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Kosten und Finanzierung eines Studiums

Was kostet ein Studium?

Neben der Wahl des Studienfaches und der Hochschule und Fragen zu Voraussetzungen und Anforderungen eines Studiums gilt es für Studierende auch zu klären, was ein Studium kostet und wie es sich finanzieren lässt.

Ab dem Wintersemester 2011/2012 werden an den Hochschulen in NRW keine Studienbeiträge mehr erhoben. Von den Studiernden wird in jedem Semester ein Sozialbeitrag erhoben. Im Sozialbeitrag an der Ruhr-Universität Bochum sind das Studenten-Ticket für den Nahverkehr in NRW sowie Abgaben für Einrichtungen des AKAFÖ (Mensa, Cafeterien, Wohnheime) und den AStA der RUB enthalten. Für das Wintersemester 2011/2012 beträgt der Sozialbeitrag 248,56 €.

Zum Sozialbeitrag kommt noch der größte Kostenfaktor hinzu - die Lebenshaltungskosten. Die Lebenshaltungskosten eines/einer ledigen Studierenden im Erststudium, der/die nicht im elterlichen Haushalt lebt, lagen im Jahr 2009 nach Ergbenissen der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks bei 762 € monatlich im Bundesdurchschnitt. Die Lebens-haltungskosten jedes/jeder Studierenden variieren nach den persönlichen Lebensumständen und dem Lebensstandard. Die folgende Tabelle schlüsselt die durchschnttlichen Lebenshaltungskosten von 762 € nach der 19. Sozialerhebung auf:

Miete 281,00
Ernährung 159,00
Kleidung 51,00
Lernmittel, Bücher 33,00
Auto/ÖPNV 81,00
Krankenversicherung, Arztkosten und Medikamente 59,00
Telefon, Internet, GEZ 35,00
Kultur, Freizeit, Sport 63,00
Summe 762,00

 

Die Zeitschrift UNICUM beschreibt die Lebenshaltungskosten für Studierende und veranstaltet dazu eine Online-Umfrage. Wenn Sie dort auf NRW in der Deutschlandkarte klicken, erfahren Sie auch die aktuellen Lebens-haltungskosten für Bochum. Die Daten bei UNICUM kommen zurzeit auf monatliche Kosten von 677,00 € ohne Auto.

Vielleicht sind Sie sparsamer…

 

Wie lässt sich ein Studium finanzieren?

Zur Beantwortung dieser Frage, sollten Sie zunächst für sich herausfinden, wie hoch ihre indivudllen Lebenshaltungskosten im Studium in etwa wären und um auch eine Basis für Überlegungen zu haben, wo Sie möglicherweise einsparen könnten. Hierzu sind folgende Schritte nützlich:

1. Bestandsaufnahme

Machen Sie eine Aufstellung aller vorhandenen Geldmittel. Haben Sie Ersparnisse und „eiserne Reserven"? Es ist immer günstiger, vorhandene Mittel aufzubrauchen, als Kredite oder Darlehen für entsprechend höhere Zinsen aufzunehmen. Mehr oder weniger hoch verzinste Darlehen erhöhen am Ende des Studiums Ihre Schuldenlast.

2. Lebenshaltungskosten

Versuchen Sie zu ermitteln: Wie viel Geld brauchen Sie wirklich pro Monat wofür? Anhaltspunkte liefert die jeweils letzte Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks. Diese können Sie nachlesen unter
http://www.sozialerhebung.de/

3. Finanzplanung

Die Studienfinanzierung wird immer häufiger zur Mischfinanzierung. Sie brauchen in der Regel mehrere Einnahmequellen, um Ihr Studium zu finanzieren. Machen Sie eine Finanzplanung für mindestens 1 Jahr. Wenn Sie vorwiegend in den Semesterferien jobben können oder nur kurzfristige Aushilfs- oder 400-Euro-Jobs machen, kommt das Geld unregelmäßig über das Jahr verteilt herein.

Mit einem Klick erfahren Sie mehr über die einzelnen Möglichkeiten der Studienfinanzierung: