Krankenversicherung

Anatomiekopf
Für die Einschreibung benötigen gesetzlich Krankenversicherte eine spezielle Bescheinigung ihrer Krankenkassen zur Vorlage bei der Hochschule für die Immatrikulation, eine einfache Mitgliedsbescheinigung oder die Chip-Karte reicht nicht aus.
Sie benötigen schon zur Internet-Immatrikulation diese speziell zur Einschreibung bei einer Hochschule von Ihrer Krankenkasse ausgestellte Bescheinigung. Nur diese Bescheinigung enthält alle Angaben, um das Online-Formular "Krankenversicherung" vollständig und korrekt ausfüllen zu können.

Der Krankenversicherungsnachweis ist bei jeder Neueinschreibung, egal ob als Erstsemester oder bei einem Ortswechsel, erforderlich, auch wenn Sie älter als 25 Jahre sind oder bereits mehr als 14 Fachsemester studiert haben, auch dann, wenn Sie sich z. B. für eine Promotion einschreiben möchten. Bei der Rückmeldung ist dagegen kein Krankenversicherungsnachweis mehr erforderlich. Sie müssen allerdings einen Wechsel Ihrer Krankenkasse dem Studierendensekretariat mitteilen.

Mit dem 25. Geburtstag endet meist die Möglichkeit zur beitragsfreien Mitversicherung über die Familienversicherung. Studierende werden dann Mitglied in der günstigen studentischen Krankenversicherung. Diese besteht bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters, längstens bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres.

Die Krankenversicherung lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen unter anderem verlängern bei

  • Geburt eines Kindes und anschließender Betreuung,
  • längerer Krankheit,
  • Ableistung von Wehr- oder Zivildienst,
  • Betreuung behinderter Familienangehöriger.

Genauere Informationen zu Beiträgen für die studentische Krankenversicherung und zur Pflegeversicherung - beispielsweise auch für Examenskandidaten - finden Sie bei Ihrer Krankenkasse.

Examenskandidaten

Wer aus der studentischen Krankenversicherung ausscheidet, kann, solange sie oder er noch immatrikuliert ist und nicht zuviel jobbt, für die Dauer eines halben Jahres zu einem günstigen Übergangsbeitrag eingestuft werden.

Nach Ablauf des halben Jahres, kann sie oder er in der normalen Krankenversicherung Mitglied werden.

Private Krankenversicherung 

Wenn Sie als Studierende über Ihre Eltern bei einer privaten Krankenversicherung versichert sind oder sich privat krankenversichern möchten, so benötigen Sie für die Einschreibung neben der Bescheinigung der privaten Krankenversicherung, wenn Sie noch nie gesetzlich krankenversichert waren, eine Befreiungsbescheinigung der AOK. Wenn Sie irgendwann bereits einmal in einer gesetzlichen Krankenversicherung waren, so ist die Krankenkasse zuständig, bei der Sie zuletzt gesetzlich versichert waren (Studentenkrankenversicherungs-Meldeverordnung vom 27. März 1996 (BGBl. I S. 568; BGBl. I S. 2407).
Eine Versicherungsbescheinigung der privaten Krankenkasse oder gar deren Versicherungskarte reicht auf keinen Fall aus!

Beachten Sie bitte, dass Ausnahmen von der Versicherungspflicht und für Härtefälle besondere Reglungen geben kann. Wenden Sie sich hierfür bitte an die Sachbearbeitung der Krankenkassen oder unsere

Sozialberatung

Studentische Unfallversicherung

Als Studierende/r sind Sie nach dem Sozialgesetzbuch (SGB VII) gesetzlich unfallversichert. Vorausgesetzung ist, daß Sie an einer staatlich anerkannten Universität, Hochschule oder Fachhochschule eingeschrieben sind bzw. Sie sind Doktorand/in, Diplomand/in, Teilnehmer/in an Vor- und Ferienkursen oder eingeschriebener Gasthörer/in. Der Versicherungsschutz ist für Sie beitragsfrei. Die Kosten übernehmen die Länder.

Sie sind unfallversichert als Studierende/r in allen Bereichen, die in der Verantwortung der Hochschule liegen, z.B:

  • während des Besuchs der Vorlesungen und Seminare
  • bei sonstigen von der Hochschule verantworteten Tätigkeiten wie Teilnahme an Repetitorien der Universität und Exkursionen
  • während des Besuchs von Universitäts- und Staatsbibliotheken
  • beim Hochschulsport
  • bei von der Hochschule organisierten Exkursionen ins Ausland
  • bei Tätigkeiten in der studentischen Selbstverwaltung

sowie auf den damit zusammenhängenden Wegen.

Übrigens: Bereits auf dem Weg zur Immatrikulation sind Sie versichert.

Nicht versichert sind rein private Tätigkeiten wie z.B.

  • Studienarbeiten zu Hause
  • private Studienfahrten
  • Repetitorien bei privaten Anbietern
  • private Unterbrechungen der Wege zur Hochschule oder zurück nach Hause (z.B. Einkauf), Umwege aus privaten Gründen oder private Aktivitäten auf dem Gelände der Hochschule.

Unfallmeldestelle
Unfallmeldung Studierende, Wer ist wo Versichert?
Unfallanzeigen werden vom AKAFÖ bearbeitet und an die Landesunfallkasse weitergeleitet. Sachbearbeiterin beim AKAFÖ ist :
Frau Meya, Raum SH 1/113, Tel.: 0234 / 32-11603.
Mehr Informationen, Kontakt zur Unfallmeldestelle an der RUB

Wenn Sie als StudentIn im Rahmen einer Bachelor- oder Masterarbeit in einem privaten Unternehmen tätig wird, stehen Sie dabei nicht unter dem Schutz der "studentischen Unfallversicherung". Studenten sind bei einem Unfall, der sich während ihrer Tätigkeit in einem Unternehmen ereignet, zwar nicht schutzlos, denn die gesetzliche Krankenversicherung der Studenten deckt zumindest die Rettungs- und Behandlungskosten ab.

Die gesetzliche Unfallversicherung soll aber darüber hinaus die Zukunft absichern: Das heißt u.a. Sicherung des Lebensunterhalts nach einem schweren Unfall in Form einer lebenslangen Rente. Dieser Schutz wird durch die gesetzlichen Unfallversicherungsträger bereit gestellt. Das sind die Berufsgenossenschaften bei einer betrieblichen Tätigkeit und die Landesunfallkassen für die studentische Unfallversicherung. Studierende an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule sind unter den oben genannten Bedingungen versichert. Die studentische Unfallversicherung deckt eine Tätigkeit nur dann ab, wenn sie in den organisatorischen Verantwortungsbereich der Hochschule fällt, nicht jedoch alle Tätigkeiten, die in irgendeinem Zusammenhang mit dem Abschluss des Studiums stehen. Dies hat das Landessozialgericht Baden-Württemberg für den Fall der Anfertigung der Diplom-Arbeit in einem Betrieb deutlich gemacht.

Im Falle eines Unfalls meldet der behandelnde Arzt den Sachverhalt an die Landesunfallkasse. Die Landesunfallkasse fordert dann das Studierendensekretariat zur Abgabe einer Unfallmeldung auf. Sie erhalten den Meldevordruck zur Stellungnahme und reichen ihn wieder bei uns ein.