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LL.M. für im Ausland graduierte Juristinnen und Juristen

  1. Allgemeine Informationen
  2. Kurzbeschreibung
  3. Ausführliche Informationen
  1. Studienverlauf und -inhalt
  2. Bewerbung
  3. Immatrikulation
  4. Zulassung zur (schriftlichen) Magisterarbeit
  5. Magisterurkunde
  6. allgemeine Fragen
  7. Musterbewerbung

I. Allgemeine Informationen

Die Juristische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum bietet für ausländische Juristinnen und Juristen, die in ihrem Heimatland bereits das Rechtsstudium absolviert haben, einen Magisterstudiengang an, der mit dem Erwerb des akademischen Grades eines Magisters der Rechte (Magister Legum, LL.M.) abschließt. Mit diesem Studiengang wird es ausländischen Juristinnen und Juristen ermöglicht, sich mit den Grundlagen des deutschen Rechts vertraut zu machen und exemplarisch vertiefte Grundkenntnisse dieser Rechtsordnung zu erlangen. Die Studierenden sollen außerdem dazu befähigt werden, selbstständig Vergleiche mit ihrem eigenen Rechtskreis zu ziehen.


Den aktuellen Flyer zu unserem Studiengang finden Sie hier.

Informationen zur Ruhr-Universität Bochum können dem Universitätsportal entnommen werden.

Rechtsgrundlage für das LL.M.-Studium an der Juristischen Fakultät ist die Prüfungsordnung vom 22. Juni 2010 (SPO). (PDF)
Für Studierende, die bereits im Sommersemester 2010 und vorher ihr LL.M.-Studium an der Juristischen Fakultät angetreten haben, gilt weiterhin die Ordnung der Prüfung zum Magister der Rechte der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum vom 10. Februar 1988 (Einsicht auf Anfrage).


II. Kurzbeschreibung

Abschluss
  • Magister Legum (LL.M.)
Zielgruppe
  • ausländische Juristen, die in ihrem Heimatland bereits das Rechtsstudium absolviert haben
Zeitlicher Umfang und Bewerbungsfrist
  • 2 Semester (Studienbeginn nur zum Wintersemester)
  • Bewerbungsfrist: 31. Mai
Zugangsvoraussetzungen
  • Abschluss eines ersten ausländischen berufsqualifizierenden Abschlusses in Rechtswissenschaften, der der ersten Prüfung i. S. d. § 2 JAG NRW vergleichbar ist.
  • Beherrschung der deutschen Sprache (Nachweis durch TestDaF 4x4 bzw. DSH Stufe II, wenn nicht ein Befreiungsgrund nach § 8 RO-DT (2011) vorliegt).
  • Eignung der Bewerberin oder des Bewerbers, den Studiengang erfolgreich abzuschließen.
Rechtsgrundlagen
  • Studien- und Prüfungsordnung zum Magister der Rechte für im Ausland graduierte Juristinnen und Juristen der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum vom 22. Juni 2010 PDF

III. Ausführliche Informationen

1. Studienverlauf und -inhalt

Die Dauer des Aufbaustudiums beträgt zwei Semester, also ein Studienjahr. Das Studium ist in das reguläre Lehrangebot der Fakultät integriert, so dass die ausländischen Studierenden den Studienbetrieb ihrer deutschen Kommilitoninnen und Kommilitonen teilen. So gibt es eine Vielzahl von Gelegenheiten, das Studium an einer deutschen Hochschule und natürlich auch deutsche Studierende kennen zu lernen. Die Studierenden werden von einer Professorin/ einem Professor der Fakultät betreut und stellen mit dieser/ diesem einen Stundenplan von insgesamt mindestens 20 Wochenstunden - verteilt über das Studienjahr - zusammen. Dabei können sie unter den Voraussetzungen des § 8 der Studien- und Prüfungsordnung vom 22. Juni 2010 die zu besuchenden Veranstaltungen aus dem Vorlesungsverzeichnis der Ruhr-Universität Bochum wählen, wobei die Auswahl der Veranstaltungen aus den Pflicht- und Wahlpflichtfächern getroffen werden muss. Gemäß § 8 Abs. 2 und 3 der Studien- und Prüfungsordnung ist die erfolgreiche Teilnahme an einer Pflichtveranstaltung aus dem Grundstudium in einem der Fächer Zivilrecht, Strafrecht oder Öffentliches Recht und einer weiteren Pflichtveranstaltung aus demselben Rechtsgebiet, einem Grundlagenfach sowie an einem Seminar zwingend erforderlich. Zusätzlich sind etwaige an der Fakultät angebotene Einführungsveranstaltungen in das deutsche Recht zu besuchen. Der Grundlagenschein kann auch im Rahmen des Seminarserworben werden.

