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Reform
im Regelstudiengang
Büro für Studienreform
Medizin |
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| Eins: Verständnisfragen klären |
| Der Fall wird zunächst
vorgelesen. Von den Studierenden können Verständnisfragen
zu bestimmten Begriffen gestellt werden. Medizinische
Fachbegriffe, unbekannte Wörter und unverstandene
Wendungen werden geklärt. (Die Zeitangaben können
von Mal zu Mal variieren, die Studierenden können
eigene Zeitbudgets für die einzelnen Schritte festlegen.) |
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Zeit: 10 min
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| Zwei: Einigung auf die zu bearbeitenden
Themen |
| Nach der Begriffsklärung
sollen die Studierenden die Probleme des Patienten in
körperlicher, psychischer und sozialer Hinsicht benennen.
Unterschiedliche Perspektiven: die des Patienten, des
Arztes bzw. der Studierenden, sollen dabei berücksichtigt
werden. |
| Zeit: 5 min |
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| Drei: Ideen
sammeln (Brainstorming) |
| In diesem Schritt
ist eine Aktivierung des Vorwissens notwendig. Alle Teilnehmenden
sollten ihre Assoziationen zum Thema formulieren und aufschreiben,
am besten auf Metaplankarten, dann können sie später
leichter sortiert werden. Hierbei ist es wichtig, die
Gedanken nicht zu bewerten, sonst gehen möglicherweise
gute Ideen verloren. Auch vordergründig abwegige
Gedanken sind willkommen. |
| Eine bewertende
Diskussion sollte zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall
erfolgen, da sonst ungewollte Effekte eintreten: |
Es
wird nicht mehr alles geäußert, was assoziiert
wird.
Das
Zeitlimit wird gesprengt. |
| Um diese Effekte
zu vermeiden, muss man am Anfang als Tutor/in häufiger
intervenieren, damit ein freies Brainstorming zustande
kommt. Es ist wichtiger, darauf zu achten, dass nichts
unter den Tisch fällt, als darauf zu achten, dass
etwas nicht aufgeschrieben wird. In Phase drei können
Zusatzinformationen beim Tutor/in erfragt werden. |
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Zeit: 10 min
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| Vier: Ideen sortieren |
| Die gesammelten
Assoziationen werden zu Klumpen sortiert und mit Oberbegriffen
versehen. Themenschwerpunkte werden erkennbar und erleichtern
die Formulierung der Lernziele. |
| Von einigen Ideen
des 3. Schrittes (Brainstorming) muss man sich gegebenenfalls
trennen. In dieser Phase könnten die Studierenden
auch eine falsche Entscheidung treffen. |
| Ob der/die Tutor/in
hier eingreifen sollte, bleibt eine Ermessensfrage. Auch
eine falsche Entscheidung (z.B. wenn die Entscheidung,
eine Differentialdiagnose zu verwerfen, eine Fehldiagnose
nach sich zieht) kann letztendlich einen Lernerfolg erzielen. |
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Zeit: 20 - 30 min
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| Fünf:
Lernziele formulieren |
| Offene Fragen,
ungeklärte Aspekte, nicht Gewusstes, Interessantes,
was man wissen möchte usw. werden von den Studierenden
gesammelt und daraus Lernziele formuliert. Es sollten
möglichst spezielle Fragen entwickelt werden. Wichtig
ist, dass bei der Erstellung von Lernzielen alle Anwesenden
beteiligt sind und miterleben, aufgrund welcher Ideen
oder Vermutungen sie entstanden sind. Die erarbeiteten
Lernziele müssen unbedingt schriftlich festgehalten
werden. |
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Zeit: 30 min
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| Blitzlicht: |
| Blitzlicht ist
die Bezeichnung für eine kurze (wie das Blitzlicht
beim Fotografieren) und prägnante Form der Rückmeldung.
Sie dient der Einschätzung der abgelaufenen Sitzung
durch alle Teilnehmenden (auch durch den/die Tutor/in)
und ermöglicht so Verbesserungen inhaltlicher oder
kommunikativer Art. |
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Zeit: 5 - 10 min
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| Sechs: |
Erarbeitung der Lerninhalte
durch Selbststudium |
Mit
den schriftlich formulierten Lernzielen gehen die Studierenden
in die Lernzeit.
Die Lerninhalte werden in Eigenregie erarbeitet. In dieser
Lernzeit erfolgt die Nutzung der Bibliothek, der Sprechstunden,
Medline, Internet, usw. zur Quellensuche. Als wichtiger
Nebeneffekt ist hier das Erlernen eines effektiven Umgangs
mit Quellenmaterial (Quellen müssen später benannt
werden) zu erwähnen. Auch die Befragung von Lehrenden,
ExpertInnen oder auch Studierenden der höheren Semester
auf dem zu bearbeitenden Gebiet ist erwünscht. Gleichzeitig
müssen die Studierenden lernen, das Erarbeitete zu
strukturieren und zu selektieren. Sämtliche Lernziele
werden von allen Studierenden der POL- Gruppe erarbeitet
unter Berücksichtigung verschiedenster Quellen. |
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Zeit: bis zur nächsten POL-
Sitzung
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Zurück
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Sieben: Diskussion der erarbeiteten Lerninhalte
Nach der Lernzeit trifft sich die Gruppe wieder im Tutorium
und gibt sich für die 2. POL- Sitzung eine eigene Zeiteinteilung.
Es erfolgt zunächst erneut eine Problemdefinition. Anschließend
wird das Gelernte besprochen, gegenseitig überprüft und ausgetauscht.
Ziel ist eine erneute kompetente Diskussion über die Themen,
die beim ersten Treffen mangels Wissen nicht ausreichend besprochen
werden konnten.
Schließlich wird der Fall durch die Mitglieder des Tutoriums
abgeschlossen, und zwar durch die Lösung des Problems und
einer schriftlichen Fixierung der noch offenen Fragen.
Zeit: 90 min (incl. Feedback)
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