Die Erkrankung an einem Hirntumor des Typs Glioblastoma multiforme zählt trotz intensiver Forschung, auch heute noch zu den fatalsten Diagnosen in der Onkologie. Durch die hohe Proliferationsrate und starke Invasivität der Zellen stellen diese Tumore die Therapie vor große Probleme, so dass nur wenige Patienten (~ 2 %) die 5-Jahres-Überlebensrate erreichen. Dies beruht hauptsächlich auf der Bildung von Rezidiv- bzw. Sekundärtumoren, die sofort oder nach kurzen tumorfreien Zeiträumen auftreten und in vielen Fällen mit einer Progression der Malignität verbunden sind. Ihren Ursprung haben die Rezidive und Sekundärtumore in der starken Migrationsaktivität der Zellen, die in der Lage sind, als einzelne Zellen das noch gesunde Gehirn zu infiltrieren. Allerdings sind die zugrundeliegenden Faktoren hierfür noch weitgehend ungeklärt.
Neben der starken Migrationsaktivität ist die hohe Expressionsrate des extrazellulären Matrix-Moleküls Tenascin‑C charakteristisch für Glioblastome. Da Tenascin-C eine migrationsfördernde Wirkung zugewiesen werden konnte, bietet die Analyse dieses komplexen Proteins, seinen Rezeptoren, Bindungspartnern und den durch TN-C aktivierten Signalwegen, die direkt oder indirekt zur Migration beitragen, einen großen Forschungsbereich dar, mit dem sich dieses Projekt auf verschiedenen Ebenen beschäftigt.
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