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Jobben neben dem Studium

Auch wenn die Zeit knapp ist, sind viele Studierende auf einen Job angewiesen, um ihr Studium zu finanzieren. Knapp zwei Drittel der Studierenden jobben neben dem Studium, wobei die studienbegleitende Erwerbstätigkeit im Studienverlauf an Bedeutung gewinnt. Abhängig von der Wochenarbeitszeit und von den Arbeitszeiten kann sich ein Nebenjob verlängernd auf die Studienzeit auswirken. Findet man einen Job mit fachlicher Nähe zum Studiengang, kann man auf diese Weise aber bereits Praxiserfahrung neben dem Studium sammeln.

Auf Jobsuche: Jobbörsen und -vermittlungen

Es lohnt sich immer Freunde, Bekannten und Kommilitonen nach guten Jobs zu fragen. Hier bekommen Sie praktische Erfahrungen und ggf. persönliche Empfehlungen, die Ihnen die Anstellung bei einem Arbeitgeber erleichtern. Auch ein Blick in diese Jobbörsen kann sich lohnen:

 

Stellenwerk - Das Jobportal der Rub

Auf Stellenwerk Bochum finden Sie schnell und einfach Studentenjobs, Praktika und auch Stellenangebote für Absolventen. Eine Registrierung ist nicht notwendig, die Bewerbung wird direkt an den Inserenten geschickt.

 

Agentur fÜr Arbeit

Über die aktuellen Stellenangebote können Sie sich direkt in einem persönlichen Beratungsgespräch mit den Vermittlern/innen im Team Akademische Berufe informieren. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, die Jobbörse der Agentur für Arbeit zu nutzen:

jobboerse

 

JobbÖrse des AStA der Ruhr-UniversiÄt

Der AStA der Ruhr-Uni bietet eine Jobbörse für Studierende unter:
http://www.asta-bochum.de/seite/stellenb%C3%B6rse

 

Hinweise zu steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Regelungen

GeringfÜgige Jobs (Minijobs)

Die meisten Studierenden, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, üben eine geringfügige Beschäftigung, einen Minijob aus. Umgangssprachlich werden Minijobs auch 450 € - Jobs genannt. Minijobs sind auf Dauer angelegte Beschäftigungen, bei denen man als Arbeitnehmer regelmäßig nicht mehr als 450 € im Monat verdient. Der Arbeitgeber meldet den Minijob bei der Mini-Job-Zentrale an. Minijobs, die ab dem 1. Januar 2013 beginnen, unterliegen der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Auf eigenen Antrag kann man von der Rentenversicherungspflicht befreit werden.

Mehr als nur geringfÜgige BeschÄftigung: Niedriglohnjob

Bei einem regelmäßigen monatlichen Verdienst zwischen 450,01 € und 850 €arbeiten Studierende im Niedriglohnbereich. Beschäftigungen im Niedriglohnbereich sind versicherungspflichtig in allen Zweigen der Sozialversicherung. Studierende, die nicht mehr als 20 Stunden in der Woche während der Vorlesungszeit arbeiten und unter das Werkstudentenprivileg fallen, sind allerdings in der Kranken- und Pflegeversicherung sowie in der Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei. Studierende in einem Niedriglohnjob sind jedoch versicherungspflichtig in der Rentenversicherung, wobei im Niedriglohnbereich für den Arbeitnehmer ein reduzierter Beitragsanteil fällig wird.

Wichtig: Auswirkungen der Erwerbstätigkeit auf BAföG, Kindergeld und Krankenversicherung

BAFÖG

Das Einkommen aus einem Job wird generell auf das BAföG angerechnet. Allerdings sind 5.400 € Brutto-Erwerbseinkommen in einem Jahresbewilligungszeitraum anrechnunsfrei. Diese Grenze gilt für Alleinstehende ohne sonstige besondere Einkommen (bspw. Waisenrente). Bei einem durchschnittlichen monatlichen Verdienst von 450 € aus einer abhängigen Beschäftigung, hat das Einkommen keinen Einfluss auf die Höhe der BAföG-Förderung. Es besteht aber in jedem Fall die Verpflichtung, das BAföG-Amt über Einnahmen aus einer Beschäftigung zu informieren.

Kindergeld

Das Einkommen eines volljährigen Kindes, das sich in der Erstausbildung befindet, wird seit dem Jahr 2012 nicht mehr beim Kindergeld angerechnet. Studierende, die weder eine Berufsausbildung noch ein Studium abgeschlossen haben, werden seit 2012 beim Kindergeld unabhängig davon berücksichtigt, wie viel sie jobben und wie viel Geld sie verdienen.
Studierende mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder einem abgeschlossenen Studium werden beim Kindergeld nur dann berücksichtigt, wenn:

  • sie regelmäßig nicht mehr als 20 Stunden in der Woche erwerbstätig sind,
  • sie sich in einem Ausbildungsdienstverhältnis befinden (z.B. JuristInnen und LehrerInnen im Refrendariat) oder
  • sie einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen.

Krankenversicherung

Studierende müssen bestimmte Einkommensgrenzen beachten, wenn sie in der Familienversicherung über ein Elternteil oder den Ehepartner/die Ehepartnerin kostenlos mitversichert bleiben möchten. Die monatliche Einkommensgrenze liegt seit 01.01.2017 bei 425 € und bei einer geringfügigen Beschäftigung bei 450 €. Leistungen nach dem BAföG werden bei der Ermittlung des Gesamteinkommens nicht berücksichtigt.

Studierende, die noch nicht das 14. Fachsemester oder das 30. Lebensjahr erreicht haben, können sich kostengünstig bei einer gesetzlichen Krankenversicherung in der Krankenversicherung für Studierende versichern. Bedingung für den Studierendentenstatus in der gesetzlichen Krankenversicherung ist, dass man nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeitet. Dies gilt nicht für Jobs, die im Voraus innerhalb der Semesterferien auf 2 Monate bzw. 50 Arbeitstage begrenzt sind.