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Ergebnis der Transfer-Ag
Umgang mit HeterogenitÄt

Hochschulen sind ein Ort, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlichen Vorkenntnissen, Interessen, Erwartungen und Gewohnheiten aufeinandertreffen. Dies trifft sowohl auf Studierende als auch auf Lehrende in der konkreten Lehrsituation zu als auch auf die Zusammenarbeit zwischen Fakultäten mit ihren unterschiedlichen Fachkulturen sowie der Zusammenarbeit zwischen Hochschulleitung und Fakultäten. Aus der Perspektiven verschiedener Akteursgruppen (Hochschulleitung/Hochschulmanagement, Lehrende und Studierenden) wurden insbesondere drei Fragen intensiv diskutiert: Wie kann Heterogenität gefördert werden, was sind sowohl Chancen als auch Herausforderungen und wie geht man mit diesen um?

Perspektive Studierende
Was heißt eigentlich Heterogenität an der Hochschule? Dies war der Ausgangspunkt dieser Diskussionsrunde. Neben unterschiedlichen Wissensniveaus, Unterschieden bezüglich der Herkunftskultur, des Alters, von Bildungsverläufen, der privaten Situationen und unterschiedlichen Motiven und Einstellungen zum Studium, wurden dabei auch Qualitätsunterschiede in der Lehre, unterschiedliche Erwartungen der Lehrenden sowie unterschiedliche Fachkulturen genannt. Es wurden zahlreiche Strategien für den Umgang mit diesen unterschiedlichen Herausforderungen zusammengetragen, wie z.B. interkulturelle Trainings, die Bildung von Lerngruppen oder Tandems, die Standarisierung von Lehr- und Prüfungsinhalten und die Einrichtung von Teilzeitstudiengängen.

Einen Überblick über alle diskutierten Themen und erarbeiteten Strategien finden Sie hier.

Perspektive Lehrende
In dieser Austauschrunde standen insbesondere die folgenden Fragen im Vordergrund: Wie kann Vielfalt für die Lehre genutzt werden? Wie kann diesbezüglich eine optimierte Gestaltung von Lehre aussehen? Welcher Rahmenbedingungen bedarf es hierfür?

Neben der Etablierung verbindlicher Mentorensysteme für die Studierenden, einem offenen und reflexiven Umgang mit der vorhandenen Heterogenität in der Lehrveranstaltung, der Initiierung von fächerübergreifenden Dialogen zum Erfahrungsaustausch unter Lehrenden sowie vielen weiteren Strategien lautete eine Idee, von den Best-Practice-Beispielen der Schulen zu lernen.

Einen Überblick über alle diskutierten Themen und erarbeiteten Strategien finden Sie hier.

Perspektive Hochschulmanagment
Ausgehend von der Beobachtung, dass das Thema Heterogenität unter den Gesichtspunkten der Internationalisierung und des Diversity Managments in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat, fokussierte sich der Austausch insbesondere auf diese beiden Aspekte. Dabei wurde die Chancen dieser Entwicklung für die Hochschulen und die Gesellschaft betont: die Gewinnung und Förderung von Talenten und die Möglichkeit, die Profilbildung der Hochschule voranzutreiben. Hinsichtlich der Internationalisierung von Hochschulen wurden dabei u.a. der Einbezug aller Beteiligten in den Internationalisierungsprozess, die Schaffung von Anreizsystemen für Internationalisierungsmaßnahmen sowie die Förderung der Mobilität des wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Personals als erfolgsversprechende Ansätze herausgearbeitet. Die Strategien für ein erfolgreiches Diversity Managment lauteten u.a.: Verbesserung des Marketings und der Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen sowie ein Ausbau des Angebots an Vorkursen.

Einen Überblick über alle diskutierten Themen und erarbeiteten Strategien finden Sie hier.

Die Top 5 der erfolgversprechendsten Strategien für die Umsetzung von Visionen waren:

  • Selbstgesteuerte Lerngruppen, heterogene Zusammensetzung nach Professionalisierung aller Beteiligten in Gruppenarbeit
  • Erarbeitung eines Leitbilds
  • Materielle Anreize für erfolgreiche Projekte
  • Heterogenität transparent machen und Vielfalt im Lehren und Lernen nutzen
  • Anforderungen und Prüfungsinhalte kommunizieren.