Ansprechpartnerin
Judith Ricken
Dezernat 1,
Abteilung 1 Qualitätsmanagement in der Lehre und Gremienunterstützung
UV 3/376
Tel.: +49 (0)234 / 32-23187
E-Mail: judith.ricken@uv.rub.de
Angeklickt
- Bericht "Neue Räume entdecken"
- Bericht "Mädchen im naturwissenschaftlichen Unterricht"
- Bericht "Gelenke Blicke"
- Bericht "Jishu zemi"
- Bericht Schreibgruppen für Nicht-Muttersprachler
- Bericht Geographie-Projekt
- Bericht SOWAS-Praktikum
- Bericht "Das schwierige Gespräch"
Preisträger
Nach intensiver Diskussion hat die Jury am 24.02.09 insgesamt 8 der 21 vorliegenden Vollanträge als lehrreich eingestuft. Dabei war es den Jurymitgliedern besonders wichtig, außergewöhnliche Ideen zu fördern, die Modellcharakter für die Lehre an der Ruhr-Universität haben können. Forschendes Lernen, Praxisorientierung, Interdisziplinarität und Zusammenarbeit sowie Ansätze zur Förderung von Teilhabe sind Kennzeichen der prämierten Projekte.
Das schwierige Gespräch
"Das schwierige Gespräche" ist ein innovatives Lehrprojekt, in dem Lehrmodule zur Gesprächsführung mit Patienten, Angehörigen und den verschiedenen Berufsgruppen innerhalb eines Behandlungsteams entwickelt, durchgeführt und evaluiert werden. Aufbauend auf einem von den Antragstellern initiierten Modellprojekt zur Implementierung von Simulationspatient/inn/en sollen Medizinstudierende in Kleingruppen, die von studentischen Tutor/inn/en moderiert werden, ethische und kommunikative Kompetenzen zur Bewältigung schwieriger Gespräche erwerben. In Ergänzung zur Lehre werden Konzepte zur Prüfung ethischer und kommunikativer Kompetenzen entwickelt und praktisch erprobt. Der Aufbau eines Pools von Simulationspatient/inn/en und studentischen Tutor/inn/en sowie die Erstellung von detaillierten Manualen zur Lehre und Prüfung ethischer und kommunikativer Kompetenzen sind Maßnahmen zur nachhaltigen Implementierung der Lehr- und Prüfungsinhalte und Grundlage für den Transfer des Konzepts in andere Fakultäten.
Antragsteller: Fakultät für Medizin, Abteilung für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin: Dr. Jan Schildmann, cand. med. Britta Heinsohn, cand. med. Julia Hötzel, cand. med. Kija Hoffmann, Hildegard Lieverscheidt, Tim Peters, M.A., Prof. Dr. Herbert Rusche, Prof. Dr. Jochen Vollmann
Ansprechpartner: Dr. Jan Schildmann, Tel.: 0234 / 32-28654
Die Popularisierung von Eugenik und Rassenhygiene, 1920-1950 - Ein interdisziplinäres Ausstellungsprojekt
Das Seminar hat sich die Erstellung einer Ausstellung
zum Thema „Popularisierung von Eugenik und Rassenhygiene, 1920-1950“ zum
Ziel gesetzt. Es vermittelt Studierenden der Medizin, der Geschichtswissenschaft
und anderer Fakultäten (über den Optionalbereich der RUB)
Grundfertigkeiten im Bereich der Ausstellungsplanung, -produktion und
-durchführung. Die Studierenden erwerben darüber hinaus die
für die Erstellung der Ausstellung notwendigen themenbezogenen
Sach- und Methodenkompetenzen. Zu diesem Zweck führt das Seminar
in die Geschichte der Eugenik ein, vermittelt Grundkenntnisse über
Prozesse und Medien der Wissenspopularisierung und Gesundheitsaufklärung
und macht die Studierenden anhand einschlägiger Materialien mit
der Bild- und Filmanalyse vertraut.
Die Lehrveranstaltung findet im Sommersemester 2009 statt. Sie besteht aus einem
semesterbegleitenden zweistündigen Seminar und einer einwöchigen Blockveranstaltung.
