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Archiv - Wintersemester 2009/2010

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„Krise der Weltwirtschaft –
Ursachen, Ausmaß, Bekämpfung “

mittwochs 18-20 Uhr
Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
Clemensstrasse 17-19, 44789 Bochum

Idee und Organisation: Dr. Josef König, Pressestelle
In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephan Paul, Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft


Domino Days? Von der US-Finanz- zur Weltwirtschaftskrise

Termin: 04.11.2009

Zwei Jahre nach ihrem Ausbruch hat sich aus der Krise am US-Häusermarkt die schwerste Krise der Weltwirtschaft in der Nachkriegszeit entwickelt - Zeit, Bilanz zu ziehen: Welche Fehler haben Banker begangen? Warum wäre beinahe das ganze Finanzsystem zusammengebrochen? Wie groß ist die Schuld der Politik? In der Vorlesung mit anschließender Diskussion geht es zu dem um die Fragen, ob die „Rettungsmaßnahmen“ richtig waren und wie schwer die Krise in Deutschland noch werden

Prof. Dr. Stephan Paul (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Lehrstuhl für Finanzierung und Kreditwirtschaft)

 

Inflation und Staatsbankrott? Wirtschaftspolitische Maßnahmen der weltweiten Krisenbekämpfung

Termin: 18.11.2009

Die gegenwärtige weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ist mit expansiver Geld- und Fiskalpolitik bekämpft worden. So haben alle Notenbanken der Welt ihre Leitzinsen drastisch gesenkt und in bisher unbekanntem Ausmaß Liquidität bereitgestellt. Dies geschah, um eine Deflation zu vermeiden. Viele fragen sich aber, ob sich daraus nicht auf Dauer eine Inflation entwickeln kann. Durch die großen Konjunkturprogramme haben sich die meisten Länder stark verschulden müssen. Die öffentlichen Haushaltsdefizite und Schuldenstände steigen dramatisch an. Der Staatsbankrott z. B. Islands und Ungarns konnte nur knapp abgewendet werden. Stehen bald weitere Länder vor einer ähnlichen Situation? Oder können Inflationierung und Währungsreform die Schuldenlast verringern?

Prof. Dr. Wim Kösters (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Lehrstuhl für Theoretische Volkswirtschaftslehre I)

 

Sturm oder Flaute? Zur Konjunkturprognose des Sachverständigenrates

Termin: 02.12.2009

Prof. Christoph M. Schmidt, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, wird das soeben veröffentlichte Jahresgutachten des Rats vorstellen. Insbesondere geht es dabei um die Fragen, ob die Krise überwunden ist, wie es am Arbeitsmarkt weitergeht, welche Wirtschaftspolitik jetzt gefordert ist oder wie man Krisen des Finanzsystems in Zukunft vermeiden kann.

Prof. Dr. Christoph M. Schmidt (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und angewandte Ökonometrie, Mitglied des Sachverständigenrates)

 

Was heißt systemrelevant? Lehren aus der deutschen Bankenkrise von 1931

Termin: 16.12.2009

Während der akuten Finanzmarktkrise im Herbst letzten Jahres war in der Presse immer wieder die Rede von der "dramatischsten Krise seit der Weltwirtschaftskrise Ende der zwanziger Jahre". Genauer gesagt handelte es sich in Deutschland um die "Bankenkrise" des Jahres 1931, die hierzulande der sog. Weltwirtschaftkrise erst die Dramatik verlieh, für die sie wegen der 6 Mio. Arbeitslosen und der bald folgenden "Machtergreifung" durch die Nationalsozialisten notorisch ist. Der Vortrag versucht auf die Fragen zu antworten, was damals anders und vor allem, was damals vergleichbar war - und woraus wir gelernt haben sollten. Auch damals wurden Banken verstaatlicht, später wieder reprivatisiert, wobei der Steuerzahler die Rechnung zu zahlen hatte. Aber: gab es eine Alternative?

Prof. Dr. Dieter Ziegler (Fakultät für Geschichtswissenschaft, Lehrstuhl für Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte)

 

Wegweiser, Leitplanke oder Zwangsjacke? Krisenbekämpfung durch Global Governance

Termin: 13.01.2009

Das globale Ausmaß der Krise macht deutlich, dass einzelstaatliche Politik zum Management der Weltwirtschaft nicht ausreicht. Aber kann die Staatengemeinschaft sich auf bessere Regeln für globale Märkte einigen? Und welche Strategien der Global Economic Governence sind für eine globalisierte Wirtschaft angemessen?

Prof. Dr. Stefan A. Schirm (Fakultätfür Sozialwissenschaft, Lehrstuhl für Internationale Politik)

 

Alles Lemminge oder was? Herdenverhalten auf Güter- und Finanzmärkten

Termin: 20.01.2009

Im Zuge der Bankenkrise hörte man immer wieder den Begriff des „Herdentriebs“ von Bankern und Investoren. Was am Kapitalmarkt als Anomalie auftritt, ist tatsächlich ein Mechanismus, der so alt ist wie die Menschheit selbst. Das Bedürfnis des Menschen, sich in seinem Verhalten an einer Mehrzahl von anderen Individuen zu orientieren, hat weitgehende Konsequenzen und ist ein beliebtes Forschungsfeld für Soziologen, Psychologen und Ökonomen. In der Vorlesung „Alles Lemminge oder was?“ geht es um die Hintergründe dieses Verhaltens sowie die Konsequenzen für das Marktgeschehen.

Prof. Dr. Jan Wieseke (Fakultätfür Wirtschaftswissenschaft, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing)

 

Impulsreferat: Shareholder Value und soziale Balance

Termin: 03.02.2009

Prof. Dr. Bernhard Pellens (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Lehrstuhl für Internationale Unternehmensrechnung)

Podiumsdiskussion: Auslaufmodell Marktwirtschaft?

Prof. P. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ (Sozialethiker, Frankfurt/Ludwigshafen)
Sven H. Jezoreck (Deutsche Bank, Geschäftsleitung Ruhrgebiet)
Prof. Dr. Bernhard Pellens (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Lehrstuhl für Internationale Unternehmensrechnung)
Prof. Dr. Willi Gründer (Inhaber des Software-Unternehmens TEDATA)
Moderation: Prof. Dr. Stephan Paul (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Lehrstuhl für Finanzierung und Kreditwirtschaft)