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Rumoren im Bauch

Fünf Bibliotheken vereinigt

Im Bauch des Gebäudes GA rumort es kräftig: Es wird gehämmert, gebohrt und gestrichen, denn fünf Fachbereichsbibliotheken versehen künftig ihren Aufsichtsdienst gemeinsam. Wer Bücher zur Erziehungswissenschaft, Philosophie, Kunstgeschichte, Archäologie oder Geschichte sucht, wird künftig durch ein- und denselben Eingang gehen, es gibt nämlich nur noch einen, und zwar auf der dritten Etage. Das hat viele Vorteile, der augenscheinlichste ist: Die Öffnungszeiten können verlängert werden, weil das Personal nur noch einen Ausgang besetzen muss.

Bibliothek

Gleich ins Auge fällt auch der neu gestaltete Eingangsbereich. Hier wurde eine Glasabtrennung zur Bibliothek eingebaut, damit bei allem Betrieb in der Bibliothek trotzdem Ruhe herrscht. Neuer Teppich bringt im Eingangsbereich mehr Helligkeit, neue Möbel kommen noch, ebenso eine Buchsicherungsanlage. „Die steht jetzt schon auf Etage 5 und wird nur umgebaut“, erklärt Bibliothekarin Claudia Tosch. „Da wir das schon lange wissen, haben wir auch schon vor zwei Jahren angefangen, unsere Bücher mit entsprechenden Sicherungen auszustatten.“ 600.000 Bücher stehen in den vereinigten Bibliotheken. Der Schwund, den es natürlich immer gibt, rührt aber wahrscheinlich überwiegend gar nicht von Diebstählen her, sondern von falschen Einsortierungen. „Wenn einer ein Buch genutzt hat und es dann statt im Jahr 1780 im Jahr 1880 einsortiert – unsere Signaturen in der Philosophie richten sich nach dem Geburtsjahr des Verfassers -, dann ist es für alle anderen Benutzer verschollen“, verdeutlicht Claudia Tosch, die hofft, dass nach der Zusammenlegung nicht noch mehr Bücher womöglich zwischen den Etagen hin- und her wandern. Appell an alle Nutzer: Sorgfältig hinschauen, damit auch der Nächste noch findet, was er sucht.

Zu den Renovierungsarbeiten, die im Sommer endgültig abgeschlossen sein sollen, gehört auch noch der Anstrich der innenliegenden Treppenhäuser, die die einzelnen Etagen miteinander verbinden. Rollstuhlfahrer werden künftig von einem Bibliotheksmitarbeiter im Aufzug zu den anderen Etagen begleitet und durch die dortigen Türen ein- und ausgelassen. Darüber hinaus gab es neue Brandschutztüren, die den aktuellen Vorschriften genügen. Der Brandschutz übrigens sprach übrigens dagegen, gleich alle Bibliotheken im GA zusammenzulegen: Dann wäre es im Inneren von Etage 1 bis 7 durchgehend eine Bibliothek gewesen. md

Bild: Claudia Tosch im „Glaskasten“ am Eingang der Bibliotheken. Foto: Nelle