Die Installation von PC/TCP über einen ODI-Treiber:

ODI (Open Data Link Interface) ist eine Treiber-Spezifikation, welche von Novell entwickelt wurde, um ein gleichzeitiges Arbeiten von Novells Netware (IPX) und anderen Protokollen, wie TCP/IP und AppleTalk, über nur eine Netzwerkkarte zu ermöglichen.

Das Schichtenmodell sieht dann folgendermaßen aus:

Netzwerkkarte

Die SMC8216C-Netzwerkkarte als unterste physikalische Ebene.

MLID Interface Driver

Der Multiple Link Interface Driver (MLID) bildet zusammen mit dem Link Support Layer (LSL) die ODI-Architektur. Der MLID ist für die direkte Kommunikation mit der Netzwerkkarte zuständig.

LSL

Der LSL verwaltet den Datenfluß zwischen dem MLID und den verschiedenen Protokoll-Stacks. Zusammen mit dem MLID bildet er die ODI-Architektur.

Packet-Driver to ODI-Converter

Der TCP/IP-Kernel von PC/TCP ist gemä der packet driver specification realisiert, daher muß bei jedem anderen Kartentreiber ein Konvertierungsprogramm (in der PC/TCP-Software enthalten) geladen werden, welches die Daten in das jeweils andere Format umwandelt.

Kernel

Der Kernel stellt seine Dienste für jedes Programm zur Verfügung, das mit TCP/IP arbeitet (z.B. FTP, Telnet, PING, etc.).

Für die Installation der Treiber und des Protokoll-Stacks müssen folgende Dateien und Programme vorhanden sein:

  • SMC8000.COM der MLID.
  • LSL.COM der Link Support Layer.
  • NET.CFG Konfigurationsdatei.
  • ODIPKT.COM der Packet-Driver to ODI-Converter.
  • ETHDRV.EXE der eigentliche TCP/IP-Kernel.

Die passenden Treiber (MLID und LSL) für die ODI-Architektur für DOS (hier SMC8000.COM und LSL.COM) und eine Beispiel-NET.CFG-Datei finden sich auf einer Diskette, welcher der SMC-Netzwerkkarte beiliegt.

Die Installation von PC/TCP mit einem ODI-Treiber über einer SMC8216C Karte finden Sie hier beschrieben.