Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Uta Wilkens
Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien
Tel. +49 (0) 234 / 32-24745
E-Mail: prorektor-lehre@rub.de

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Forschendes Lernen - die Gewinner

Als Anwalt auf internationalem Parkett

Das Projekt International Law & Moot Court 2.0 soll die Neugier von Studierenden auf internationales Recht wecken. Vorbild ist der Philip C. Jessup International Moot Court, der größte und älteste weltweite studentische Wettbewerb auf dem Gebiet des internationalen Rechts, an dem RUB-Studierende regelmäßig teilnehmen. Zurzeit nehmen etwa 1.600 Studentinnen und Studenten von über 500 Universitäten aus etwa 80 Ländern teil. Die Teilnehmer schlüpfen in einer halbjährigen Simulationsübung in die Rolle der Anwälte und erforschen Fragestellungen des internationalen Rechts im Interesse eines fiktiven Staates. Eine besondere Herausforderung ist dabei, dass der gesamte Ablauf in englischer Sprache stattfindet.
Das RUB-Projekt wird um eine Vorbereitungsphase ergänzt, die sich an Studierende im Hauptstudium richtet. Dazu gehört unter anderem ein Bewerbungstraining, das die Juristische Fakultät in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Psychologie erarbeitet. Da das Anforderungsprofil für junge Mitarbeiter bei Internationalen Organisationen ähnlich ist wie für den Moot Court, gibt es einen direkten Arbeitsmarktbezug. Darüber hinaus erhöht sich der Praxisbezug dadurch, dass eine Kanzlei von Rechtsanwälten und Notaren aus Essen in die Auswahl und die Betreuung eingebunden wird.

 

„König David ̵ Fact or Fiction?“

Gemeinsam mit der Universität Pretoria/Südafrika bietet die RUB-Theologie ein virtuelles Forschungsseminar zur Geschichte Israels an. Zunächst erwerben die Studierenden - elektronisch unterstützt – grundlegendes Methodenwissen zur Geschichte Israels. Darauf aufbauend sollen sie unter dem Titel „König David – Fact or Fiction?“ selbstständig ein eigenes Forschungsprojekt erarbeiten. Die beiden Seminarphasen laufen in Bochum und Pretoria zunächst parallel und unabhängig voneinander ab. Erst in einer dritten Phase wird der Austausch zwischen Bochum und Pretoria forciert, indem die deutschen und südafrikanischen Studierendengruppen jeweils zwei Experteninterviews mit Prof. Christan Frevel (Bochum) und Prof. Dirk Human (Pretoria) als etablierten Forschern im Bereich der Geschichte Israels führen. Im Anschluss an diese Expertengespräche folgt dann die Ergebnispräsentation der deutschen und südafrikanischen Studierenden im Gesamtplenum. Der Austausch wird mit einer gemeinsamen Abschlussrunde beendet, in der die gegenseitige Reflexion der Forschungsergebnisse wie auch die gewählte Methodik/Herangehensweise thematisiert werden.

GeoLoge

Fachartikel und Rezensionen in wissenschaftlichen Organen zu publizieren ist in aller Regel denen vorbehalten, die bereits promoviert, habilitiert oder zumindest auf dem Weg dorthin sind. In der GeoLoge der Fakultät für Geowissenschaften können Studierende, die besonders gute Bachelor-, Master- oder andere Studien(abschluss)arbeiten verfasst haben, ihre Werke jetzt als Fachartikel nach wissenschaftlicher Anforderung in einer geographischen Onlinezeitschrift veröffentlichen.

PhiloKompakt

Im Projekt PhiloKompakt werden im Wintersemester 2010/11 fortgeschrittene Bachelorstudierende der Philosophie zu ausgewählten Themen mehrtägige Kompaktveranstaltungen planen und durchführen. Mentoren aus dem Kreis der Lehrenden stehen ihnen dabei beratend zur Seite. Zusätzlich sollen ausgewiesene Spezialisten vom RUB-Campus sowie von auswärts eingeladen werden, und neue Formen der Vermittlung wie Streitgespräch, Interview, Poster-Präsentation, zum Einsatz kommen.

