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Immer ein offenes Ohr

Der VSPL-Beauftragte am Institut für Philosophie

VSPL -  das System zur Verwaltung von Studien- und Prüfungsleistungen wird seit ein paar Jahren an den meisten Fakultäten der RUB eingesetzt. Anmeldungen zu Kursen, Zusammenrechnung von Modulen, das Abfragen von Noten – das System soll die Organisation des eigenen Studiums erleichtern und komfortabler machen. Vorbei sind die Zeiten, in denen man jedem einzelnen Schein hinterherlaufen musste. Doch die virtuelle Verwaltung von derzeit 32.723 Studierenden ist eine große Aufgabe, die nicht von heute auf morgen zu bewältigen ist. Darum kommt es hin und wieder zu Schwierigkeiten, die die umfassende Nutzung des Programmes erschweren. Das System erscheint vielen Studierenden zu unübersichtlich. Manchmal kommt es zu technischen Problemen, die der Nutzer allein nicht lösen kann.

Tobias SchöttlerDarauf reagieren die Fakultäten und Institute sehr unterschiedlich. Die Fachschaft der Sozialwissenschaften hat eine eigene VSPL-Sprechstunde eingerichtet, bei den Germanisten gibt es die sog. VSPL-Clearing-Stelle und die Fakultät für Philosophie hat sogar einen eigenen VSPL-Beauftragten. Mit der Einführung der Studienbeiträge konnte die Stelle von Tobias Schöttler aufgestockt werden. Seit dem Wintersemester 07/08 hilft er Studierenden und Dozenten bei allen Belangen rund um das Thema VSPL. Die Studierenden kommen meist mit Fragen zu Anmeldungen und der Verwaltung ihrer Prüfungsleistungen zu ihm. Besonders die Erstsemester haben so ihre Probleme, sich in dem Programm zurechtzufinden. „Studierende, die noch nie mit VSPL gearbeitet haben, haben oft Schwierigkeiten, das Programm zu durchschauen. Sie wissen zum Beispiel nicht, wie sie sich zu Kursen anmelden und so weiter“ erklärt Schöttler.

Doch auch Studierende höherer Fachsemester haben hin und wieder Fragen zu VSPL. „Wenn sich die Studenten am Ende eines Semesters ihre Module nicht zusammenrechnen lassen können liegt meist ein technisches Problem vor.“ Wenn Tobias Schöttler diese selbst nicht lösen kann, ist es seine Aufgabe, den passenden Ansprechpartner, zum Beispiel einen Mitarbeiter im Rechenzentrum, zu finden, um den Fehler zu beheben. „Die Studenten wissen oft nicht, an wen sie sich mit ihren Problemen wenden sollen. Und die Zuständigkeit ist für Außenstehende auch nicht immer leicht geklärt. Die Zugriffsrechte innerhalb des Systems sind sehr aufgeteilt, das heißt für ein Problem muss man sich manchmal an verschiedene Leute wenden.“ Und die Vermittlung an diese Ansprechpartner ist die Aufgabe des VSPL-Beauftragten.

Besonders wichtig sei, dass er die Studierenden auch fachspezifisch unterstützen könne. Da die Zugriffsrechte für die Einrichtung der Zuteilungsverfahren unter anderem bei ihm lägen, könne er nach der Zuteilung Kurse hin und her schieben, zum Beispiel wenn jemand seinen Kurs gegen einen anderen tauschen will.
Aber nicht nur die Studierenden suchen Hilfe bei Tobias Schöttler. Oft kommen auch Lehrende zu ihm, die beispielsweise Probleme bei der Berechnung der Studienleistungen haben. Besonders neue Dozenten brauchen ein wenig Zeit, um sich an das System zu gewöhnen. Für Gastdozenten übernimmt Schöttler sogar komplett die Arbeit mit VSPL. „Es dauert schon bis zu einem Semester, bis man sich in diesem System zurecht gefunden hat. Wenn die Lehrenden dann nach einem Semester wieder gehen, macht es natürlich wenig Sinn, sie einzuarbeiten.“ Letztendlich ist die Hilfe für Dozenten aber auch eine Hilfe für die Studierenden. Denn nur, wenn die Dozenten umfassend über VSPL Bescheid wissen, klappt die Notenverteilung via Internet auch reibungslos.

Insgesamt sieht Schöttler eine Verbesserung der Situation durch Einführung seiner Stelle. Und die Zahlen der Studierenden, die sein Angebot nutzen, geben ihm Recht. „Im gewissen Sinne leiste ich hier Saisonarbeit“, denn gerade zu den Stoßzeiten zu Anfang und Ende des Semesters hat er alle Hände voll zu tun. Viele Studierende kommen häufig auch mit Fragen, die ihr anderes Fach betreffen. Das ist ein Problem, weil Tobias Schöttler nur bei allgemeinen Fragen und Belangen, die die Philosophie betreffen, helfen kann. „Die Erfahrung zeigt, dass die Stelle eines VSPL-Beauftragten eigentlich an allen Instituten sinnvoll wäre.“
Katja Bischof

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