Die Stadt Bochum - Ein Überblick
Die Stadt Bochum ist das Zentrum des mittleren Ruhrgebiets im Bundesland
Nordrhein-Westfalen.
Die kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Arnsberg ist eines der vier Oberzentren des Ruhrgebiets und ist mit rund 380.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt des Landes und unter den 20 größten Städten der Bundesrepublik Deutschland. Die Einwohnerzahl der Stadt überschritt 1905 die 100.000-Grenze und machte Bochum zur Großstadt.
In Bochum befinden sich vier Hochschulen, darunter die Ruhr-Universität, mit über 30.000 Studierenden eine der größten Universitäten Deutschlands. Überregional bekannt sind das Deutsche Bergbaumuseum, das Schauspielhaus, das Planetarium, das Deutsche Eisenbahnmuseum und eines der erfolgreichsten Musicals der Welt, Starlight Express.
Nach dem Niedergang des Bergbaus entwickelte sich Bochum zu einer Dienstleistungsmetropole. Ferner gibt es hier verschiedene Bergbauinstitutionen. Der Bochumer Verein schrieb ab 1842 Industriegeschichte, als es dem Unternehmen gelang, Stahl in Formen zu gießen. Das erste Produkt der Firma waren Glocken aus diesem Werkstoff. Eine 15.000 kg schwere Glocke vor dem Bochumer Rathaus erinnert an diese Epoche.
Museen und Sehenswürdigkeiten
Die Stadt Bochum beherbergt über 12 Museen: Bauernhausmuseum bei Haus Kemnade, Deutsches Bergbaumuseum, Eisenbahnmuseum Dahlhausen, Heimatmuseum Helfs Hof, Kunstsammlungen und Antikenmuseum der Ruhr-Universität, Medizinhistorische Sammlung der Ruhr-Universität Bochum, Museum Bochum - Kunstsammlung, Schulmuseum, Situation Kunst, Telefonmuseum, Zeche Hannover (mit Zeche Knirps) Westfälisches Industriemuseum, Brauereimuseum Fiege.
Museum Bochum - Kunstsammlung: Das Museum Bochum wurde 1960 in der Villa Marckhoff eröffnet. 1983 fand mit einem Neubau der dänischen Architekten Bo und Wohlert eine Erweiterung statt. Die Sammlung umfasst zum einen deutsche Kunst nach 1945 und zum anderen internationale Kunst des 20. Jahrhunderts..
Deutsches Bergbaumuseum: Das Deutsche Bergbau-Museum wurde im Jahre 1930 von der Westfälischen Berggewerkschaftskasse und der Stadt Bochum gegründet. Es ist zudem das Zentrum der Montangeschichtsforschung in Deutschland. Der 1974 von der Dortmunder Zeche „Germania" hierher translozierte Förderturm über dem Museum ist mittlerweile zum weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt geworden. Es besteht für Besucher die Möglichkeit, von zwei Aussichtsplattformen in 50 m und in 62 m Höhe einen Blick über die Stadt zu werfen. In 20 Hallen werden zahlreiche Objekte aus der Bergbaugeschichte ausgestellt. Unter dem Museum befindet sich in einer Tiefe zwischen 17 und 22 das Anschauungsbergwerk. Auf einer Strecke von 2,5 km wird die Technik des Steinkohlen- und Eisenerzbergbaus bis in die neueste Zeit dargestellt.
Zeiss Planetarium Bochum – Das Planetarium befindet sich in an der Castroper Straße in Bochum. Das Gebäude hat einen Durchmesser von rund 20 Metern und eine Projektionsfläche von etwa 600 m². Kernstück der Anlage ist der Planetar. Das erste Gerät dieser Art in Europa hat im April 2000 in Bochum seinen Dienst angetreten. Das Planetarium bietet mehrere unterschiedliche Programme an, auch speziell für Schulklassen.
Sternwarte, das „Cap Kaminski" - Sternwarte Bochum – Die Sternwarte im Stadtteil Sundern bietet freitags zwischen 19:30 und 21:30 die Möglichkeit zur Sternbeobachtung. Hierfür stehen zahlreiche Teleskope zur Verfügung.