Forschen studieren und international studieren im Optionalbereich

Forschen und international studieren werden die Teilnehmer eines „Intensive Track“ im Optionalbereich während des 2-Fach-Bachelor-Studiums. Überfachliche Schlüsselqualifikationen sollen durch die langfristige und intensive Arbeit an einem Projekt vermittelt werden, und das ohne Beeinträchtigung der bewährten Studienstruktur. Im Vordergrund steht nicht die Vertiefung oder Erweiterung der Grundlagenausbildung im Fach, sondern die Entwicklung von übergreifenden, methodischen, kommunikativen und persönlichen Kompetenzen, die Studierenden für ihre weitere berufliche und persönliche Entwicklung nützen können. Der Optionalbereich erhält damit eine neue Kontur: Die Module des „Intensive Track“ umfassen ein gesamtes Semesters und integrieren Teile des Optionalbereichs, die bisher nur unabhängig voneinander studiert werden konnten. Gefördert werden Teilprojekte für die nächsten zwei Jahre.

MP2: Mathe/Plus/Praxis

Schwund- und Abbruchquoten in ingenieurwissenschaftlichen Fächern senken soll Mathe/Plus/Praxis, ein vom Stifterverband gefördertes Projekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren. In zwei Modellansätzen werden die Mitarbeiter der Fakultät für Mathematik den Studierenden des Maschinenbaus schon früh im ersten und zweiten Semester in Mathe entweder eine intensive strukturierte Betreuung (Mathe/Plus) oder ein Praxisprojekt (MathePraxis) anbieten. Studierende, die mit Lücken in Mathe an die RUB kommen, sollen so aufschließen, Studierende, die zwar gute Grundkenntnisse haben, denen aber die Motivation fehlt, sollen anhand von praktischen Problemen erkennen, wofür Mathe gut ist. Um mehr Studierenden die Teilnahme an Mathe/Praxis zu ermöglichen, erhält die Fakultät für Mathematik zusätzliche Mittel aus dem Förderprogramm.

ViChemLab

Praktische Laborerfahrung in englischer Sprache bietet das ViChemLab als zusätzliches Angebot der Bachelor-Studiengänge Maschinenbau, Sales Engineering and Product Management und Umwelttechnik & Ressourcenmanagement an der Fakultät Maschinenbau. Der Lehrstuhl für Fluidverfahrenstechnik baut eine Internetplattform für virtuelle verfahrenstechnische Versuche auf. Die Studierenden wählen dann selbst die Versuchsstrategie, stellen die Parameter auf der Plattform ein und verfolgen nicht nur „live“, wie sich die Messwerte verändern, sondern beobachten auch direkt die Anlage über eingespielte Videosequenzen. Alle Einstellungen und Messergebnisse stehen im Anschluss für die Auswertung in Form von Messprotokollen zur Verfügung.

Forschend studieren in der Sportwissenschaft

Die Forschungsanteile verschiedener Seminare des Bachelor-Studiums Sportwissenschaft zu bündeln und didaktisch neu zu konzipieren ist Ausgangspunkt eines neuen, intensiven Forschungsmoduls. Die Teilnehmer bearbeiten dabei selbst ausgewählte Themenfelder. Sie entwerfen eigene Projektideen und entwickeln sie weiter bis zur fertigen Publikation oder Präsentation und bis zum Projekt für das sportwissenschaftliche Schülerlabor. Die thematische Erarbeitung erfolgt überwiegend in Kleingruppen, die von fortgeschrittenen Masterstudierenden und Doktoranden betreut werden. Höhepunkt ist die Teilnahme an einem internationalen Fachkongress. Das Projekt beginnt im kommenden Wintersemester und läuft 18 Monate.

Komparatistik Selbstlerninstrument Vorlesung

Die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft wird die „Einführung in die Komparatistik“ in ein modulares und interaktives Lehr-/Lernmodell verwandeln. An die Stelle einer bisher vierstündigen Präsenzveranstaltung tritt ein modulares Konzept mit zwei Komponenten: Eine Vorlesungsreihe, in der das fachliche Grundwissen komprimiert und didaktisch innovativ vermittelt wird, dient als Selbstlerninstrument. Das theoretische Wissen vertiefen die Studierenden in einer propädeutischen Übung, wo sie es in erste wissenschaftliche Erfahrungen umsetzen. Start soll im Wintersemester 2011/12 sein.

