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Projekt ZudA
Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeits- und Wirtschaftssoziologie Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation -  Marienhospital Herne Lehrstuhl für Soziale Gerontologie Institut Arbeit und Technik - Forschungsschwerpunkt Gesundheitswirtschaft und Lebensqualität Stiftung Mercator
 
 
  
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Willkommen auf der Seite des Projekts ZudA


vielen Dank für Ihr Interesse!


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EinBlick in die Zukunft
des Ruhrgebietes

 

Das Verbundprojekt "Gesellschaftlicher Wandel und Zukunft des Alterns"

Das Ruhrgebiet ist von den Auswirkungen des demographischen Wandels in besonderer Weise betroffen: Alterungs- und Schrumpfungsprozesse schreiten hier schneller voran als in anderen Regionen. Überdurchschnittlich viele Familien und qualifizierte junge Menschen wandern in das Umland ab; gleichzeitig nimmt der Anteil der Bevölkerungsgruppen zu, die in sozial gefährdeten Lebenslagen leben, z.B. Arbeitslose, Alleinerziehende, Menschen mit Migrationshintergrund oder alleinstehende Personen mit geringem sozioökonomischen Status. Die Aussagen über die Zukunftsperspektiven der Region sind daher pessimistischer Natur: Der Versorgungs-, Hilfe- und Pflegebedarf überlastet die soziale Infrastruktur, die alternden Belegschaften schwächen die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes, die verbleibende jüngere Generation ist durch Bildungs- und Integrationsdefizite geprägt.

Dabei wird verkannt, dass das Ruhrgebiet neben allen nicht zu bestreitenden Herausforderungen auch ein „demographischer Testlauf“ für die Bundesrepublik ist. Wenn es gelingt, den Wandel produktiv zu bewältigen, kann die Region zu einem Modell der Generationensolidarität werden, das auch für andere Regionen wegweisend ist. Dies ist dann möglich, wenn die regionalen Akteure die demographische Herausforderung offensiv angehen und frühzeitig Lösungen erarbeiten und erproben. Andernfalls könnte sich das Zeitfenster für eine konstruktive Wende schnell schließen und an ihre Stelle tritt eine überhastete Politik der Sachzwänge, die allenfalls noch Symptome lindern kann.

Auch die Wissenschaft beteiligt sich an der Suche nach innovativen Konzepten für alternde Gesellschaften. Im Ruhrgebiet beschäftigt sich eine beachtliche Anzahl wissenschaftlicher Institutionen mit dem Thema, die nicht nur neues Wissen über demographische Ursachen und Auswirkungen generieren, sondern auch die Öffentlichkeit für die damit einhergehenden Probleme sensibilisieren. Woran es aber mangelt, sind umsetzungsfähige Ideen zu deren Bewältigung, die Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit in der Region in den Mittelpunkt stellen. Dies betrifft zum Beispiel die Gestaltung von Quartieren und Stadtteilen in alternden Städten, die Weiterbildung von alternden Belegschaften, die Gesundheitsförderung für ältere Menschen oder die Aktivierung älterer Migranten.

Im Rahmen dieser Überlegungen wurde im Frühjahr 2007 der Wissenschaftsverbund „Gesellschaftlicher Wandel und Zukunft des Alterns“ (ZudA) initiiert. Der Verbund wird tragfähige und zukunftsgerichtete Lösungen für demographische Problemstellungen erarbeiten und sich dabei auf das Ruhrgebiet als Modellregion konzentrieren. Die Aktivitäten beziehen sich zwar insbesondere auf Alter und Altern, berücksichtigen dabei aber gesellschaftliche Entwicklungen, die den demografischen Wandel in der Region auf besondere Weise akzentuieren. Ebenso ist die Arbeit des Verbundes generationenübergreifend ausgerichtet und schließt auch die Lebenslagen und Herausforderungen jüngerer Menschen und Familien mit ein. In diesen übergreifenden Fragestellungen liegen die innovativen und „nachhaltigen“ Elemente des Projektes, die über eine rein altersbezogene Herangehensweise hinausweisen. Vielmehr wird danach gefragt, unter welchen ökonomischen, sozialen und politischen Voraussetzungen die Alterung der Gesellschaft erfolgreich bewältigt werden kann. Interdisziplinarität, Praxisbezug und intergenerativer Bezug sind somit die handlungsleitenden Kriterien des Verbundes.