Jahrhunderthalle – Die "Jahrhunderthalle" wurde als Ausstellungshalle des Bochumer Vereins für die Düsseldorfer Gewerbeausstellung 1902 gebaut und anschließend als Gebläsemaschinenhalle für die Hochöfen des Bochumer Vereins wiederverwendet. Sie wurde mehrfach erweitert, der Name Jahrhunderthalle bezeichnet heute das gesamte Bauwerk, das sich über eine Fläche von 8900 m² erstreckt. Seit ihrer Sanierung wird die Halle für Veranstaltungen genutzt, wie etwa die RuhrTriennale. Mittlerweile ist sie das Zentrum des neuen Westparks. Der Westpark wurde im ersten Bauabschnitt 1999 eröffnet und soll bis Ende 2006 fertig gestellt werden. Die im Rat vertretenden Fraktionen diskutieren seit längerem kontrovers darüber, ob sich die Stadt Bochum momentan den Bau eines Konzerthauses für die Bochumer Symphoniker nach einem Entwurf von Thomas van den Valentyn in unmittelbarer Nachbarschaft der Jahrhunderthalle finanziell leisten kann.
Kuhhirte - Kuhhirten-Denkmal – Das zwischen Propsteikirche St. Peter und Paul und Pauluskirche stehende Denkmal zeigt Fritz Kortebusch mit seinem Hund, den letzten Kuhhirten von Bochum, der das Vieh der Bürger auf die Vöde (städtisches Weideland) trieb. Die Originalfigur von 1908 wurde im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. 1962 wurde eine Neufassung angefertigt. Siehe auch: Fritz Kortebusch.
Kemnader See – Dieser Stausee an der Ruhr dient vorwiegend der Wasserwirtschaft und der Naherholung.
Stiepeler Dorfkirche – Um 1008 wurde eine kleine Saalkirche erbaut. Der Bau wurde von Gräfin Imma von Stiepel, einer Verwandten von Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde, veranlasst. Zwischen 1130 und 1170 wurde die alte Kirche durch eine romanische Basilika ersetzt. Von dieser Kirche sind heute noch der Turm und das Mittel- und Querschiff erhalten. Von 1150 bis 1200 wurden zahlreiche romanische Wand- und Deckenmalereien im Innenraum der Kirche angefertigt.
Ruhr-Park – Der Ruhr-Park wurde im November 1964 eröffnet und in mehreren Bauabschnitten auf gegenwärtig etwa 126.000 m² erweitert. Er war das erste Einkaufszentrum dieser Art in Deutschland.
Eisenbahnmuseum Dahlhausen – Das Eisenbahnmuseum liegt auf dem Gelände des ehemaligen Eisenbahn-Betriebswerkes Bochum-Dahlhausen. Die Anlage wurde 1916-1918 errichtet. Da Ende der 1960er Jahre die Kohleförderung im südlichen Ruhrgebiet unrentabel wurde und die Zechen schlossen, somit auch der Bahnbetrieb in diesem Bereich zurückging, wurde das Betriebswerk überflüssig. Es wurde am 1. August 1969 als selbständige Dienststelle geschlossen und teilweise zurückgebaut. Die Güterwagenausbesserung wurde 1982 eingestellt. Die Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e.V. konnte die Anlagen ab dem Jahr 1968 schrittweise wieder in den Betriebszustand zurückversetzen und das Museum in der heutigen Form aufbauen.
Mehr Kultur und Freizeitmöglichkeiten in Bochum und Umgebung
Wirtschaft
In Bochum haben mehrere bedeutende Firmen ihren Hauptsitz, Verwaltungen oder wichtige Niederlassungen und Produktionsstätten:
- Deutsche BP AG (Hauptsitz) – Energie-Unternehmen (früher ARAL)
- Deutsche Annington GmbH - Deutschlands größtes Immobilienunternehmen (Hauptsitz)
- GEA Group AG – größtes börsennotiertes Unternehmen von Bochum
- Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik u. Eisengießerei GmbH
- Nokia (ATO Center, Service und R&D), Telekommunikations-Konzern. Das Nokia-Werk Bochum wurde Mitte 2008 geschlossen
- Adam Opel GmbH – In den zwei Bochumer Werken werrden unter anderem der Opel Astra und Zafira produziert
- ThyssenKrupp AG – Stahl-Unternehmen (Hauptsitz in Essen)
- Bochumer Verein – ehemaliger Konzernanteil von ThyssenKrupp
- QVC - Call Center GmbH & Co. KG
- FABER Lotto-Service KG
- Privatbrauerei Moritz Fiege
- Bergbau-Berufsgenossenschaft - Hauptsitz
- Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See – Hauptverwaltung
- Bochumer Eisenhütte Heintzmann GmbH & Co. KG – Bergbau, Tunnelbau und Wärmebehandlung
- Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik u. Eisengießerei GmbH
- Meteomedia GmbH (Hauptsitz) - privater Wetterdienst, deutsche Tochter der schweizer Meteomedia ag.
Mehr Informationen
- Aus: Wikipedia - Bochum