Pionierarbeit im Stadtarchiv

Studierende der Klassischen Philologie und Geschichte haben im Stadt- und Vestischen Archiv Recklinghausen im Wintersemester Gelegenheit, echte Pionierarbeit zu leisten. Gegenstand der Untersuchungen wird das Konventsbuch des ehemaligen Franziskanerklosters Recklinghausen sein. Nach seiner Renovierung 2007 wurden die ersten Seiten des Kodex übersetzt – sie zeigte, wie wichtig seine vollständige Erschließung für die Stadt-, Religions- und auch Schulgeschichte des Vests Recklinghausens als früheren Teils des Erzbistums Köln im 17. und 18. Jahrhunderts wäre.
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, die Studierenden zunächst in die Paläographie einzuführen und dann gemeinsam mit ihnen die Transkription und Übersetzung der im Kodex enthaltenen Texte voranzutreiben. Eine Publikation der Ergebnisse wird nicht nur den Studierenden für die weitere berufliche Karriere wichtige Kompetenzen vermitteln, sondern auch helfen, der regionalen Geschichtsforschung wichtige Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen.

Empirische Methoden in der Sprachwissenschaft – EMiS

„Das war aber lecker gewesen!“ – solche sog. Kopula-Prädikativ-Konstruktionen hat es in den 1970er Jahren noch nicht gegeben – in den 1990ern schossen sie ins Kraut. Diese und viele weitere neue Erkenntnisse gewinnt, wer in der germanistischen Linguistik empirisch forscht. Allerdings kommt man dabei um empirische Methoden nicht herum. Besonders im Hinblick auf eventuelle Masterarbeiten und Dissertationen brauchen Studierende das methodische Handwerkszeug. Im Projekt EMiS sollen Germanistik-Studierende kleine Forschungsprojkete ohne Bindung an ein regelmäßig stattfindendes Seminar bearbeiten. 1 bis 4 Credit Points gibt es dafür – und natürlich methodisches Know-How und andere Schlüsselkompetenzen. Wer mitmacht, kann aus einem Pool von Methoden und Themen nach eigenem Gusto wählen und stufenweise eigenständig ein empirisches Arbeitsprojekt planen und realisieren.

Verschiedene Deutungen von Texten zulassen

Die evangelisch-theologische Fakultät plant ein exegetisches Seminar, konzipiert als Blended Learning Veranstaltung, dessen Kernstück eine Wiki-Plattform als Werkzeug zur gemeinsamen Textkommentierung ist. Die Studierenden sollen nicht - wie es lange Tradition war - die "eine" Bedeutung eines Textes suchen, sondern verschiedene Perspektiven und Deutungen zulassen und diskutieren. Die Teilnahme an einer „Gelehrtenwerkstatt“ bedeutet, von Lernenden immer mehr zu aktiv Mitgestaltenden zu werden und Texte des Neuen Testaments multiperspektivisch und dialogisch zu kommentieren. Das Projekt zur Entwicklung dieser innovativen Lehr-/Lernform ist auf knapp drei Jahre angelegt. Ziel ist es, eine ausgereifte Wiki-Plattform zur Kommentierung der neutestamentlichen Texte und ein fachlich fundiertes didaktisches Konzept auszuarbeiten sowie die Lehrinnovation zu implementieren und zu verstetigen.

Originalquellen studieren - in London

Hausarbeiten verlangen Studierenden komplexe Lernleistungen ab, zu denen die Entwicklung einer eigenen historischen Fragestellung ebenso gehört, wie die selbständige Auseinandersetzung mit der Sekundärliteratur und häufig auch die Analyse von historischen Primärquellen. Erhebliche Schwierigkeiten ergeben sich jedoch, wenn Studierende sich mit außer-deutscher Geschichte beschäftigen (sollen). Fehlende Sprachkenntnisse, unzureichendes Kontextwissen und die deutlich erschwerte Zugänglichkeit von Forschungsliteratur und Quellenmaterialien machen die selbständige Bearbeitung von historischen Themen für die europäische und außereuropäische Geschichte schwierig, ja bisweilen unmöglich. Das in der Fakultät für Geschichte geplante Seminar trägt diesem Problem Rechnung. Es eröffnet Studierenden im zweiten Studienjahr die Möglichkeit, englische Quellen zur Globalgeschichte – einem zur Zeit stark expandierende Forschungsfeld – zu untersuchen. Zu diesem Zweck schließt sich an die Vorlesungszeit ein achttägiger Forschungsaufenthalt in London an, der der Arbeit in Archiven und Museen dient.

