BAföG-Rechner und Antragsformulare

Wenn Sie herausfinden möchten, ob Sie überhaupt BAföG beziehen können, füllen Sie den BAföG-Rechner gemeinsam mit Ihren Eltern aus. Der Rechner ist relativ zuverlässig, wenn man die Daten richtig eingibt.

Grundsätzlich gibt es folgende Bedarfssätze:

Bedarf Höhe
bei oder im Eigentum der Eltern wohnend, ohne eigene Krankenversicherung (weil noch familienversichert) 451,- €
bei oder im Eigentum der Eltern wohnend, mit eigener Krankenversicherung (gesetzl. oder privat) 537,- €
eigene Wohnung/WG, aber ohne eigene Krankenversicherung (weil noch familienversichert) 649,- €
eigene Wohnung/WG, aber mit eigener Krankenversicherung (gesetzl. oder privat) 735,- €

Beachten Sie bitte, dass das BAföG immer nach den Einkommensverhältnissen des vorletzten Kalenderjahres berechnet wird. Aktuell zählt also der Einkommensteuerbescheid von 2016.

 

Erstanträge

Für die erstmalige Beantragung von BAföG benötigen Sie neben Ihrer Studienbescheinigung die folgenden Formblätter:

Formblatt 1 - Allgemeine Angaben zur Person und der eigenen Vermögens- und Einkommenssituation

Anlage 1 zum FB 1 - Tabellarischer Lebenslauf

Anlage 2 zum FB 1 - Antrag für den Kinderbetreuungszuschlag (nur wenn Sie selbst schon Kinder haben)

Formblatt 3 - Einkommenserklärung der Eltern oder des Ehepartners

Formblatt 7- Aktualisierungsantrag (wenn sich seit 2015 Änderungen der Einkommenssituation ergeben haben)

Formblatt 8 - Antrag auf Vorausleistungen
(bspw. wenn ein Elternteil die Auskunft verweigert oder der Unterhaltsanspruch der Eltern bereits erfüllt wurde)

 

Ich empfehle Ihnen den Antrag persönlich beim BAföG-Amt (AKAFÖ) abzugeben, damit Sie sich den Erhalt der vollständigen Antragsunterlagen quittieren lassen und eventuelle Fragen direkt vor Ort klären können. Bezüglich Ihrer Ansprüche auf eine Abschlagszahlung, falls die Bearbeitung eines Erstantrages länger als 6 Wochen dauern sollte, siehe § 51 Abs. 2 BAföG.

Die Grundberatung des AKAFÖ finden Sie im Studierendenhaus, 1. Etage, Raum 121-160.

Sprechzeiten der Grundberatung (Fr. Wenski)

Montag: 9:00 - 12:00 Uhr
Dienstag: 12:00 - 15:00 Uhr
Mittwoch: 09:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 15:00 Uhr
Donnerstag: 9:00 - 12:00 Uhr
Freitag: 09:00 - 12:00 Uhr

Tel.: 0234 - 32-11606

 

Sie können Ihren Antrag mittlerweile auch online stellen!

 

Folgeanträge

Bei Folgeanträgen beachten Sie bitte, dass Sie verpflichtet sind, Ihren Folgeantrag mit allen Unterlagen mind. 2 Monate vor Ende des Bewilligungszeitraumes einzureichen. Auch hier sollten Sie den Antrag persönlich abgeben, um sich den Erhalt der vollständigen Antragsunterlagen quittieren zu lassen und eventuelle Fragen direkt vor Ort zu klären. Bezüglich Ihres Anspruches auf Weiterzahlung des bisherigen BAföGs unter dem Vorbehalt der Rückforderung siehe § 50 Abs. 4 BAföG. Sollten sich in der Zwischenzeit Änderungen der Einkommenssituation der Eltern ergeben haben, sodass Ihnen eigentlich weniger BAföG zustehen würde, müssten Sie nach Überprüfung des Antrages durch das AKAFÖ das zuviel erhaltene BAföG wieder zurück zahlen. Also seien Sie vorsichtig beim Ausgeben von BAföG, dass Sie unter dem Vorbehalt der Rückforderung bekommen.

Geplante Änderungen durch die 26. BAföG-Reform

Die Zeitplanung sieht vor, dass im Anschluss an die Kabinettsbefassung das parlamentarische Beratungsverfahren rechtzeitig abgeschlossen werden kann, so dass die ersten Änderungen am 01.08.2019 in Kraft treten können.

1. Anhebung der Bedarfssätze in zwei Stufen zum Wintersemester 2019 um 5% und 2020 nochmals um 2%. Zusätzlich wird der Wohnzuschlag für Studierende, die außerhalb der elterlichen Wohnung wohnen, überproportional von bisher 250 auf künftig 325 Euro monatlich angehoben. Der Höchstsatz für Studierende steigt damit insgesamt in der ersten Anhebung von 735 EUR auf 853 EUR. In der zweiten Stufe steigt der Höchstsatz auf 861 Euro.

2. Anhebung der Einkommensfreibeträge in drei Stufen zeitgleich mit den Bedarfssatzanhebungen 2019 um sieben Prozent, 2020 um drei Prozent und darüber hinaus nochmals zum Wintersemesterbeginn 2021 um sechs Prozent.

3. Neuregelung der Darlehensrückführung ab 2019: Wer seine Schulden in kontinuierlichen Raten tilgt, ist spätestens nach sechseinhalb Jahren schuldenfrei, egal wie hoch das ursprüngliche Darlehen war. Nach 20 Jahren gibt es einen Schuldenschnitt und selbst wer trotz redlichen Bemühens überhaupt nichts tilgen kann, dem werden die BAföG-Schulden nach 20 Jahren erlassen. Förderung mit verzinslichen Bankdarlehen wird es im BAföG nicht länger geben.

4. Höhere Regelrate bei der Darlehensrückführung i.H.v. neu 130 Euro (statt bisher 105 Euro) ab April 2020

5. Neuregelung des Kranken- und Pflegeversicherungszuschlags: Der BAföG-Zuschlag zur Krankenversicherung soll künftig auch den durchschnittlichen kassenindividuellen Zusatzbeitrag berücksichtigen, der seit 2015 von den gesetzlichen Krankenversicherungen auch von Studierenden erhoben wird. Außerdem sind höhere Zuschläge für Studierende, die nicht mehr in der kostengünstigen studentischen Krankenversicherung versichert sind, möglich:

  • für Studierende in der studentischen Krankenversicherung steigt er von 71 auf 84 Euro bzw. von 15 auf 25 Euro für die Pflegeversicherung
  • für Studierende in der sog. freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung (i.d.R. nach dem 30. Lebensjahr) steigt er nachweisabhängig auf 155 Euro bzw. 34 Euro für die Pflegeversicherung.

Weitere Informationen zur 26. BAföG-Reform finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.