Maria E. Reicher (Hrsg.):

Fiktion, Wahrheit, Wirklichkeit
Philosophische Grundlagen der Literaturtheorie

Paderborn, mentis-Verlag 2007 (KunstPhilosophie Bd. 8, herausgegeben von Reinold Schmücker und Axel Spree).

 

Was macht ein Märchen, einen Spielfilm oder einen Roman, eine Fernsehserie oder einen Comic zu einem fiktionalen Werk? Ist eine Geschichte nur deshalb fiktional, weil sie nicht wahr ist? Warum tadeln wir eine Journalistin, nicht aber eine Romanschriftstellerin, wenn das, was sie schreibt, nicht der Wahrheit entspricht? Und wenn es zutrifft, daß fiktive Gegenstände nicht existieren, worüber sprechen wir dann, wenn wir zum Beispiel sagen, daß Sherlock Holmes klüger ist als Dr. Watson? Wie kann es sein, daß wir fiktive Personen bewundern, bemitleiden oder gar fürchten, wenn wir doch wissen, daß es sie gar nicht gibt? Und unter welchen Bedingungen (falls überhaupt) kann eine Aussage wie "Hamlet ist eifersüchtig auf seinen Stiefvater" wahr sein?

In diesem Band werden die wichtigsten Ansätze zur Beantwortung solcher Fragen vorgestellt und diskutiert. Die Beiträge stammen von Axel Bühler, Gregory Currie, George Dickie, Peter van Inwagen, Wolfgang Künne, Alex Neill, Maria E. Reicher, John R. Searle, Kendall L. Walton und W. Kent Wilson.

Maria E. Reicher ist seit 2004 Dozentin an der Karl-Franzens-Universität Graz.