Bericht in "Neues Lernen", Seite 4 [pdf]

Vom Manuskript zum Buch

Das Projekt gibt Studierenden die Möglichkeit , an unveröffentlichten Quellen zu forschen. Dabei stehen zunächst editionsphilologische, im Folgenden
auch berufspraktische Erfahrungen im Mittelpunkt. Kern des Projektseminars ist eine Exkursion ins Deutsche Literaturarchiv nach Marbach. Dort erheben und erfassen die Studierenden unveröffentlichte literarische oder dokumentarische Quellen, die anschließend nach editionsphilologischen Kriterien aufbereitet und veröffentlicht oder zum Gegenstand einer literaturwissenschaftlichen
Dokumentation werden. Die Studierenden erhalten so Einblick in einen grundlegenden Zweig literaturwissenschaftlicher Arbeit, der ihnen sonst während ihres Studiums weitgehend verschlossen bleibt, und sammeln darüber hinaus Erfahrungen mit Dokumentations-, Bearbeitungs- und Veröffentlichungsprozessen, die für das Berufsleben z. B. in einem Verlag, einem Archiv oder der Universität von zentraler Bedeutung sind.

"Sonderlehrbereiche" als Keimzellen für Ideen

Gute Ideen entstehen oft im informellen Austausch unter Studierenden und/oder
Lehrenden. Viele gute Ideen, die sich auch dazu eignen würden, große Forschungsprojekte wie Sonderforschungsbereiche zu beantragen, können aber
meist nicht in einer kleineren Umgebung „ausprobiert“ werden. Die Fakultät für Ostasienwissenschaft schafft nun mit "Sonderlehrbereichen" die Möglichkeit, dass einzelne Lehrende sich mit interessierten Studierenden absprechen und etwa über den Zeitraum von zwei Semestern – nach Möglichkeit fakultätsübergreifend – ihre Lehrveranstaltungen inhaltlich aufeinander abstimmen. Sie können z.B. die vorlesungsfreie Zeit nutzen, um in einem Workshop, einer kleinen Tagung, einer Exkursion oder Ausstellung den Inhalt zu vertiefen. So sollen zeitlich begrenzte "Ministudiengänge" entstehen, die Studierenden eigene Schwerpunktsetzungen erlauben. Solche Sonderlehrbereiche könnten nach z.B. einem Jahr abgeschlossen sein, oder Auftakt zu größeren Projekten werden.

Einen interdisziplinären Workshop organsieren

Gemeinsam mit den Teilnehmern des Seminars „John Rawls. Politischer Liberalismus“ soll am Ende des Wintersemester 2011/12 ein zweitägiger, interdisziplinärer Workshop durchgeführt werden. Thema sind aktuelle Forschungspositionen zu John Rawls’ Konzeption des Politischen
Liberalismus. Im Rahmen des Seminars beschäftigen sich die Studierenden zunächst mit ausgewählten Textstellen aus den wichtigsten Werken von John Rawls . Anschließend werden aktuelle Forschungspositionen erarbeitet, um diese abschließend im Rahmen des Workshops mit externen Gästen zu diskutieren. Die Studierenden sind an der Konzeption und Durchführung des Workshops beteiligt, können so Erfahrung im Wissenschaftsmanagement sammeln und eigene Beiträge einbringen. Dazu gibt es eine ausführliche gemeinsame Vorbereitung , um Arbeitstechniken zur aktiven Teilnahme an wissenschaftlichen Workshops und Tagungen einzuüben.

