Laufende Projekte (Prof. Dr. B. Butzin i. R.)
Metropolendiskurs (Ruhrgebiet): Entwicklung einer Kommunikationsplattform für Zukunftsthemen des Ruhrgebietes
Nach Abschluss der Kulturhauptstadt 2010 soll in Kooperation mit dem RVR (Regionalverband Ruhr) eine Kommunikationsplattform für Zukunftsthemen des Ruhrgebietes entwickelt werden. Hierzu werden für die Metropole Ruhr zukunftsträchtige Großthemen identifiziert. Diese sollen auf einer internetbasierten Plattform von einer breiten Öffentlichkeit diskutiert und kommuniziert werden. Als neue Form der urbanen Öffentlichkeitsarbeit versteht sich der „Metropolendiskurs“ als Experimentier- und Lernfeld zukünftiger, stadtregional - nachhaltiger Entwicklung.
CLIENT Vietnam: „Machbarkeitsstudie zur Entwicklung praxisnaher Instrumente zum Flächenrecycling in Vietnam“
Ein Konsortium vietnamesischer und deutscher Unternehmen, Institutionen sowie Behörden entwickelt anhand von drei Fallstudien in Nord-, Mittel- und Südvietnam den Bedarf an Analyse-, Bewertungs- und Steuerungsinstrumenten des nachhaltigen Flächenmanagements. „Best-Practice Beispiele“ und Erfahrungen aus Deutschland dienen als Basis und werden auf Übertragbarkeit bzw. Ersatz- und Modifikationserfordernisse überprüft.
Umweltbildung Polen (Transfer europäischer Best Practices)
Zur Entwicklung nachhaltiger, besonders der „Projektmethode“ verpflichteten Projekte der Umweltbildung in verschiedenen Schultypen Polens wird die entsprechende Praxis ausgewählter europäischer Länder untersucht und bewertet. Besuche der polnischen Schulbehörde in den Schulen mit einschlägigen und erfolgreichen Projekterfahrungen sind geplant.
Nachhaltige Regionalentwicklung in Namibia: Capacity Building of Regional and Social Development
Die Perspektive ausgewogener und nachhaltiger Regionalentwicklung steht in Namibia – wie in fast allen Staaten Afrikas - noch am Anfang. Eine Serie von „Summerschools“ richtet sich an sozialwissenschaftliche Multiplikatoren und Studierende, wobei Disparitäten der Armut, Bildung und Gesundheit mit den Folgen von interethnischer Segregation, Inklusion und Exklusion im Vordergrund stehen. Das Projekt wird im Rahmen einer Universitäts-
partnerschaft der University of Namibia / UNAM und der Ruhr-Universität Bochum/RUB als interdisziplinäre Veranstaltung soziologischer und geographischer Institute durchgeführt.
Abgeschlossene Projekte (Prof. Dr. B. Butzin i. R., Auswahl seit 2005)
E-Learning: ELLS (2009 – 2010)
Gegenstand des Projektes war die Entwicklung, der Aufbau sowie die Umsetzung eines E-Lehr-Lernsystem (ELLS) zum Thema Strukturwandel im Ruhrgebiet im Rahmen einer Initiative der Universitätsallianz Ruhr, Stabsstelle für e-Learning.
Taiyuan / China: „Structural Change Ruhr: Guiding Principles, Strategies, and Visions“ (2009 – 2010)
Ziel des Projektes war es, eine Ausstellungskonzeption für ein in Taiyuan / China in Planung befindliches Kompetenzzentrum zum Thema Strukturwandel altindustrieller Regionen zu entwickeln. Eine solche Ausstellung soll die Entwicklung, Probleme und Erfahrungen des Ruhrgebiets aufzeigen und Lösungsansätze zum nachhaltigen strukturellen Wandel als Praxisbeispiele zur Diskussion stellen.
BOCHUM 2015 - Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur kooperativen Verwaltung und Netzwerkbildung (Auftrag Stadt Bochum, 2009)
WIR Jilin-Universität Changchun („WIR“) (2009)
Im Pilotprojekt „Textilfabrik Nam Dinh“, Vietnam wurde im Jahr 2009 der Grundstein für die Aus- und Weiterbildung vietnamesischer Flächenakteure im Arbeitsfeld des Nachhaltigen Flächenmanagementes gelegt.