In eher kurzfristiger und pragmatischer Hinsicht sieht der Verbund seine erste Aufgabe darin, die im Ruhrgebiet vorhandenen wissenschaftlichen Aktivitäten unter einer problembezogenen und disziplinenübergreifenden Perspektive zu bündeln und daraus praktikable Lösungsvorschläge zu entwickeln. Die zweite Aufgabe ist eher langfristiger und nachhaltiger Natur: Sie besteht darin, das Thema Demographie stärker in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu verankern. Zu diesem Zweck wird der Verbund zielgruppenspezifische Bildungsangebote und Forschungsstrategien entwickeln, die das Thema Altern und Demographie systematisch aufgreifen und vermitteln.

Der Wissenschaftsverbund wird für die Region ein demographie- und altersbezogenes Kompetentzentrum darstellen, das die vorhandenen wissenschaftlichen Potentiale besser ausschöpft und neue Impulse für praxis- und kooperationsbezogene Aktivitäten aussendet. Ziel ist, die Nachteile der Region in Vorteile zu verwandeln. Der Verbund nimmt das demographische Profil der Region als Ausgangspunkt, um konstruktive Lösungen für die Probleme alternder Gesellschaften zu entwickeln. Aus diesem Grund wird bei der Arbeit des Verbundes auch der internationale Vergleich und der Austausch mit anderen Regionen eine wichtige Rolle spielen.
 

Folgende Bausteine werden im Verbundprojekt bearbeitet


1. Transfer- und Clearingstelle

Dieser Baustein umfasst Aktivitäten, welche die Kooperation zwischen wissenschaftlichen Disziplinen und den Bezug zur Praxis verbessern. Erstens wird der Verbund regelmäßig öffentliche Symposien zu ausgewählten Fragestellungen durchführen, in denen wissenschaftliche und praktische Perspektiven zusammengeführt werden. Zweitens wird eine Ideenwerkstatt eingerichtet, in der Anregungen zu innovativen Forschungs- und Gestaltungsprojekten gebündelt werden. Drittens wird der Verbund eine Online-Informationsbörse über demographiebezogene Aktivitäten im Ruhrgebiet anbieten.

2. Summer Schools

Jährliche Summer Schools bieten engagierten Studenten die Möglichkeit, sich vertiefend in ausgewählte demographische Fragestellungen einzuarbeiten. Dabei geht es vor allem um die Fähigkeit, in der Auseinandersetzung mit anderen Fachrichtungen die gelernten Fakten in Problemlösungen umzusetzen. Um Kontakte zu wissenschaftlichen Experten zu ermöglichen, wird das interne Lehrprogramm mit öffentlichen Symposien kombiniert, zu denen auch Fachpublikum geladen ist. Die Summer Schools richten sich an Studierende und Promovenden der Hochschulen des Ruhrgebietes. Auch bei der Auswahl der Themen steht das Ruhrgebiet im Mittelpunkt der Betrachtung.

3. Weiterbildungsangebot

Im Rahmen dieses Bausteins wird in Anbindung an die Weiterbildungsinstitutionen der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Dortmund ein Weiterbildungsangebot entwickelt, welches dem wachsenden Bedarf nach berufsbegleitender Qualifizierung zu Fragen des demographischen Wandels nachkommt. Für die Weiterbildungsakademie werden Module entwickelt und ein Curriculum aufgebaut, von denen Berufsgruppen profitieren, die in ihrer täglichen Arbeit mit demographisch bedingten Problemlagen konfrontiert sind.

4. Masterstudiengang

In diesem Baustein werden Vorarbeiten zur Einführung eines universitären Studienganges mit einem auf Altersforschung bezogenem Fokus durchgeführt. Dies beinhaltet die Entwicklung eines disziplinenübergreifenden Curriculums, das die Vermittlung von Handlungskonzepten erlaubt, die in unterschiedlichen Berufsfeldern von Bedeutung sind. Der MA-Studiengang soll von der Universität Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt werden und für Studierende beider Universitäten zugänglich sein.

5. Ruhr-Graduate School on Ageing

In diesem Baustein wird eine Betreuungsstruktur und ein Studienprogramm für hervorragende Promovenden entwickelt. Die Aufgabe der Graduate School liegt in der kontinuierlichen Begleitung des wissenschaftlichen Nachwuchses mit dem Ziel, künftige Spitzenforschung in demographiebezogenen Themenbereichen zu fördern. Die Graduate School ist eine hochschulübergreifende Initiative, in der der interdisziplinäre Ansatz durch eine besondere Bündelung von Forschung und Lehre getragen wird.




