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Hochschulen und Wirtschaft gehen Hand in Hand

Hochschulen und Wirtschaft – gibt es da überhaupt Berührungspunkte? Und was für welche! Besonders deutlich wird das, wenn man sich die Hochschulen einmal aus Bochum wegdenkt: Dann gäbe es rund 6.300 Arbeitsplätze weniger, etliche Ausbildungsplätze fielen weg – und die Menschen würden lieber in andere Städte ziehen, wo sie bessere Jobaussichten haben. Ohne Hochschulen gäbe es keine Beschäftigten und Studierenden, die in Bochum ihre Miete bezahlen und abends etwas trinken gehen, was sich wiederum für die Unternehmen in der Stadt negativ bemerkbar machen würde. Diese würden dann lieber in anderen Städten ihre Filialen eröffnen und ihre Dienstleistungen anbieten. Die Konsequenz: Die Bochumer Innenstadt wäre deutlich weniger belebt, die Auswahl an Waren und Dienstleistungen wesentlich geringer.

Kein schönes Szenario, von dem die Stadt Bochum – dank ihrer sechs Hochschulen – glücklicherweise weit entfernt ist. Das belegt die im Auftrag der IHK von Professor Dr. Bernd Kriegesmann erarbeitete Studie „Wissenschaft schafft Wirtschaft“, die im September 2012 vorgelegt wurde.

Rund 921 Millionen Euro sind laut dieser Studie 2010 von den Bochumer Hochschulen durch Personalkosten, Investitionen und Konsumausgaben von Studierenden in die Stadt und in die Region geflossen. Jeder zehnte Arbeitsplatz ist auf eine der sechs Hochschulen zurückzuführen; alleine die Ruhr-Universität hat 145 Ausbildungsplätze in 21 verschiedenen Ausbildungsberufen zu bieten. Das macht eins deutlich: Die Hochschulen kurbeln die Wirtschaft in Bochum so richtig an – und davon profitieren alle Bürgerinnen und Bürger.

Die IHK-Studie zeigt nicht nur auf, welche Vorteile die Bochumer Wirtschaft durch die Hochschulen hat. In einem nächsten Schritt geht es darum, Erkenntnisse abzuleiten, wie Bochum als Wissenschaftsstandort weiter gestärkt werden kann. Und da hat der Verbund UniverCity schon viele Ideen, die er in den nächsten Jahren in die Tat umsetzen will:

  • Studierende sollen nicht nur kurzfristig in Bochum leben, sondern auch nach ihrem Studium gerne hier bleiben, arbeiten und ein Teil der Stadt werden. Der Verbund UniverCity möchte deswegen das Wohnen in Bochum noch attraktiver machen. Und davon profitieren alle, die ihren Lebensmittelpunkt in der Ruhrstadt haben.
  • Hochschulabsolventen und Wissenschaftler sollen verstärkt ermutigt werden, ihr eigenes Unternehmen in Bochum zu gründen. Diese regionalen Unternehmen schaffen zum einen neue Jobs für alle Bochumer Bürgerinnen und Bürger, zum anderen zeigen sie den Bochumer Hochschulabsolventen attraktive Jobperspektiven auf und bewirken so, dass sie in der Stadt bleiben. In diesem Zuge soll sich das Campus-STARTERCENTER als Anlaufstelle für alle diejenigen, die sich selbstständig machen wollen, etablieren.
  • Hochschulen und Unternehmen der Stadt sollen noch stärker zusammenarbeiten. Das hat für beide Vorteile: Die Unternehmen bleiben zukunftsfähig, erringen Wettbewerbsvorteile und können sich so als attraktive Arbeitgeberinnen präsentieren; die Hochschulen behalten den Bezug zur Praxis.
  • Die Hochschulen sollen im Stadtbild stärker sichtbar werden. Den Anfang hat bereits der Kunstraum C60 in der Bochumer City gemacht: Mit seinen kulturellen Veranstaltungen und Ausstellungen, die von den Hochschulen organisiert werden, bietet er einen Treffpunkt für die Bochumer Bürgerinnen und Bürger.

Link: IHK-Studie

Link: Alle Handlungsfelder von UniverCity

 

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