Leitlinien für Tutorien

LEITLINIEN ZUM EINSATZ VON TUTORINNEN UND TUTOREN AN DER RUB

  1. Tutorien sind von Studierenden höherer Fachsemester angeleitete Gruppen, die zusätzlich zu Lehrveranstaltungen angeboten werden. Tutorien dürfen Lehrveranstaltungen nicht ersetzen. Prüfungsrelevante Fachinhalte dürfen nicht ausschließlich in Tutorien vermittelt werden.
    1.a) Orientierungstutorien im 1. Fachsemester sollen den Studienanfänger/inne/n in sozialer, orientierender und fachlicher Hinsicht den Einstieg ins Studium erleichtern und sie in der Entwicklung von Eigeninitiative und Selbständigkeit fördern.
    1.b) Fachtutorien können in allen Studienabschnitten zusätzlich zu Lehrveranstaltungen angeboten werden. Tutorien können Lehrveranstaltungen flankieren, indem z.B. Fachinhalte vor- und nachbereitet, Lösungsstrategien erarbeitet und eingeübt, Inhalte diskutiert, Fragen erörtert und Praktika begleitet werden.
  2. Die Verantwortung für die Tutorien trägt der/die zuständige Hochschullehrer/in.
  3. Die Gruppengröße sollte interaktive Lern- und Arbeitsformen ermöglichen und daher 15-20 Teilnehmer/innen nicht überschreiten.
  4. Tutor/inn/en sollen über einen Erfahrungs- und Wissensvorsprung von mind. 1 Jahr verfügen.
  5. Die Vergütung der Tutor/inn/en erfolgt i.d.R. über einen Hilfskraftvertrag. Dieser sollte die Gesamtheit der Tätigkeiten abbilden, d.h. den Zeitaufwand für das Tutorium, die Vor- und Nachbereitung, die Qualifizierung sowie die Teambesprechungen ausweisen.
  6. Grundsätzlich bietet sich in einschlägigen Studienfächern die Möglichkeit, die Tutoriumstätigkeit als Praxislernfeld zu nutzen und als Studienleistung zu akzeptieren, bspw. als Teil eines Moduls mit entsprechender kontinuierlicher Betreuung sowie wissenschaftlicher Begleitung. Gleichzeitige Vergütung ist in diesem Fall ausgeschlossen.
  7. Grundsätzlich soll das Tutorium für Tutor/inn/en ein Lernfeld für die systematische Erweiterung ihrer fachlichen und überfachlichen (=didaktischen, berufspersönlichen und kommunikativen) Kompetenz sein.
  8. Eine der Tätigkeit angemessene fachliche und überfachliche Betreuung der Tutor/inn/en ist sicherzustellen. Die fachliche Einarbeitung und Begleitung übernimmt i.d.R. der/die zuständige Hochschullehrer/in. Für die überfachliche Qualifizierung werden zentrale Angebote durch die ZAT bereitgestellt. Um fachbezogene Schlüsselqualifikationen optimal zu fördern, empfiehlt sich eine enge Verzahnung von fachlichen und überfachlichen Inhalten.

© KOMMISSION FÜR LEHRE APRIL 2008

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ZAT

  • Zentrale Ausbildung für Tutorinnen und Tutoren der Ruhr-Universität Bochum

 

Tel.: 0234/ 32 23856
Fax.: 0234/ 32 03856

E-Mail: zat@rub.de

 

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