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| Autosomal dominante polyzystische Nierenerkrankung Die Erkrankung betrifft alle Rassen, jedes Alter, jede ethnische Gruppe und beide Geschlechter gleichmäßig mit typischen Beschwerden. Infos zu Beschwerden, Komplikationen, Diagnostik, Therapie, Schwangerschaft und Verhaltensregeln. Die dominante Form der Zystennierenerkrankung wird
von einer Generation auf die nächste vererbt. Jedes Kind eines betroffenen
Elternteils hat eine 50%ige Chance die Krankheit zu erben (= Autosomal Dominante
Polyzystische Nierenerkrankung, ADPKD). Das Gen für ADPKD ist dominant. Das bedeutet, dass es
ausreicht, wenn nur eine Kopie des Gens entweder vom betroffenen Vater oder der
betroffenen Mutter weitergegeben wird, um die Krankheit weiterzuvererben. Es
gibt keinen Trägerstatus des dominanten Gens, es versteckt sich nicht und taucht
erst in einer späteren Generation wieder auf. Das heißt, wenn eine Person das
Gen besitzt, so wird zu irgendeinem Zeitpunkt im Leben die Erkrankung auf die
eine oder andere Art ausbrechen. Wer das Gen nicht besitzt, wird niemals an
ADPKD erkranken und kann deswegen das Gen auch nicht an die folgende Generation
weitervererben. Soviel man heute weiß, gibt es wenigstens drei Gene, die
ADPKD verursachen. Wie häufig kommt die familiäre Nierenzystenerkrankung (ADPKD) vor? Die Angaben in der medizinischen Literatur sind unterschiedlich. Es ist die Rede von 1 Erkrankung auf 300 bis 1000 Einwohner. Da die Angaben sehr schwanken, ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Im Allgemeinen kann man die Polyzystische Nierenerkrankung als die häufigste lebensbedrohliche Erbkrankheit bezeichnen. Es gibt weltweit mehr Erkrankungen an Polyzystischer Nierenerkrankung als an Zystischer Fibrose (Mukoviszidose), Down-Syndrom, Hämophilie, Muskeldystrophie und Sichelzellanämie zusammen. |
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