Regionalkundliches Informationssystem Ruhrgebiet (RIS II) (2008 - 2010)
Das Regionalkundliche Informationssystem "RIS" wurde im Auftrag des RVR entwickelt und richtet sich an alle Interessenten, die zum historischen Entwicklungsgang des Ruhrgebiets allgemein und speziell zum Strukturwandel seit den 1970er Jahren informiert werden wollen. Insbesondere soll die Adressatengruppe der Schüler (Leistungskurse) und Studierenden (z.B. Bachelorstudiengänge) sowie die entsprechenden Lehrkräfte angesprochen werden.
NETSFIELD (Networking and Training in Sustainable Brownfield Redevelopment) (2007 - 2008)
NETSFIELD ist ein Gemeinschaftsprojekt von ZEFIR, der Regionalagentur Mission Bassin Minier (MBM) in Nord-Pas de Calais und des Oberschlesischen Städte- und Gemeindebundes.
Die nachhaltige Folgenutzung ehemaliger Industrieareale stellt im Ruhrgebiet – aber auch in anderen Industrieregionen Europas - eine große Herausforderung und Chance zugleich dar. Das Flächenrecycling wurde in der Vergangenheit meist generell als nachhaltig bezeichnet, da es den Verbrauch von Freiflächen schont. Dabei wird aber die Qualität der Projekte vernachlässigt.
Das Ziel Qualitätssteigerung begründete das Projekt NETSFIELD - Networking and Training in Sustainable Brownfield Redevelopment - im Rahmen des INTERREG III C-Projektes "Regional Triangle of Weimar".
REFINA (Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement) (2007 - 2009)
In einem Teilprojekt (Wisstrans ELnaB) des REFINA-Programms wurde ein elektronisches Lernsystem zur nachhaltigen Brachflächenentwicklung aufgebaut.
Best Practice Beispiele von Brachflächen- und Zechenrevitalisierung im Ruhrgebiet (2006)
Im Mittelpunkt des Auftrags der MGG / RAG MI (Ruhrkohle AG – Montanimmobilien) stand die Entwicklung und Umsetzung einer kommentierte Bild-Dokumentation, welche ‚Best Practice Beispiele‘ von Brachflächen- und Zechenrevitalisierungen im Ruhrgebiet transparent aufarbeitet.
RESCUE (Regeneration of European Sites in Cities and Urban Environments) (2002 - 2005)
Das Forschungsprojekt RESCUE (Regeneration of European Sites in Cities and Urban Environments) der Europäischen Union (5. Rahmenprogramm: Umwelt und Nachhaltige Entwicklung) startete im März 2002 und hatte eine Laufzeit von 36 Monaten. In RESCUE arbeitete ZEFIR zusammen mit 13 Partnern aus altindustriellen Regionen.
Das primäre Ziel von RESCUE bestand in der Analyse und Bewertung der gängigen Praxis im Flächenrecycling mit Blick auf nachhaltige Entwicklung, um auf dieser Grundlage Verbesserungen für die zukünftige Praxis abzuleiten.
In einem integrierten Systemansatz wurden auf dieser Grundlage Instrumente, Werkzeuge, Methoden und Verfahren für ein nachhaltiges Flächenrecycling in Europa identifiziert und bei Bedarf weiterentwickelt.
Nachhaltigkeitsbewertung in der Flächenentwicklung
Bereits seit 2001 beschäftigt sich ZEFIR mit der Bewertung von Nachhaltigkeit bei Brachflächenprojekten. Der dabei verfolgte Ansatz geht über die bloße Entwicklung von Indikatoren hinaus.
Im Rahmen des EU-Projektes RESCUE - Regeneration of European Sites in Cities and Urban Environments - wurde ein übergreifendes Analyseinstrument entwickelt.
Dieses ‚Nachhaltigkeitsbewertungsinstrument’ (“Sustainability Assessment Tool – SAT”) stellt eine Unterstützung für Entscheidungsträger im Flächenrecycling in Bezug auf die spezifische Nachhaltigkeit von Vorhaben dar.

