Utopien der Vernetzung




Wie alle technischen Medien zuvor gibt auch das Internet Anlaß, über seine Zukunft zu spekulieren. Besonders die vernetzte Struktur der Kommunikation inspiriert eine Reihe von Theoretikern und Aktivisten zu utopischen Perspektiven. Einigen dieser Utopien der Vernetzung soll auf den folgenden Seiten nachgegangen werden:

An der amerikanischen Westküste entwirft eine Reihe von Computerpraktikern und -wissenschaftlern eine zukünftige Weltgesellschaft. Ihr Ideengebäude wird netzintern oft als Californian Ideology (im folgenden: CI) bezeichnet. Zentrale Institution dieser Computerpioniere ist die Electronic Frontier Foundation (EFF).

Diesem aktuellen Entwurf werden auf den folgenden Seiten zwei europäische Konzepte der vernetzten Kommunikation gegenübergestellt, die sich zwar noch nicht mit dem Internet beschäftigen, auf der Ebene linearer Texte aber bereits in den 70er und 80er Jahren Hypertext avant la lettre projektieren: Gilles Deleuzes und Félix Guattaris Modell des Rhizoms und Vilém Flussers Utopie einer telematischen Gesellschaft.

Zu fragen bleibt, wenn man diese Zukunftsperspektiven betrachtet, welchen Stellenwert utopisches Denken im Zusammenhang mit medialen und damit verbunden gesellschaftlichen Entwicklungen hat. Hierzu werden Überlegungen Michel Foucaults herangezogen.

Der auf den folgenden Seiten präsentierte Hypertext soll in die Denkweise der genannten Autoren einführen und versucht dabei, Konzepte der Vernetzung auch vernetzt darzustellen. Die Vernetzung soll dabei nicht nur immanent wirksam sein, sondern die Grenzen des Hypertextes nach Außen hin öffnen. Aus diesem Grund bitten wir um Kritik, Anregungen, eigene Kommunikate zu den vorgestellten Themen und darüber hinaus (einzusenden via e-mail an die untenstehenden Autoren).



Stephan Düppe
Stephan.Dueppe@rz.ruhr-uni-bochum.de
Alexander Niehaus
Alexander.Niehaus@rz.ruhr-uni-bochum.de



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23.03.1997