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All-Inclusive Beratung

Das Mentorenprogramm der Wirtschaftswissenschaften

Logo MentorenprogrammGanzheitliche Unterstützung bei allen Belangen, die das Studium betreffen: das bietet das Mentorenprogramm der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Im Sommersemester 2007 mit Hilfe von Studienbeiträgen ins Leben gerufen, nutzen immer mehr Studierende dieses Angebot einer umfassenden Betreuung. Die Mentoren und Mentorinnen sind in der Regel wissenschaftliche Mitarbeiter an den Lehrstühlen der Fakultät, die ihre „Mentees“ in Gruppen von ca. 20 Studierenden per Zufallsprinzip zu deren Studienbeginn zugeteilt bekommen. Jeder Studierende hat so von Studienbeginn an einen festen Ansprechpartner, der ihn sein komplettes Studium hindurch begleitet.

André SchmidtDieses Angebot der Fakultät ist freiwillig, und deshalb ist es anfangs nicht immer leicht die Erstsemester mit den Mentoren zusammenzubringen. André Schmidt, Mentor am Lehrstuhl für Unternehmensrechnung, hat festgestellt, dass das direkte Zugehen auf die Erstsemester am besten funktioniert. „In diesem Semester waren wir schon bei der Einführungsveranstaltung dabei. Da konnten die Erstsemester uns und unsere Arbeit direkt kennenlernen. Ich glaube, dass so erste Berührungsängste abgebaut werden können“, erklärt Schmidt. Oliver Müller, Mentor am Lehrstuhl für Finanzierung und Kreditwirtschaft, hat andere Erfahrungen gemacht. Die Teilnehmerzahl seiner Mentorengruppe war größer, als er die Mentees nicht bei der Einführungsveranstaltung direkt, sonder per E-Mail ansprach. „Ich denke, viele Studierende dachten sich nach unserer öffentlichen Ansprache auf der Erstiveranstaltung: Gut, jetzt hab ich den einmal gesehen, dann muss ich da jetzt auch so schnell nicht mehr hingehen“. Dabei ist besonders die erste Sitzung der Mentorengruppe wichtig, denn hier lernen sich Mentor und Mentee kennen, hier bekommen die Studierenden Tipps und Tricks zum Studienbeginn und zur Studienverlaufsplanung.

Das Programm wird seit seiner Einführung von immer mehr Studierenden genutzt. Die Themen, die die Mentoren mit ihren Mentees auf den mindestens einmal im Semester stattfindenden Treffen besprechen, sind sehr vielfältig. Die Mentoren achten besonders darauf, dass die Studierenden ihren Verlaufsplan einhalten. „Wir möchten, dass die Studierenden möglichst zügig durch ihr Studium kommen. Darum wird bei den Treffen dann geschaut, ob sie alle ihre Ziele für das jeweilige Semester erreicht haben. Wenn dies nicht der Fall ist, gucken wir, woran das liegen könnte“, erklärt Oliver Müller. Nachvollzogen werden die Leistungen mit einem speziell für das Mentorenprogramm angefertigten Kontrollblatt zur Semesterplanung. So können der Fortschritt und die Leistung der Studierenden analysiert und gegebenenfalls optimiert werden.

Oliver MüllerDie Studierenden können sich aber auch mit anderen Fragen an ihre Mentoren wenden. Viele Fragen kommen zum Beispiel zur Spezialisierung in den höheren Semestern: Welche Fächer passen am besten zusammen? In welcher Phase soll man die Abschlussarbeit beginnen? Aber auch Fragen zu außeruniversitären Angelegenheiten können die Mentees ihren Ansprechpartnern stellen. „Besonders Erstis, die nicht aus der Region kommen, stellen auch schon mal Fragen zu außeruniversitären Aktivitäten. Und natürlich versuchen wir auch da zu helfen. Wir sind eben Ansprechpartner in allen Lagen“ erklärt André Schmidt.

Das Mentorenprogramm wurde nach angelsächsischem Vorbild aufgebaut. Dort ist das Programm allerdings verpflichtend für alle Studierenden. „Bei uns ist es mehr als Service für die Studierenden gedacht“, so Schmidt. Oliver Müller betont aber auch das Interesse der Fakultät an diesem System. „Uni-Rankings in einschlägigen Zeitschriften haben gezeigt, dass die Betreuungssituation an vielen Universitäten nicht gut ist. Dagegen wollen wir angehen. Zum einen im Interesse der Studierenden, zum anderen aber auch im Interesse der Fakultät. Denn je mehr Abschlüsse die Fakultät vorweist desto mehr finanzielle Mittel bekommen wir zur Verfügung gestellt, um das Angebot für die Studierenden noch weiter auszubauen,“ erklärt Müller. Katja Bischof