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RUBissimo 2008

Einen wunderschönen blauen Himmel und viel Sonne bescherte Petrus der Ruhr-Universität zu ihrem 35. Sommerfest und schon vor der offiziellen Eröffnung des Unisommerfestes um fünf war auf dem Campus ganz schön was los: Es wurden die ersten Falafel gegessen, die ersten Cocktails geschlürft und die ersten Bands genossen, deren Beats die RUB zum Wackeln brachten. Während im Audimaxfoyer die Kinder Schlange standen, um sich ein „Funny Face“ schminken zu lassen, wurden im Mensafoyer die ersten Einkäufe auf dem gut besuchten Handwerkermarkt gemacht. Hier gab es allerlei Handgemachtes von Seife über Gemälde und Postkarten bis hin zu Kleidung und Schmuck. Auf dem Forum konnten einem derweil die Augen übergehen; hier wappneten sich die Falafelhersteller und chinesischen Köche für den späteren Ansturm der Massen. Bergeweise Nudeln und Brote stapelten sich noch.

FAST 500 LÄUFER BEIM UNI-RUN

Um kurz nach fünf kamen dann die Läufer aus allen Löchern: Um halb sechs startete der RUBissimo-Run, wer sich nicht an die 21 Kilometer heranwagte, konnte um sechs beim Campuslauf über fünf Kilometer starten. Eine neu gestaltete, anspruchsvolle Strecke forderte beim Halbmarathon heraus. Der Sieger stand nach 1:17:24 h fest: Christian Glatting, schnellste Frau war mit 1:33:27 h Katharina Berke. Den Campuslauf (5 km) entschied mit 17:32 min Alex Lubina für sich, Sarah Jeleniowski kam mit 22:27 min als schnellste Frau ins Ziel. Den Fakultätspokal, der alljährlich an die Fakultät mit den meisten Teilnehmern beim Campuslauf vergeben wird, konnte sich zum dritten Mal in Folge die Fakultät für Biologie und Biotechnologie sichern. Die Biologen brachten 98 Läuferinnen und Läufer ins Ziel (Platz 2: Fakultät für Medizin - 65 Läufer, Platz 3: Fakultät für Sportwissenschaft - 25 Läufer) und dürfen den Pokal nun behalten.

FUSSBALL - 4:4 GEWONNEN

Während die Teilnehmer des Halbmarathons noch liefen, lief auch das Fußballspiel der Professoren gegen Mitarbeiter der Verwaltung.
Vom Ex-Profi und jetzigen Scout des VfL Bochum, Uwe Leifeld, gecoacht und sehr offensiv eingestellt, lieferte die Mannschaft der Professoren ein über weite Strecken überlegenes Spiel gegen die Angestellten aus Technik und Verwaltung ab. Die hatten - dank der Partnerschaft von Ruhr-Uni und VfL - beim traditionellen Sommerfestkick um den Rektoratspokal jedoch ebenfalls einen Trainerfuchs an der Seitenlinie: Frank Heinemann, derzeit Co-Trainer der Bundesligamannschaft. Heinemann gelang es, die nach einer fragwürdigen roten Karte numerische Unterlegenheit der Verwalter durch gewiefte Taktik wettzumachen. 4:4 hieß es am Ende vor über 400 begeisterten Zuschauern. Nachdem er zwei Jahre in ihrem Besitz war, gaben die Verwalter den Rektoratspokal hinterher freiwillig den Professoren.

SPEKTAKULÄRES FINALE

Je später der Abend, desto schwerer das Geläuf. Doch die vielen heilen und kaputten Bierflaschen auf dem Forum konnten den Genuss der beiden absoluten Höhepunkte nicht mindern. Kurz vor halb zehn kam die Jazzkantine auf die Hauptbühne, fünf Herren in Weiß, zwei im Rapper-Schlabber-Look und einer mit Jeans und Sakko. Unter dem Jubel der bis zu 20.000 Besucher spielten sie sich durch die 15-jährige Geschichte der Band und gaben einen Vorgeschmack auf die nahe Zukunft. Im Juni erscheint das neue Album "Hell's Kitchen" mit jazzigen Coverversionen von "Highway to Hell", "Hell's Bells" und anderen Rockklassikern. Die allerschönste Viertelstunde gehörte direkt im Anschluss den Feuerwerkern auf dem Dach des NA. Um Punkt 23 Uhr schickten sie die ersten Raketen in den wolkenlosen Nachthimmel, untermalt von klassischer Musik. Von Minute zu Minute wurde dann das Feuerwerk bunter, greller, spektakulärer - bis zum furiosen Finale um 23.15 Uhr.