Die Veranstaltung fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen
Studierenden und Lehrenden der Medizin und der Geschichtswissenschaft. Sie weist
einen starken Praxisbezug auf und eröffnet den Studierenden durch ihren
projektförmigen Charakter vielfältige anwendungsbezogene Lernmöglichkeiten.
Der Seminarverlauf, die Ausstellungsproduktion und die Ausstellung selbst werden
durch einen Web-Auftritt begleitet.
Die im Seminar produzierte Ausstellung wird von Mitte Januar 2010 an im Malakowturm
Julius Philipp präsentiert und damit in den öffentlichen Raum gestellt.
Antragsteller: Fakultät für Geschichtswissenschaft, Westeuropäische Geschichte: Dr. Christina Benninghaus, Sabrina Eickenbusch, B.A., Anke Humboldt, B.A. Fakultät für Medizin, Medizinhistorische Sammlung und Abteilung für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin: Sophia Falke, cand. med., PD Dr. Stefan Schulz
Ansprechpartnerin: Dr. Christina Benninghaus, Tel.: 0234 / 32-25026
Jishu zemi - freie Seminare an der RUB
Mit unserem Antrag wollen wir die aus Japan adaptierte
Grundidee des freien Seminars (Jishu zemi) einer breiteren Öffentlichkeit
an unserer Universität vorstellen.
Vom Erstsemester über Master und Doktorand/in bis zum/zur Professor/in geht
es beim Jishu zemi um das Lernen durch Bearbieten eigener Projekte bei flacher
Hierarchie im kleinen Kreis. Nachdem zu Semesterbeginn gemeinsam ein übergeordnetes
Thema beschlossen wurde, bilden sich in Eigeninitiative Arbeitsgruppen zu Teilprojekten.
Diskussionen, die regelmäßig in den Sitzungen entstehen, werden durch
eine/n Studierende/n, der/die sich freiwillig verantwort meldet, geleitet. Da
das Konzept semesterüberbreifend angelegt ist, können die älteren
Studierenden die jüngeren hinsichtlich Methodik und Detailwissen unterstützen,
während die jüngeren bisher weniger beachtete Aspekte aufzeigen und
innovative Denkanstöße liefern.
Im Falle einer erfolgreichen Bewerbung im Wettbewerb "lehrreich" würden
wir die Idee des Jishu zemi, nun koordiniert durch drei studentische
Hilfskräfte, systematischer als in den vergangenen vier Semestern erproben,
dies ausführlich dokumentieren und - möglicherweise mit anderen Ideen
aus Japan, einem Land mit über 50-jähriger Erfahrung im BA/MA-System
- der größeren Öffentlichkeit der Ruhr-Universität vorstellen.
Antragsteller: Fakultät für Ostasienwissenschaft: 43 BA-Studierende, drei MA-Studierende, ein Promotionsstudent, zwei wissenschaftliche Mitarbeiter sowie eine Professorin und ein Professor der Sektion en Geschichte Japans sowie Sprache und Literatur Japans
Ansprechpartner: Jan Schmidt, M.A., Tel.: Tel. 0234 / 32-26256
Lerntandems und Projektstudie zur ökologischen Fachplanung
Die Lehridee integriert handlungsorientiertes, kooperatives
Lernen, Projektstudie und Praxisbezug in einer zweisemestrigen Lehrveranstaltung.
Studierende bearbeiten als Auftragnehmer selbständig ein praxisnahes
Projekt aus dem Bereich der ökologischen Fachplanung, Lehrende
begleiten und unterstützen die Projektarbeit und den Lernprozess.
Externe Experten aus der Berufspraxis übernehmen die Rolle des
Auftraggebers, sie diskutieren mit Studierenden, geben Rückmeldung
zu den Arbeitsergebnissen und sorgen damit für einen realitätsnahen
Ansatz. Lerntandems aus Bachelor- und Masterstudierenden erarbeiten
in kooperativen Lerngruppen gemeinsam ökologische Kartierungen,
Präsentationen und Gutachten.
