungen im Kontext des Bologna-Prozesses. Der kontinuierliche Anstieg von Studienanfänger/inne/n ohne Abitur in den letzten Jahren (im Jahr 2007 betrug ihr Anteil 1,09% von allen Studienanfänger/inne/n, im Jahr 2010 2,1%) zeigt zudem: Immer mehr Berufstätige wissen um die verbesserten Zugangsmöglichkeiten zu einem Studium und suchen über ihre berufliche Qualifikation den Weg an die Hochschulen.

Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der Kooperation zwischen der Gemeinsamen Arbeitsstelle RUB/IGM und dem BMBF-Verbundprojekt „Exzellentes Lehren und Lernen in den Ingenieurwissenschaften“ (ELLI), die Öffnung der Ruhr-Universität für beruflich Qualifizierte weiter voranzutreiben und unterstützende Strukturen zu schaffen, die ein studierbares Hochschulstudium für diese Zielgruppe ermöglichen. Der Schwerpunkt des Projekts liegt dabei auf den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen.

Ausgehend von ersten Befunden und Handlungsempfehlungen, die der im März 2012 erschienenen Studie „Hochschulzugang für Berufstätige – Exemplarisch analysiert am Beispiel der Ruhr-Universität Bochum“ (Buchholz et al. 2012) entnommen wurden, fand im Rahmen des Kooperationsprojekts am 16.01.2013 ein interner Workshop statt, bei dem sich die Kooperationspartner gemeinsam mit Vertretern des Dezernats 1, des Dezernats 2 und der Fakultät für Maschinenbau über die aktuellen Rahmenbedingungen des Hochschulzugangs für beruflich Qualifizierte an der RUB austauschten, Handlungsbedarfe identifizierten und konkrete nächste Schritte vereinbarten. Im Workshop wurde darüber hinaus das Anliegen formuliert, das Studium ohne Abitur an der RUB, im Zusammenhang mit der Akquirierung beruflich hochqualifizierter Potenziale, voranzutreiben. Als nächste Handlungsschritte wurden die Initiierung eines kontinuierlichen Monitorings, die Gestaltung eines standardisierten Zulassungs- und Anrechnungsverfahrens sowie der Ausbau von Brücken- und Vorbereitungskursen für beruflich qualifizierte Studierende vereinbart. Zudem wurden Entwicklungsbedarfe in Bezug auf die Klärung sozialversicherungsrechtlicher Fragen sowie den Ausbau von Kooperationsnetzwerken konstatiert.