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Hörsaal-City als Buch
Religion im Revier
Fragen vom Wandel und veränderter Religiosität
geht der Sammelband „Religion in der Gesellschaft –
Ende oder Wende?“ nach, der auf Beiträgen der Vorlesungsreihe
„Hörsaal City“ basiert.
Hörsaal City - Vortragsreihe des Rektorats
Hörsaal City ist die zentrale Vorlesungsreihe der Ruhr-Universität Bochum im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets unter der Schirmherrschaft des Rektorats. Sie will mit ihr eine Brücke in die Stadt schlagen und den Bürgern Bochums und der Region aktuelle Themen und Forschungsergebnisse verständlich präsentieren und zur Diskussion stellen.
„Und die Moral von der Geschicht‘ … Über die Grenzen unseres Wirtschaftslebens“
mittwochs 18-20 Uhr
Haus der Geschichte des Ruhrgebiets Clemensstrasse 17-19,
44789 Bochum
15.05., Prof. Dr. Stefan Huster (Sozialrecht):
„Geld oder Leben? Gesundheitssystem und seine Grenzen“
Gesundheit ist ein besonders wichtiges Gut, und so messen wir auch der Gesundheitsversorgung hohe Bedeutung zu. Aber auch das medizinische Versorgungssystem steht unter dem Gebot der Knappheit der zur Verfügung stehenden Mittel. Angesichts der demographischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritts wird das Gemeinwesen daher wohl nicht um die Frage herumkommen, welche Leistungen das öffentliche Versorgungssystem gewähren soll. In seinem Vortrag geht Prof. Huster u.a. den Fragen nach, wer diese Prioritäten nach welchen Maßstäben setzen soll und wie wir dann eine Zwei-Klassen-Medizin verhindern.
05.06., Prof. Dr. Michael Roos (Makroökonomik):
„Boni ohne Ende? Was die Manager motiviert“
Managergehälter sind Thema hitziger öffentlicher Debatten. Manager sollen die Geschicke eines Unternehmens im Sinne der Eigentümer führen. Dafür verdienen sie eine angemessene und anreizverträgliche Entlohnung. Aber was ist angemessen und wie muss die Entlohnung aussehen, damit die Manager ihre Arbeit gut machen? In seinem Vortrag erläutert Prof. Roos, welche traditionellen ökonomischen Theorien hinter den Konzepten der Managerentlohnung stehen und kontrastiert sie mit Ansätzen aus der neueren verhaltensökonomischen Forschung.
12.06., Prof. Dr. Klaus Steigleder (Philosophie/Ethik):
„Wie eine Fahrradbremse an einer Interkontinentalrakete“? – Zum Sinn von (Wirtschafts-)Ethik
Vielen scheint die ökonomische Welt aus den Fugen und Ethik im Wirtschaftsleben nur lästiges Beiwerk. Ob das so stimmt, darauf geht der Vortrag von Prof. Steigleder ein. Er behandelt Fragen wie: Worum geht es in moralischen Problemen und Normen, was ist der Unterschied zwischen Klugheit und Moral und warum sollten wir zuweilen unser Eigeninteresse zugunsten der Interessen anderer einschränken? Können wir wissen, was moralisch richtig oder falsch ist? Welchen Sinn macht es, dies für unser Wirtschaftsleben herauszufinden zu versuchen?
19.06., Prof. Dr. Stephan Paul (Finanzierung und Kreditwirtschaft):
„Banken in die Schranken – aber wie?“
„Banken in die Schranken“ – das war eine der Forderungen der Occupy-Bewegung als Konsequenz aus der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. Auch wenn es um Occupy in letzter Zeit still geworden ist, das Kernziel bleibt: Die ausufernde Risikoübernahme von Kreditinstituten muss begrenzt werden, um künftige Krisen dieses Ausmaßes zu verhindern. Wie das geschehen soll, steht im Zentrum des Vortrags von Prof. Paul. Reicht es aus, mehr Sicherheitskapital vorzuschreiben, brauchen wir eine schärfere “Bankenpolizei“ oder müssen wir uns in Deutschland sogar vom Universalbankprinzip verabschieden und die Banken zerschlagen?
03.07., Prof. Dr. Stefan Schirm (Internationale Politik):
„Welt ohne Regeln – Welche Grenzen für welches Tun?“
Fehlende Regeln für entgrenzte Finanzmärkte haben zur globalen Krise entscheidend beigetragen. Deregulierung, neue Finanzprodukte und Spekulation waren Kernbegriffe einer Finanzwelt ohne Regeln und Verantwortung. Spekulationsgewinne der Banken flossen in private Taschen, die Steuerzahler aber müssen jetzt die Rettung der Banken bezahlen. Strenge Aufsicht und neue Grenzen scheinen dringend geboten. Diskutiert werden die Finanztransaktionssteuer, eine Abspaltung der riskanten Investmentbanken, Schranken für „Boniritter“ und eine europäische Bankenaufsicht. Aber welche Regeln sind wirksam? Diesen Fragen stellt sich der Vortrag von Prof. Schirm.
10.07., Prof. Dr. Martin Werding (Sozialpolitik und öffentliche Finanzen):
„Durchgefallen? Wen das sozialen Netz auffangen muss“
Das soziale Netz garantiert in Deutschland eine menschenwürdige Existenz für alle, die sie nicht aus eigener Kraft sichern können. In öffentlichen Diskussionen über die Hartz-IV-Reform und die Höhe der dabei gewährten Leistungen mischen sich moralische Grundüberzeugungen und Hinweise auf die Grenzen des politisch und wirtschaftlich Machbaren. Prof. Werding fragt nach: Wie weit reichen die Konflikte? Was muss, was kann ein Staat mit seinen Mitteln tun, um bei der sozialen Grundsicherung Gerechtigkeit walten zu lassen?
17.07., Prof. Dr. Kurt Biedenkopf (Dresden) – Impulsvortrag über die Moral von der Geschicht‘ …
Bei allen Fragestellungen geht es zunächst darum, wie die Wirklichkeit, um die es geht, aussieht, also – juristisch gesprochen – um die Sachverhalte. Wie man sie sieht, hat viel mit unserem Denken, auch mit unseren Vorurteilen zu tun. Dann geht es darum, was sich ändern soll, wie es sich ändern soll und warum – und was das für unser Denken bedeutet. Denn die Moral jeder Geschicht‘, so Prof. Biedenkopf, hat auch damit zu tun, wie wir sie erzählen, verstehen und wie wir handeln wollen.