Das Projekt wird durchgeführt von der Ruhr-Universität Bochum (Lehrstuhl Prof. Dr. Rolf G. Heinze, Lehrstuhl Prof. Dr. Ludger Pientka, PD Dr. Josef Hilbert) und der Universität Dortmund (Lehrstuhl Prof. Dr. Gerhard Naegele). Projektkoordination und –sekretariat sind beim Lehrstuhl Prof. Dr. Rolf G. Heinze angesiedelt. Das Projekt wird gefördert von der Stiftung Mercator in Essen.


 

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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Viviane Hülsewiesche B.A.
Telefon: 0234-32-25421
E-Mail: viviane.huelsewiesche@rub.de

Aktuelles


* 3. AAL – Kongress
Am 26. und 27. Januar 2010 fand der 3. Deutsche Ambient Assisted Living (AAL) – Kongress in Berlin unter dem Titel Assistenzsysteme im Dienste des Menschen – zuhause und unterwegs statt.

* IV. Türkiye Uluslararasi Sosyal ve Uygulamali Gerontoloji Sempozyumu
Tagung zu Problemen des Alterns in westlichen Wohlfahrtsstaaten – diskutiert wurde insbesondere die Frage, wie Länder wie die Türkei mit den Herausforderungen des demographischen Wandels umgehen.

* Bis 2025 doppelt so viele Alte in Deutschland
An dieser Stelle kommen Sie zu dem passenden Artikel auf der Zeit-Online Seite

* Animierte Bevölkerungspyramide
Das statistische Bundesamt stellt Ihnen an dieser Stelle die Ergebnisse der 11. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung in Form einer animierten Alterspyramiden vor.

Neuerscheinung:
Rolf G. Heinze / Gerhard Naegele (Hg.)
Ein Blick in die Zukunft
Gesellschaftlicher Wandel und die Zukunft des Alterns

 

Pressespiegel

In der folgenden Datei finden Sie eine Zusammenfassung der Pressemitteilungen über das Verbundprojekt ZudA

Inhalt

• Älter werdende Gesellschaft im Fokus – WAZ, September 2008
• Vorträge „Migration und Alter“ - RN Bochum, 06. Mai 2008
• Pressemitteilung Migration und demographische Entwicklung im Ruhrgebiet: Tagung des Bochum-Dortmunder Wissenschaftsverbunds ZudA – Gemeinsame Presseinformation der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Dortmund, 02. Mai 2008
• Den Wandel verstehen: "Infopool Demographie" - RN Bochum, 07. März 2008
• Internet-Angebot informiert über die Bevölkerung im Revier – die Glocke, 05. März 2008
• Infopool Demographie ist online - idruhr, 05. März 2008
• Infopool Demographie - Ruhr-Guide Onlinemagazin, 05. März 2008
• Infopool Demographie ist online - Gemeinsame Presseinformation der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund 069/08 - 04. März 2008
• Summer School zur Zukunft des Alterns – WAZ, 04. Oktober 2007
• Summer School Ankündigung – WAZ, 06. September 2007
• Bildung im Alter – RN Bochum, 06. September 2007
• Schöner altern im Ruhrgebiet – Spiegel Online, 21. August 2007
• Ruhrpott als Alten-Modellregion – taz, 21. Juli 2007
• Das Ruhrgebiet als Soziallabor – Kölner Stadt-Anzeiger, 21 Juli 2007
• Ruhrgebiet als Modellregion – RN Bochum, 14. Juli 2007
• Wandel als Chance Uni-Verbund – RN Bochum, 21. Juni 2007
• Ruhrgebiet soll Altern als Chance begreifen – WAZ, 21. Juni 2007
• Revier als Modellregion für den Wandel – Westf. Rundschau, 21. Juni 2007
• Keine Angst vorm Altern des Reviers – Westf. Rundschau Dortmund, 21. Juni 2007
• Universitäten forschen gemeinsam zur Zukunft des Alterns – Informationsdienst Ruhr, 20. Juni 2007
• Forschung nimmt demographischen Wandel unter die Lupe – Universitäten gründen Wissenschaftsverbund – Deutscher Depeschendienst, 20. Juni 2007
• Universitäten Bochum und Dortmund: Altern als Chance – KGSt INFO, 14/2007
• Gesellschaftlicher Wandel und Zukunft des Alterns – RN Bochum, 16. Juni 2007

 
 
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Letzte Änderung: 04.03.2010 | Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an zuda@rub.de