Kinder wissenschaftlich fundiert früh fördern

Um den vierten Geburtstag herum entwickeln Kinder die Fähigkeit, die Sichtweise einer anderen Person zu begreifen, auch wenn die eigene Sichtweise eine andere ist. Verzögert sich die Entwicklung dieser Perspektivübernahme, kann es zu Konflikten kommen, möglicherweise sogar zu psychischen Störungen. Ein frühes, spielerisches Training kann sinnvoll sein, um die Fähigkeit zur Perspektivübernahme zu fördern. Da eine wissenschaftlich fundierte Frühförderung ebenso notwendig wie selten ist, sollen die Studierenden im Seminar grundlegende Fähigkeiten erwerben, den Entwicklungsstand der Kinder in einem Bereich zu testen, zu trainieren und zu testen, ob das Training erfolgreich war. Im ersten Abschnitt des Seminars erarbeiten die Studenten die theoretischen Grundlagen. Im zweiten Teil entwickeln sie eine Forschungsfrage und ein Studiendesign. Im dritten Teil wird die Durchführung der Tests und des Trainings geübt. Im vierten Teil führen die Studierenden das Training mit Kindern im Vorschulalter durch. Dazu werden Bochumer Kinder mit ihren Eltern zu einem Besuch an die Ruhr-Universität eingeladen.

Gegen Vorurteile bei Grundschülern

Ein weiteres Seminar in der Psychologie widmet sich der Vermeidung von Vorurteilen bei Grundschülern. Nach einer eingehenden Literaturrecherche entwickeln die Studierenden Module zur Antidiskriminierung. Im Anschluss daran werden die Module in der Praxis erprobt und schließlich gemäß wissenschaftlichen Standards evaluiert. Kleingruppen setzen sich jeweils mit einem spezifischen Typ von Vorurteilen auseinander, wie z.B. Vorurteile gegenüber fremden Kulturen, gegenüber Männer und Frauen, gegenüber Übergewichtigen Personen oder Personen bestimmter Altersgruppen. Ziel des Seminars ist die Konzeption der Module sowie ihre empirische Evaluation. Das Seminarkonzept zielt darauf ab, den Studierenden fachliche Kompetenzen, interdisziplinäre Fähigkeiten, Selbstständigkeit, wissenschaftliches Arbeiten, Gemeinschaftlichkeit und Präsentation zu vermitteln.

Bauplanung – transparent und realistisch

Interaktiv und multimedial sollen Studierende der Bau- und Umweltingenieurwissenschaften an einem realitätsnahen Projekt die Grundlagen des Baubetriebs und der Bauverfahrenstechnik lernen. Das Projekt behandelt die Planung für ein Bauwerk des Infrastrukturbaus, welches zum Beispiel an das Entwicklungsprogramm „Campus der Zukunft“ der Ruhr-Universität angelehnt werden könnte, und schließt mit der Vergabe des Bauauftrags ab. Die Studierenden nehmen in dem Projekt in Gruppen verschiedene Positionen der an der Planung Beteiligten ein. Dabei fließen wissenschaftliche Methoden aus den Forschungsschwerpunkten des baubetrieblichen Prozessmanagements, der Entscheidungstheorien im Infrastrukturbau, der Risikomodellierung und der Lebenszykluskostenanalyse ein, die für eine transparente Gestaltung eines Projektes gegenüber verschiedenen Projektparteien und der Öffentlichkeit eingesetzt werden sollen.

Originalquellen: Geschichte des Katholizismus im Ruhrgebiet

Studierende der Katholischen Theologie sollen den selbstständigen Umgang mit Quellen zum Ruhrgebietskatholizismus erproben. Die zu untersuchenden Quellen sind dabei noch nicht im Forschungsdiskurs bekannt und liegen noch nicht editiert, sondern nur im Original vor. Nach einer Einführung bilden die Studierenden Kleingruppen, um einen Quellenbestand (Akten, Protokollbuch etc.) auf eine gemeinsam mit den Dozenten entwickelte historische Frage hin zu analysieren. Dazu besuchen sie Archive entweder auf Pfarrei- oder Bistumsebene. Am Ende des Semesters werden die einzelnen Teams in einer abschließenden Blockphase dem Seminar ihre Antworten präsentieren.

Forschung im sportlichen Alltag

Studierende der Sportwissenschaft erforschen Phänomene der Sportpädagogik und -didaktik in alltäglichen Situationen, z.B. auf Spielplätzen, in Sportvereinen und Fitnessstudios. Im Mittelpunkt können etwa das Verhältnis zwischen Trainer und Athlet, Einstiegsrituale, kooperative Lernformen und Kommunikationsmuster sein. Nach einem einführenden Workshop startet die Forschungsphase, in der die Teilnehmer eigene Fragen verfolgen. Im Anschluss gibt es noch einen Workshop zur Präsentation und Diskussion der Ergebnisse. Nach der Vorstellung im kleinen Kreis können die Ergebnisse auch einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden.

