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Zentrum für Onkologisch-Klinische Studien

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Unterstützt durch die Landesförderung P.U.R.E. haben sich 2010 Forschergruppen und Lehrstühle aus unterschiedlichen Disziplinen der RUB zusammengeschlossen, um durch Vernetzung und gemeinsam genutzte Ressourcen optimale Bedingungen in der Protein-basierten Forschung zu erreichen.
In enger Kooperation des Institutes für Pathologie ( Leitung Frau Prof. A. Tannapfel), der Medizinischen Klinik des Knappschaftskrankenhauses Bochum Langendreer ( Direktor Herr Prof. Dr. med. W.Schmiegel) und des Lehrstuhls für Biophysik ( Leitung Herr Prof. Klaus Gerwert) wurde in diesem Rahmen das Zentrum für onkologisch-klinische Forschung ins Leben gerufen.
Unter Einbindung von Medizinern und assoziierten Wissenschaftlern verzahnen wir die klinischen Kompetenzen der Krankenhäuser des R.U.C.C.C. auf der einen und eine Bündelung der translationalen Forschungsmöglichkeiten auf der anderen Seite für maximale Effizienz wissenschaftlicher Arbeit.


Die cBMB Ruhr - Zentrale Biomaterialbank der Ruhr-Universität Bochum im Schwerpunkt GI-Onklogie
Biomaterialbanken sind für Forschergruppen im Laufe der Jahre immer interessanter geworden, da sie im Idealfall ein hinreichend hohes Probenvolumen zur Verfügung stellen können, das zum einen schon bei Probenbereitstellung mit den erforderlichen medizinisch-klinischen Daten versehen ist, so dass die eigene Recherche diesbzgl.  auf ein Minimum reduziert werden kann. Zum zweiten können die statistisch erforderlichen Fallzahlen ohne übermäßigen zusätzlichen Aufwand erreicht  werden, da auf multiple Ressourcen zugegriffen wird.
Allerdings sind gerade in diesem sehr sensiblen Bereich die Auflagen des Datenschutzes so hoch, dass die Etablierung einer regelkonformen Biomaterialbank sowohl in der räumlichen Ausstattung als auch im Bereich der IT-Strukturen teuer und planungsintensiv ist.
Eine regelkonforme Biomaterialbank wird sich nur dann materiell tragen und sinnvoll zum Einsatz gebracht werden können, wenn die eingebundenen Strukturen hinreichend umfangreich sind. Dies erfordert im Umkehrschluss natürlich eine effiziente, kompetente und dienstleistungsorientierte Verwaltung – diese Kompetenz garantiert das ZOKS für die Biomaterialbank der Ruhr-Universität Bochum.
Ebenso, wie die Gewinnung und Lagerung der Proben und Daten einer Biomaterialbank ein hohes Mass an gezielter Infrastruktur benötigt, ist die Beforschung der gesammelten Daten und Proben nicht ohne klar definierte SOP möglich. Diese SOP werden zum einen und prioritär durch den Datenschutz bestimmt,  zum anderen aber natürlich auch von ökonomischen und pragmatischen Überlegungen.
Über die Anträge seitens geplanter Forschungsprojekte entscheidet ein eigens dafür eingesetztes Review-Board, zusammengesetzt aus Gutachtern verschiedener Fachgebiete. Diese Gutachter legen nicht nur fest, inwieweit die Vorhaben einen angemessenen wissenschaftlichen Hintergrund und damit eine vernünftige zu vertretende  Basis haben, um in Erwägung gezogen zu werden; zum anderen definieren sie ganz gezielt, in welchem Umfang Daten und/oder Probenmaterial zur Verfügung gestellt werden soll, um der Maxime der Datensparsamkeit Rechnung zu tragen.
Selbstverständlich definiert sich eine Biomaterialbank auch nur und in hohem Maße über ihre Nachfrage – bitte scheuen Sie sich also nicht, bei uns anzufragen, wenn Sie ein (medizinisches) Forschungsprojekt planen, für das Sie Unterstützung in Form von Daten und/oder Proben benötigen – wir stehen Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite, auch für den Fall, dass Sie eventuell auf unerwartete Widerstände treffen!

Translationale Forschung / klinische Studien
Neben dem Betrieb und der Verwaltung der Entitäten-übergreifenden Biomaterialbank im Schwerpunkt GI-Onkologie liegt ein weiteres Hauptinteresse des ZOKS in der Vernetzung technischer und wissenschaftlicher Ressourcen zur Optimierung translationaler Forschungsprojekte.       
Die translationale Forschung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Durch die enge Verzahnung von Spezialisten verschiedenster Fachgebiete ( Biologen, Mediziner, Chemiker und Pharmazeuten ) und die Korrelation der Forschungsdaten  können Erkenntnisse zeitnah und kostensparend gewonnen und umgesetzt werden.
Die rasche Einbindung dieser in-vitro-Erkenntnisse in die praxisorientierte Anwendung erfolgt zumeist im Rahmen von Beiprojekten in klinischen Studien, so dass sich ( auch im Hinblick auf die immer umfangreicher werdenden gesetzlichen  Anforderungen an Medizinprodukte und Arzneimittel) die Zeitverzögerungen  zwischen der Erzeugung der Daten und der antragsrelevanten Auswertung  minimieren.
Gegenpunkt der Laborarbeit ist die direkte Grundlagenforschung, also Erkenntnisse, die im klinischen Alltag im Umgang mit den Patienten gewonnen werden. Beides wird in der translationalen Forschung letztendlich kombiniert und gezielt zur therapieorientierten Optimierung  eingesetzt.
Um eine möglichst effektive und trotzdem kostengünstige medizinische Versorgung zu gewährleisten und gleichzeitig dem hohen universitären Anspruch an Forschung und Lehre zu genügen, ist es vor allem bei der Vielfalt der im R.U.C.C.C. verbundenen Kliniken und Institute von wesentlicher Bedeutung, die individuellenStärken in Bezug auf die Durchführung klinischer Studien bestmöglich zu nutzen. Dies wird am ehesten erreicht, wenn Synergieeffekte durch gezielte Patientenrekrutierung an den dafür geeignetsten Stellen ausgenutzt werden. Diese Aufgabe wird durch unsere Studienkoordination wahrgenommen, die Studien in Bezug auf Durchführbarkeit, Nutzen für die Patienten und Zentren sowie auf Wirtschaftlichkeit überprüft. Sämtliche gesetzliche Rahmenbedingungen, angefangen von der Planung über behördliche Anforderungen bis hin zum Training der teilnehmenden Ärzte und Study Nurses werden ebenfalls von uns übernommen, so dass die Kliniken ganz auf die klinische Arbeit fokussieren können.

Kontakt

  • Ansprechpartner: Frau Werner
      Tel. 0234 32 29685
      Fax 0234 32 14648
      mobil 0176 23957267
  • per Mail: zoks@rub.de
  • Adresse:
      Ruhr-Universität Bochum
      ND 03 Nord
      Universitätsstrasse 150
      44801 Bochum