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Die Stoffe Information und Entropie stehen im gleichen Verhältnis zueinander wie die dazugehörigen Prozesse Dialog
und Diskurs
Der Mensch ist nach Flusser existentiell gezwungen Sinn in eine an sich absurde Welt zu konstruieren. Die Sinnkonstruktion erfolgt über Kommunikation von Informationen - hierbei sind Informationen als unwahrscheinliche Sachverhalte und Zustände definiert. Gesellschaftliche Kommunikation besteht aus diskursiven, d.h. informationserhaltenden und informationsverbreitenden Prozessen, und dialogischen, d.h. informatiosgenerierenden Prozessen. Im Idealfall besteht zwischen diesen Prozessen ein harmonisches Verhältnis - es besteht eine Interdependenz die folgendermaßen beschreibbar ist: Informationen sind unwahrscheinliche Kombinationen und Reoganisationen bereits vorhandener Information - Somit stellen Diskurse den Grundstoff für die Erschaffung neuer Informationen in Dialogen (s.o.) bereit. Diese neuen Informationen werden dann wieder in Diskursen verbreitet. Mit dieser (idealtypischen) Voraussetzung analysiert Flusser unsere gegenwärtigen Kommunikationsbedingungen. Demnach herrschen eher die zentralistische Form diskursiver Kommunikationsprozesse. Also besteht ein Mangel an Informationen. Durch die andauernde Kommunikation der immergleichen Informationen (die bald schon nicht mehr so genannt werden können) entstehe also das Gegenteil von Information - ein unendlich wahrscheinlicher Zustand - i. e. ENTROPIE. Flusser spricht diesbezüglich in der physikalischen Metapher des "Wärmetods", und entwirft für unsere jetzige Situation ein apokalyptisches Szenario. |