Pilot-Sonderlern- und Lehrbereich „MittelalterRealitäten“

Der Sonderlern- und Lehrbereich MittelalterRealitäten in der Ostasienwissenschaft bietet Bachelor-Studierenden die Möglichkeit, den Besuch der öffentlichen Ringvorlesung zum Thema mit einem Seminar im Wintersemester 2012/13 zu einem Modul zu verbinden. Ergebnis soll unter anderem eine Ausstellung im Winter 2012 sein. Die Studierenden lernen das Wissenschaftsmanagement kennen und erhalten in einem Blockseminar eine ausführliche Schulung in Museums- und Ausstellungsdidaktik. Außerdem sollen sie einen großen Workshop im Februar oder März 2013 organisieren, der die inhaltlichen Ergebnisse des einjährigen Projekts bündeln und zudem das Konzept der Sonderlern- und Lehrbereichs reflektieren helfen soll.

eLearning-Kurs Ostasien und die neue Weltordnung

Die Finanzkrise seit 2008 beschleunigt den politischen und wirtschaftlichen Aufstieg Ostasiens. Das bedeutet viele neue Fragen für die sozialwissenschaftliche Forschung und die Lehre. Daher plant die Sektion Politik Ostasiens der Fakultät für Ostasienwissenschaften ein Projektseminar in enger Kooperation von Lehrenden und Studierenden der RUB mit Partnern in der Volksrepublik China (Fudan Universität Shanghai) und in Irland (University College Cork). eLearning-Plattformen sollen für die internationale Zusammenarbeit genutzt und die Forschung und Lehre zum Themenbereich „Ostasien und die neue Weltordnung“ integriert werden. Als Ergebnis entsteht ein eLearninggestützter wiederverwendbarer Modellkurs für das Modul „Länderübergreifende Politikanalyse Ostasiens (LPO)“ im B.A.-Studiengang „Wirtschaft und Politik Ostasiens“.
Die Studierenden nehmen dabei an aktuellen Forschungsprojekten der Sektion Politik Ostasiens teil. Sie können aktiv und selbstorganisiert eigene Forschungsinteressen entwickeln und in Kooperation mit Studierenden und Lehrenden ausländischer Partneruniversitäten verfolgen. Außerdem erarbeiten sie das Gerüst für einen eLearning-gestützten Modellkurs, der in Zukunft in Kooperation mit Partneruniversitäten in Europa und Ostasien regelmäßig wiederholt werden soll.

Botanik für alle

Der Botanische Garten gehört zu den schönsten Orten an der RUB. Man kann dort allerdings nicht nur prima entspannen, sondern auch viel lernen. Damit das demnächst noch einfacher wird, werden Studierende des Master of Education einen mehrsprachigen Audioguide entwickeln, der per Smartphone über QR-Codes abrufbar ist.
Das System soll Besucher des Gartens – Spaziergänger und auch Biologiestudierenden – dazu animieren, auch selbst die Besonderheiten der Pflanzen in Augenschein zu nehmen. Für die Studierenden, die den Audioguide entwickeln, zunächst auf Deutsch und Englisch, ist das Projekt auch hilfreich, um sich das Englische als Wissenschaftssprache früh anzueignen.

LogING – Logistik in der Energie- und Verfahrenstechnik

Mehr Praxisbezug ins ingenieurwissenschaftliche Studium zu bringen, ist Ziel des Projekts LogING: In interdisziplinärer und internationaler Zusammenarbeit entwickeln Studierende der Studiengänge Maschinenbau, Umwelttechnik- und Ressourcenmanagement und Sales Engineering and Product Management jeweils mit Vertiefungsrichtung Energie- und Verfahrenstechnik (RUB) zusammen mit Studierenden aus den Bereichen Produktionsmanagement und Logistik (TU Dortmund und University of Novi Sad) ein konkretes Produktions- und Logistikkonzept: Die Studierenden des Produktionsmanagements und der Logistik geben ihren Erfahrungsschatz dabei an die Studierenden der Verfahrenstechnik weiter. Die wiederum legen die Prozesse und Anlagen auf dieser Grundlage aus und geben Basisparameter, z.B. in Form von Durchlaufzeiten und Prozessführungsgrenzen, wiederum an die Studierenden der Produktion und Logistik zurück. Diese entwickeln schließlich die passende Intralogistik, sowie ein Standort- und Produktionsnetzwerkkonzept. So findet eine ständige Kommunikation zwischen den Fachgruppen statt, auch per Videokonferenz, ganz so wie im Ingenieur-Alltag häufig üblich.