Gemäß § 9 Abs. 1 der Studien- und Prüfungsordnung vom 22. Juni 2010 erbringt die/ der Studierende in den von ihr/ ihm belegten Lehrveranstaltungen je einen Leistungsnachweis, der nach Wahl des Dozenten in mündlicher oder schriftlicher Form erfolgen kann: „Die Prüfungsanforderungen sollen denen für die anderen Veranstaltungsteilnehmerinnen und Veranstaltungsteilnehmer entsprechen, sofern nicht ausnahmsweise in der vorangegangenen Ausbildung oder den sprachlichen Voraussetzungen der Studierenden dieses Studiengangs begründete Umstände etwas anderes erfordern.“

Das Studium endet mit der Magisterprüfung (§ 13 Studien- und Prüfungsordnung vom 22. Juni 2010), welche sich aus den bereits während des Magisterstudiums erbrachten Leistungen und aus einer schriftlichen Magisterarbeit, die innerhalb einer Bearbeitungszeit von drei Monaten zu erbringen ist, zusammensetzt. In der Magisterarbeit soll die/ der Studierende nachweisen, dass sie/ er selbstständig wissenschaftlich arbeiten und die Ergebnisse sachgerecht darstellen kann. Mit der Auswahl ihrer/ seiner Lehrveranstaltungen und des Themas ihrer/ seiner Arbeit kann der Kandidat seinen persönlichen Schwerpunkt in jedem Bereich des deutschen Zivilrechts, Strafrechts oder öffentlichen Rechts sowie der internationalen und europäischen Rechtsdisziplinen setzen.


2. Bewerbung

Die Bewerbung für unseren LL.M.-Studiengang nach der Studien- und Prüfungsordnung vom 22. Juni 2010 wird weitestgehend online abgewickelt. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Mai.

Ablauf der Bewerbung:

(1) Bewerbung

Bitte füllen Sie das Formular "LLM-Bewerbung"* vollständig aus.

(2) Lebenslauf

Erstellen Sie einen aussagekräftigen Lebenslauf.

(3) Motivationsschreiben

Danach füllen Sie bitte das Formular "LLM-Motivationsschreiben"* aus.

(4) Sprachnachweise

Fügen Sie einen Nachweis über die Beherrschung der deutschen Sprache bei (TestDaF 4x4 bzw. DSH Stufe II, wenn nicht ein Befreiungsgrund nach § 8 RO-DT (2011) vorliegt).

(5) Fachgutachten

Für die Bewerbung zum Zulassungsverfahren sind außerdem zwei juristische Fachgutachten (z. B. von Ihrem Professor, Ausbilder, o.ä.) einzuholen. Dafür suchen Sie sich zwei Gutachter Ihrer Wahl und senden das Formular "LLM-Gutachten"* an die Gutachterin oder den Gutachter. Nach dem Ausfüllen können Sie sich das Formular per E-Mail zusenden lassen. Jedenfalls müssen die Gutachter aber Ausdrucke der Gutachten in versiegelten Umschlägen direkt an uns schicken (Adresse).

(6) Studiennachweise

(7) Sonstige Unterlagen

(8) Versand der Unterlagen

Nun sind Ihre Bewerbungsunterlagen vollständig. Schicken Sie nun alle Unterlagen in o.g. Reihenfolge in einer E-Mail mit einem einheitlichen PDF-Dokument an das Zentrum für Internationales der Ruhr-Universität Bochum (ZfI-Jura@rub.de).

Nachdem Ihre Unterlagen vollständig bei uns eingegangen sind, werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen.

*) Die Formulare liegen im .doc-Format vor. Zum öffnen und bearbeiten dieses Dateiformats können Sie auf die kostenlose Office-Software OpenOffice zurückgreifen.


3. Immatrikulation

Unmittelbar nach Erhalt des Zugangsbescheids von der Dekanin/ dem Dekan der Juristischen Fakultät, können sich die Bewerberinnen/ Bewerber an der Ruhr-Universität Bochum immatrikulieren. Näheres dazu kann der Internet-Seite des International Office der Ruhr-Universität Bochum entnommen werden. Bei Fragen zu Immatrikulation und erforderlichen Unterlagen, können sich die Bewerberinnen/ Bewerber an Frau Tatang aus dem International Office wenden.


4. Zulassung zur (schriftlichen) Magisterarbeit

Nach § 13 der SPO ist eine Magisterarbeit in einer Bearbeitungszeit von 3 Monaten in deutscher Sprache abzufassen. Das Thema wird im Einvernehmen mit der Betreuerin / dem Betreuer gewählt. Die Zulassung zur Magisterarbeit erfolgt auf Antrag der / des Studierenden unter Vorlage der in § 14 SPO genannten Nachweise. Das Antragsformular finden Sie hier.



5. Magisterurkunde

Bei erfolgreichem Abschluss des Magisterstudienganges wird der Grad eines "Magister Legum (LL.M.)" durch die Juristische Fakultät verliehen. Der Grad eines Magisters der Rechte kann im Inland sowie im Heimatstaat der Absolventin/ des Absolventen nach Maßgabe der jeweiligen Rechtsvorschriften geführt werden. Die Magisterurkunde weist aus, dass seine Inhaberin/ sein Inhaber sich mit den Grundlagen des deutschen Rechts befasst und auf einem Teilgebiet vertiefte Kenntnisse erworben hat. Es kann ggf. seiner Inhaberin/ seinem Inhaber eine berufliche Position vermitteln, in der sie/ er später insbesondere mit Fragen des deutschen Rechts, die aus der Sicht ihres/ seines Heimatlandes erheblich sind, befasst ist.


6. Allgemeine Fragen

Bei allen anderen allgemeinen Fragen zum Beispiel zu Finanzierung, Tutoren, u. a. können sich die Bewerberinnen/ Bewerber jederzeit an das International Office der Ruhr-Universität Bochum wenden, das mit seinem neuen „RUBiss“-Angebot der erste Ansprechpartner für diese Fragen ist.

Informationen zum regulären Studium der Rechtswissenschaften an der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum können der Internet-Seite des Dekanats entnommen werden.

Bei Problemen rund um die Anmeldung für Veranstaltungen und Klausuren via VSPL hilft Ihnen das Infoportal.


7. Musterbewerbung

Hier.