Prof. Cornel Zwierlein

Profil von Lehre und Forschung

Frühneuzeit-Geschichte und Umweltgeschichte können sehr fruchtbar verbunden werden. Dies erfolgte seit 2008 in Bochum in Forschung und Lehre. Von 2013 bis Wintersemester 2015-16 war Prof. Zwierlein von der Lehre freigestellt für einen Forschungsaufenthalt im Rahmen eines senior research fellowships der Gerda-Henkel-Stiftung (m4human) und der Europäischen Kommission (7. Rahmenprogramm, Marie-Curie actions) an der Harvard University / Cambridge/Mass. Die dort geschriebene vierte wissenschaftliche Monographie trägt den Titel ´Imperial Unknowns. The French and British Empires in the Mediterranean, 1650-1750´ und wurde bei Cambridge University Press Ende 2016 publiziert. Im Februar und April 2015 fanden zwei Tagungen in Harvard und in Paris am Deutschen historischen Institut statt, gefördert vom Harvard History and German Department, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem DHI Paris und der Gerda-Henkel-Stiftung, auf denen die Fragestellung des Buches in den weiteren Rahmen einer Geschichte des Nichtwissens eingebettet wurde, vgl. hier unter ´Forschungsprojekte´. Die Tagungsbeiträge erschienen bei Brill (Leiden) als ´The Dark Side of Knowledge. Histories of Ignorance, 1400 to 1800´. Mit dem Wintersemester 2015/16 wurde die Lehre an der Ruhr-Universität wieder aufgenommen. Leider entschied das Historische Institut während des Forschungsaufenthaltes an der Harvard University, die Frühe Neuzeit mit der Geschlechtergeschichte zusammenzulegen, so dass eine Rückbewerbung auf diesen Lehrstuhl nicht erfolgen konnte, die eigene w1-Professur wurde dem Auslaufen per Befristung überlassen. Weiteres Geld investierte das Institut in neue befristete w1-Professuren. Glücklicher Weise haben alle drei Doktoranden, die als Erstgutachter betreut wurden, einen guten Weg in die wissenschaftliche Arbeitswelt gefunden, Frau Eleonora Rohland auf eine w1-Professur mit tenure track in Bielefeld, Magnus Ressel auf eine Position als wiss. Assistent an der Univ. Frankfurt und Rebecca Knapp ins Archivreferendariat. Aufgrund seiner 2011/13 erworbenen Lehrbefugnis ist Prof. Zwierlein weiter dem Hist. Institut unbezahlt zugordnet bis zur Berufung auf eine unbefristete Professur. Derzeit ist er durch ein w2-Gastwissenschaftler-Fellowship am Max-Weber-Kolleg Erfurt finanziert. Hiernach wird er, dank der sehr positiven Begutachtung des Heisenberg-Stipendium-Projekts an der Universität Bamberg forschend tätig sein. Er ist leider in kein Verbundforschungsprojekt der Ruhr-Universität Bochum eingebunden, auch nicht des Mittelmeerzentrums, zu dessen Forschungsleistung, so lange es noch vom BMBF finanziert wurde, er mit Magnus Ressel und seinem DFG-Projekt ´Risikozähmung in der Vormoderne´ synergetisch beigetragen hat bis 2012. Er gibt derzeit einen Band bei Brill ´Fruits of migration. Heterodox Italian migrants and Central European Culture, 1550-1620´ heraus, die Übersetzung und erweiterte Überarbeitung seines zweiten Buches ´The tamed Prometheus´ (2011) ist in Arbeit und wird bei West Virginia University Press erscheinen. Gleichzeitig wird das Heisenbergprojekt mittels einiger kleiner Beiträge vorbereitet, die dann ab 2018 in die vertiefte Forschung zu einem nächsten Buch führen werden sowie zu einer Datenbank-Arbeit (Titel des Heisenberg-Stipendiums: ´Close Distance. Eine Wissensgeschichte europäischer Händlerkolonien in der Levante, 17-19. Jh.´).
Sprechstunden nach Vereinbarung per mail, cornel.zwierlein@rub.de, für das Sommersemester 2018 ist ein Oberseminar angekündigt.



Kontakt

Sekretariat Roxana Breitenbach
Raum GA 4/147
Tel.: 0234 / 32-23992


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