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GIBeT - Fachtagung

Zentrale Studienberatung der Ruhr-Universität Bochum

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Auf der Frühjahrsfachtagung der Zentralen Studienberatung der Ruhr-Universität und der Gesellschaft für Information, Beratung und Therapie an Hochschulen (GIBeT e.V.). vom 14. bis 17. März 2007 in Bochum verabschiedeten die Studienberaterinnen und -berater folgende Erklärung:

Zentrales Informations- und Bewerberportal für Studieninteressierte

Mehr als 300 Universitäten und Fachhochschulen bieten etwa 9.000 Studiengänge an – wer nach dem Abitur studieren möchte, benötigt viele Informationen. Wo werden welche Studienfächer angeboten? Fragen zu Bewerbungsverfahren, Eignungstests, zur Finanzierung eines Studiums und zu Studienbeiträgen – Fragen, die vor Aufnahme eines Studiums geklärt werden müssen. Ein zentrales Informations- und Bewerberportal hülfe, diese Fragen schnell und zuverlässig zu klären.

Viele Informationsstellen

Informationen für Studieninteressierte gibt es in der Tat an vielen Stellen – auch im Internet: sei es unter www.hochschulkompass.de der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), unter www.studienwahl.de  der Bund-Länder-Kommission, unter www.studentenwerke.de des Deutschen Studentenwerks (DSW), auf zentralen Web-Sites der Bundesländer oder auch auf der Web-Site des Netzwerks „Wege ins Studium". Dazu kommen Informationen der Arbeitsagenturen und natürlich die Web-Sites der Hochschulen, der Studentenwerke vor Ort sowie der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS).

Segmentierte Information

Die bestehenden Portale bieten segmentiertes Wissen: Hier über die Bewerbungsverfahren einzelner Hochschulen, dort über Studienfinanzierung und an weiterer Stelle wird eine Übersicht über alle Studienfächer geboten. Die Studieninteressierten müssen jedoch aus der Beantwortung eines ganzen Bündels von Fragen die Entscheidung für ein Studium treffen. Sie müssen die vorhandenen Informationen nicht nur selber gewichten und bewerten, sondern auch noch eine Struktur für die Recherche entwickeln. Eine Aufgabe, die viele überfordert, da ein umfassendes Portal, das die Studieninteressierten zu genau den Informationen hinführt, die sie brauchen, noch nicht existiert.

KMK-Beschluss führt in die richtige Richtung

Vor diesen Hintergrund begrüßt das Plenum der GIBeT-Fachtagung die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz vom 28. Februar 2007 zur Weiterentwicklung der ZVS. Die neue Servicestelle kann zukünftig von den Hochschulen als Zentrales Bewerberportal genutzt werden. Die Studienbewerber/-innen ihrerseits hätten mit diesem Portal die Möglichkeit, für sie wesentliche Informationen aus einer Hand strukturiert und zuverlässig zu erhalten.

Bedauerliche Forderung nach Personalabbau

Das Plenum der GIBeT-Fachtagung nimmt zugleich mit Bedauern zur Kenntnis, dass in demselben Beschluss ein Personalabbau der ZVS eingefordert wird. Die neuen Aufgaben der zukünftigen Servicestelle sind nach den einschlägigen Erfahrungen der Studienberater/-innen der Hochschulen personal- und kostenintensiv, soll das neue Bewerberportal zu einen leistungsfähigen Arbeitsmittel auch der Studienberater/-innen und der Beratungsstellen der Studentenwerke vor Ort werden.

Ausstattung nochmals bedenken

Das Plenum der GIBeT-Fachtagung weist deshalb darauf hin, dass der Aufbau eines leistungsfähigen Bewerberportals in qualitativ hoch stehender und dem Servicegedanken gerecht werdender Form nur mit entsprechender personeller und sachlicher Ausstattung gelingen kann. Das Plenum bittet deshalb die Länder, anders lautende Beschlüsse zu überprüfen und im Interesse zukünftiger Studienbewerber/-innen zu helfen, dass das Bewerberportal möglichst schnell umgesetzt werden kann.

Weitere Informationen bei
Ludger Lampen
Ruhr-Universität Bochum
Zentrale Studienberatung
ludger.lampen@uni-bochum.de
Tel.: 0234) 32 – 32 23859
Dr. Sabina Bieber (Vorsitzende des Berufsverbandes der StudienberaterInnen - GIBeT)
Zentrale Studienberatung der Universität Potsdam,
Am Neuen Palais 10, 14469 Potsdam, Tel. (0331) 9771016, sabina.bieber@uni-potsdam.de

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Stand: 17.10.2007  | Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik