Archiv - Sommersemester 2010

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Moderne "Familienbande" –
Aktuelle Forschungen zu neuen sozialen HErausforderungen

mittwochs 18-20 Uhr
Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
Clemensstrasse 17-19, 44789 Bochum

Idee und Organisation: Dr. Josef König, Pressestelle
In Zusammenarbeit mit PD Dr. Birgit Leyendecker, Fakultät für Psychologie, Entwicklungspsychologie


"Mein Kind zahlt Deine Rente"

Familienpolitik in modernen Gesellschaften

Termin: 14.4.2010

Der Familienpolitik werden zahlreiche Aufgaben und Instrumente zugerechnet, und sie richtet sich an Familien in immer vielfältigeren Lebenslagen und Formen. Ein Schlüssel für die Begründung und Ausgestaltung familienpolitischer Maßnahmen sind die Leistungen, die Familien durch die Erziehung von Kindern erbringen, unter anderem bei der sozialen Alterssicherung. Prof. Notburga Ott und Prof. Martin Werding beleuchten die Familienpolitik in modernen, vielfältigen Gesellschaften.

Prof. Dr. Notburga Ott und Prof. Dr. Martin Werding (Fakultät für Sozialwissenschaft | Sozialpolitik und Sozialökonomie)

jahrelang aufgeopfert und doch leer ausgegangen ...

Pflege im Erbfall vergüten?

Termin: 28.4.2010

Häusliche Pflege ist ein besonders schönes Beispiel für gelebte Solidarität: Angehörige und sonst Nahestehende erbringen unentgeltlich persönliche Opfer, um eine Heimunterbringung zu vermeiden. Haben sie nach dem Tode des Pflegebedürftigen Aussicht auf finanziellen Ausgleich aus dem Nachlass oder gehen sie ganz leer aus? Professor Peter A. Windel beleuchtet ein über der Pflegeversicherung weitgehend vergessenes Problem des geltenden Familien- und Erbrechts.

Prof. Dr. Peter A. Windel (Juristische Fakultät | Prozessrecht und Bürgerliches Recht)

"Hilfe, mein Partner ist Narzisst!“

Wenn Liebe nur Selbstliebe ist

Termin: 19.5.2010

Narzisstische Partner haben in Liebesbeziehungen besondere Anliegen, durch sie sie sich von anderen Personen unterscheiden: Sie suchen nach Bewunderung und sie streben nach Statusgewinn. Was macht Narzissten zu attraktiven Partnern? Was bedeutet das für das Glück in Liebesbeziehungen? Wie entwickelt sich die Intimität in der Beziehung? In seinem Vortrag versucht Prof. Hans Werner Bierhoff, Antworten auf diese Fragen zu geben.

Prof. Dr. Hans Werner Bierhoff (Fakultät für Psychologie | Sozialpsychologie)

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Psychologische Prozesse und psychische Störungen in der Familie

Termin: 23.6.2010

Ein Elternteil mit einer psychischen Erkrankung zu haben, ist einer der bedeutendsten Risikofaktoren für die Entstehung seelischer Probleme. Dabei sind für dieses erhöhte Risiko nicht nur die Gene verantwortlich. Für alle psychischen Störungen ist heute klar, dass sie erst durch das Zusammenspiel von Genen und Umweltfaktoren entstehen. Unter den Umweltfaktoren spielt die Familie eine herausragende Rolle. In ihrem Vortrag geht Prof. Silvia Schneider auf die besonderen Bedingungen von Familien mit einem psychisch kranken Elternteil und auf Präventionsmöglichkeiten ein.

Prof. Dr. Silvia Schneider (Fakultät für Psychologie | Klinische Kinder- und Jugendpsychologie)

Wenn der Zappelphilipp groß wird ...

Herausforderungen für die Familien

Termin: 30.6.2010

Frühes Leid gibt es vielen Familien - die Tendenz ist leider zunehmend. Was aber geschieht, wenn diese Kinder erwachsen werden, oder dann selbst Kinder haben? Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) verursachen sich und anderen viel Leid und leiden im Erwachsenenleben oft weiter. Zudem ist bei jedem zweiten Kind ein Elternteil selbst von ADHS betroffen. Ein Kinder- und ein Erwachsenenpsychiater beleuchten gemeinsam die Herausforderung für Familien mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und zeigen praktische Lösungsmöglichkeiten auf.

Prof. Dr. Georg Juckel und Prof. Dr. Martin Holtmann (LWL-Universitätsklinik | Psychiatrie; Kinder- und Jugendpsychiatrie)

Plädoyer für eine Familienpolitik vor Ort

Termin: 14.7.2010

Was ist „Familienpolitik“? Beantwortet man diese Frage von den Absichten der Politik her, dann ist explizite Familienpolitik das, was die Familienministerin tut. Stellt man diese Frage jedoch aus der Sicht der Familien, dann geht es um "implizite Familienpolitik". Das sind alle Handlungen staatlicher und nichtstaatlicher Instanzen, die - in der Regel nicht planvoll koordiniert - Lebenslagen und Alltag der Familien "vor Ort" faktisch beeinflussen. Anhand aktueller Forschungsergebnisse über Vielfalt und Wandel familialer Lebenslagen in den Städten des Ruhrgebiets plädiert Prof. Peter Strohmeier in seinem Vortrag für eine "neue Familienorientierung" der örtlichen Politik und beschreibt Wege zu mehr "Familiengerechtigkeit" in den Kommunen.

Prof. Dr. Peter Strohmeier (Fakultät für Sozialwissenschaft | Soziologie - Stadt, Region, Familie)
im Anschluss:

Podiumsdiskussion: MOderne "Familienbande"

Auf dem Podium:

Britta Anger (Sozialdezernentin der Stadt Bochum)
Nurhan Dogruer-Rütten (Leiterin des Integrationsbüros der Stadt Bochum)
sowie Vertreter einer Wohnungsbaugesellschaft, der JUgendhilfe und der Familienzentren