SonderLern-&Lehrbereich Social Media

In einem neuen SonderLern-&Lehrbereich (SLB) sollen Studierende und Lehrende der Medienwissenschaft und anderer Fächer gemeinsam den mit sozialen Medien und Netzwerken verbundenen großen Transformationsraum ausloten und bearbeiten – sie sollen beispielsweise der allgemeinen Ökologie, der Politik, dem Ästhetischen und Dokumentarischen sozialer Medien und Netzwerke nachgehen, nach dem damit verbundenen neuen Geist und nach dem neuen Sozialen fragen, die damit verbundene Wandlung psychischer und kollektiver Individuationsprozesse problematisieren, die Vorgeschichte elektronischen Lernens wie die Frage nach digitaler Kompetenz erörtern, die transdisziplinäre Geschichte des Netzwerkdenkens erarbeiten, zur Kontrastierung die Nutzung von sozialen Netzwerken in nicht-industrialisierten Ländern studieren oder selbst mit sozialen Medien und Netzwerken experimentieren.

Projekte gegen Rassismus und Homophobie

Die zweisemestrige Lehrveranstaltung „Vielfalt fördern!“ der Gender Studies wird als Pflichtveranstaltung angeboten – sie kostet Studierende in der Masterphase also keine zusätzliche Zeit. Die Studierenden werden in Zusammenarbeit mit dem VfL Bochum Forschungsprojekte entwickeln und durchführen, die die Implementierung und Wirksamkeit von Diversity-Konzepten im Sport untersuchen. Themen können z.B. antirassistische Fanarbeit, spezifische Programme für Mädchen oder Projekte gegen Homophobie sein. Dazu wird ein Projektbeirat eingerichtet, der aus Studierenden, Lehrenden und Vertretern des VfL Bochum besteht und die Lehrveranstaltung inhaltlich und organisatorisch berät. Im Projekt können die Studierenden ihr theoretisches Wissen aus dem Studium praktisch anwenden und vertiefen und gewinnen so Erfahrungen fürs Berufsleben.

Originalhandschriften entziffern, Buchschmuck interpretieren

Der Umgang mit Originalhandschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit kommt im Studium oft zu kurz – der wissenschaftliche Nachwuchs kann die Buchstabenformen nicht mehr zeitlich und regional zuordnen, Buchschmuck nicht mehr interpretieren und somit auch wissenschaftliche Thesen nicht mehr am Original prüfen oder neue Quellen für die historische Forschung erschließen. Die Bochumer Historiker wollen das ändern: In der Handschriftenabteilung der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel werden sie gemeinsam mit Kollegen und Kommilitonen aus Bayreuth gemeinsam an Originaltexten arbeiten. Workshops und Treffen sind eingebettet in ein insgesamt einjähriges Lehrprogramm mit Seminaren und Übungen – eine seltene Gelegenheit für Geschichtsstudierende, am authentischen Objekt zu arbeiten.

Hinter die Kulissen von Organisationen blicken

Bachelor- und Masterstudierende arbeiten in der Organisationssoziologie zusammen und profitieren davon gleichermaßen. Neben dem Erwerb von grundsätzlichem Wissen zu dem Themenfeld und den dafür bedeutenden Methoden der Sozialwissenschaften wird es auch einen Feldforschungsanteil geben. Die Bachelor-Studierenden schwärmen aus in Institutionen wie Unternehmen oder auch Migrantenorganisationen und führen dort Befragungen und Interviews durch, um eigene Forschungsfragen zu beantworten. Die Masterstudierenden fungieren dabei als Tutoren, die aus dieser Erfahrung das Lehren lernen. Die Ergebnisse des Projekts werden in Posterform präsentiert – ganz wie im echten Leben eines Wissenschaftlers.