Die Leistungsüberprüfung bezieht sich auf die zu erstellenden Präsentationen
und Gutachten, wird aber zusätzlich wechselseitig kompetenzorientiert gestaltet:
nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Prozess der Ergebniserzielung wird bewertet.
Die Studierenden evaluieren wechselseitig ihre Mitarbeit und Zusammenarbeit in
den Arbeitsgruppen und Lerntandems.
Die Lehrveranstaltung wird durch studentische Kleingruppen evaluiert. Lehrende
erhalten Rückmeldung, was an der Lehrveranstaltung verbessert werden sollte
und wie sie verbessert werden kann.
Die Lehridee umfasst ein zentrales zweisemestriges Projektseminar im Masterstudiengang
und zwei Kooperationsseminare, von denen eines im Bachelorstudiengang im Sommersemester
angeboten wird. Das zentrale Projektseminar ist als Pflicht- bzw. Wahlpflichtmodul
(insgesamt 5 Credit-Points, CP) im Masterstudiengang integriert, die Kooperationsseminare
sind als Wahlpflichtmodule (jeweils 6 CP) im Bachelor- bzw. Masterstudiengang
verankert.
Antragsteller: Geographisches Institut, Fakultät für Geowissenschaften: Joana Jagmann, B.Sc., Lisa Rüdiger, B.Sc., Nils Fonteyne, M.Sc., Simon Wiggen, M.Sc., Dr. Angela Hof, Dipl.-Geogr. Ingo Hetzel
Ansprechpartnerin: Joana Jagmann, Tel.: 0234 / 32-23375
Mädchen im naturwissenschaftlichen Unterricht
Das Modul „Mädchen im naturwissenschaftlichen Unterricht“, das sich insbesondere an Lehramtsstudierende der naturwissenschaftlichen Fakultäten richtet, wird konzipiert, durchgeführt und evaluiert. Hervorzuheben sind die interdisziplinäre Ausrichtung (sowohl unter Beteiligung verschiedener Fakultäten als auch der uniweiten MINT-Schülerinnenprojekte) sowie die Verzahnung von Praxis und Theorie, die den Teilnehmenden eine Möglichkeit zur Überprüfung der Berufswahlentscheidung ermöglicht, sie für Gender-Fragen sensibilisiert und ihre analytischen und reflektierenden Kompetenzen schult.
Antragsteller/innen:
Dezernat 2 (Schülerinnen-Projekte): Dr. Heike Hunneshagen
Fakultät
für Chemie und Biochemie, Didaktik der Chemie: Julia Lorke, M.Ed., Kathrin
Vogler, B.Sc.
Ansprechpartnerin: Dr. Heike Hunneshagen, Tel.: 0234 / 32-27409
Neue Räume an der RUB entdecken
Wir streben eine neue Form einer Lehrveranstaltung
an: eine interdisziplinäre Vorlesung wird mit einem Projektseminar
verknüpft. Dabei möchten wir im Zeitraum eines Semesters
einem bestimmten Thema nachgehen, das wiederum aus Sicht verschiedener
Wissenschaften erklärt und dargelegt werden soll. Titel dieses
Themas ist: Was ist Raum und Zeit?
Die Interdisziplinarität und Vernetzung von Wissen spielt eine immer größere
Rolle. Wir möchten den Grundstein für eine Gesprächskultur legen,
in der systematisch über die Grenzen der eigenen Disziplin hinweg gedacht
wird. Das Campusgelände der Ruhr-Universität bietet die Möglichkeit,
ein solch übergreifendes Projekt zu realisieren. Nicht zuletzt spiegelt
sich dieser Gedanke und Wunsch nach dem Austausch der Wissenschaften im Siegel
mit dem Brüderpaar Prometheus und Epimetheus wider. Die Ruhr-Universität
Bochum zählt damit zu den Hochschulen, in denen sich Wissenschaftler einander
im Gespräch begegnen können. Diese Chance möchten wir nutzen.
Denn der Austausch über die eigene Wissenschaft hinaus bietet das Fundament
für eine kreative Arbeit, die zu neuen Ansichten führen kann. Wir möchten
mögliche eingefahrene Denkmuster aufbrechen und die Methoden und Sichtweisen
der jeweils "fremden" Wissenschaft nahe bringen.
