Chancengleichheit
Die Chancengleichheit von Frauen und Männern ist für das Rektorat der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ein zentrales Kriterium der Hochschulentwicklung. Das Rektorat betrachtet die Gleichstellung der Geschlechter als Querschnittsaufgabe und integriert sie in alle Entscheidungsstrukturen und Verwaltungsprozesse.
Die Chancengleichheit von Frauen und Männern beginnt mit einem Blick über den traditionellen Tellerrand der geschlechtstypischen Fächerwahl: Schon vor Beginn des Studiums haben Schülerinnen und Schüler in eigens entwickelten Projektwochen die Gelegenheit, abseits ausgetretener Pfade einen Blick in "untypische" Fächer zu werfen. So können sich Mädchen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften umschauen, Jungen zum Beispiel in der Pädagogik oder der Psychologie. So findet jede und jeder das Fach, das den eigenen Neigungen entspricht. Spezielle Mentoringprogramme helfen, in der Uni und im Berufsleben Fuß zu fassen - auch als Frau in "Männerberufen".
Familiengerechte Hochschule
Besondere Aufmerksamkeit richtet das Rektorat der Ruhr-Universität darauf, Maßnahmen umzusetzen, um Familie und Beruf besser zu vereinen. Mit Erfolg: Seit 2006 trägt die RUB offiziell den Titel "Familiengerechte Hochschule". Zum umfassenden Angebot gehört zum Beispiel eine Kinderbetreuung auf dem Campus, "ProKids – Der Familienservice", der Eltern beratend und vermittelnd zur Seite steht, sowie ein Hilfsfonds für allein erziehende Studierende.
Diversity und Inklusion
Die Lebenslagen der Studierenden und Beschäftigten an der RUB haben sich zunehmend differenziert. Um allen Studierenden und Beschäftigten der Universität eine gleichberechtigte Teilhabe in Forschung und Lehre zu ermöglichen, hat sich das Rektorat der RUB im Dezember 2011 in einer Strategiesitzung mit dem Thema Diversity und Inklusion beschäftigt. Dabei wurde die Einsetzung einer interdisziplinär und verwaltungsübergreifend besetzten Arbeitsgruppe beschlossen, die im Sommersemester 2012 unter dem Leitbild der „universitas“ ein Gesamtkonzept zum Thema Diversity und Inklusion vorlegen wird.
Karriere für zwei
Unter dem Schlagwort "Dual Career" hat das Rektorat der Ruhr-Universität ein Konzept initiiert, das Wissenschaftler-Paaren die Vereinbarkeit von Beruf und Karriere erleichtert. Sind beide Partner hochqualifiziert, soll bei einer Berufung des einen an die Ruhr-Universität der Ehepartner nicht auf sein berufliches Fortkommen verzichten oder in der Ferne bleiben müssen: Von Beginn der Berufungsverhandlungen an sorgt die Ruhr-Universität dafür, auch dem Partner eine Perspektive zu geben.
Lore-Agnes-Preis - Rektoratspreis für Projekte zur Gleichstellung von Frauen und Männern
Das Rektorat der Ruhr-Universität vergibt für hervorragende, innovative Projekte der Fauen- bzw. Gleichstellungförderung den Lore-Agnes-Preis. Der Preis ist mit 15.000 € dotiert und wird alle zwei Jahre ausgeschrieben.
Ziel des Preises ist es, Initiativenzur Gleichstellungs- und Frauenförderung sichtbar zu machen, zu belobigen und durch das Preisgeld ihre zukünftige Aktivität zu stärken.
Groß geschrieben: Geschlechterforschung
Im wissenschaftlichen Profil der RUB bildet die Frauen- und Geschlechterforschung einen interdisziplinären Schwerpunkt. Insgesamt sechs Professuren haben einen expliziten Gender-Bezug, bundesweit einzigartig ist das Master-Studienfach "Gender Studies".