Antragsteller: Pascal Scheffels, Student der Physik, beteiligt: Fakultät für Physik (Prof. Dr. Priemer), Institut für Philosophie (Prof. Dr. Pulte), Fakultät für evangelische Theologie (Dr. Waltemathe), Fakultät für Mathematik, Institut für Geographie (Prof. Dr. Jürgens), Fakultät für katholische Theologie (Prof. Dr. Dr. Tapp)
Ansprechpartner: Pascal Scheffels, Tel.: 0234 / 32-23537
Schreibgruppen für internationale Studierende
Die Lehridee sieht vor, Schreibgruppen für Studierende aus unterschiedlichen Ländern und Fächern zu etablieren, die sich langfristig kontinuierlich gegenseitig bei ihren Schreibprojekten und in ihrer Schreibentwicklung unterstützen und die in einem möglichst hohen Maß selbsttätig arbeiten. Die Schreibgruppen sollen sich möglichst bereits in den ersten Studiensemestern bilden und nach der Startphase weitgehend autonom arbeiten. Falls sich in der Pilotphase herausstellen sollte, dass eine längerfristige Anleitung der Schreibgruppen notwendig ist, sollen Tutor/inn/en des Schreibzentrums dazu weiterqualifiziert werden, die Leitung der Schreibgruppen zu übernehmen. Ein wichtiger Schritt innerhalb der Lehridee ist es, die Studierenden der Zielgruppe zu erreichen und für die Arbeit in den Schreibgruppen zu gewinnen.
Antragsteller/innen: Schreibzentrum: Dr. Ulrike Lange & Gabriela Ruhmann als Mitarbeiterinnen, Rafail Mahmudov, Olga Sheina, Anna Groß-Bölting, Janine Winkler, Sandra Hiller, Sandra Piel, Jaqueline Thissen, Mark Schmitt und Fabian Sietz als Studierende
Ansprechpartnerin: Gabriela Ruhmann, Tel.: 0234 / 32-8646
SOWAS-Fortgeschrittenenpraktikum in der Physik
Das Konzept "Selbst Organisiertes Wissenschaftliches Arbeiten im Studium" (SOWAS) soll die Ausbildung in der Physik im Rahmen der Praktika verbessern. Im Gegensatz zum üblichen Praktikum erhalten Studierende die Freiheit, mit Eigeninitiative und Kreativität Praktikumsversuche selbstständig zu planen und durchzuführen. Dies erhöht die Motivation sowohl der Lernenden, als auch der Betreuer/innen, da sich bei der Durchführung unterschiedliche Problemstellungen ergeben, die denen im späteren Forschungsalltag ähneln. Während die Umsetzung der Grundpraktika bereits erfolgreich durchgeführt wurde, ist die Anpassung der Fortgeschrittenenpraktika bedingt durch die aufwändigeren Experimentierbedingungen schwieriger. In einer ersten Testphase wurde schon die Umsetzung in der experimentellen Plasmaphysik erprobt. Aufbauend auf die dort gewonnenen Erfahrungen sollen im Rahmen dieses Antrages nun SOWAS-Fortgeschrittenen-Praktika und evtl. neue ergänzende Experimente aufgebaut werden. Der wesentliche Aspekt der Umsetzung ist jedoch die Erarbeitung einer geeigneten Dokumentation, die selbstständiges Arbeiten mit relativ komplexen Versuchsaufbauten überhaupt erst ermöglicht.
Antragsteller/innen: Fakultät für Physik: Anna Asbeck, Stud. Physik, Alexander Schneider, Stud. Physik, Prof. Dr. Achim von Keudell, Dr. Ivonne Möller, Prof. Dr. Ralf-Jürgen Dettmar, Prof. Dr. Eckhard Hofmann, Dr. Gerhard Reicherz, Prof. Dr. Andreas Wieck
Ansprechpartnerin: Anna Asbeck, Dr. Ivonne Möller, Tel. 0234 / 32-29105