Große Küstenfahrt und Hochsee
Freiwillige Weiterbildung * für Segelführerscheininhaber:
für den Fahrtbereich Küstengewässer und Hochsee

Theorie Termine siehe unten,
Erster Kursabend: siehe unten

 

 

Große Küstenfahrt und Hochsee

SIRUB bietet ab sofort im mehrsemestrigen Wechsel Theorie- und Praxismodule * an zu:
Schiffsführung - Terrestrische Navigation – Seemannschaft – Wetter für Seefahrt – Medizin an Bord
Diese Module können zu einem Abschluss kombiniert werden – doch sie sind auch ohne Prüfung
eine sinnvolle Weiterbildung für Segler und somit eine Alternative zu SSS und SHS.

 

Große Küstenfahrt und Hochsee

Die Theorie-Module im Wintersemester 2010/11

Alle Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr c.t. im Raum NA 7/158 der RUB (Ausnahme Pyro: 20 Uhr in NA 5/99)

Nichtverdiener-Preisnachlass jeweils 11%

Das Zustandekommen eines Theoriemoduls ist ab 5 Teilnehmern gewährleistet.

 

Beginn

Wochentag

Titel

Referent[in]

Dauer

Inhalt

Abschluss

Kosten

Nov. 2012

Montag

Terrestrische Navigation

Michael Hornig

6 Sitzungen [+Klausur] Anmeldung erforderlich bei sirub@rub.de  besser bei:
mi.ho@imail.de

Standards der terrestrischen Navigation, Inhalt entspricht den Anforderungen des ehem. DSV-BK-Scheins, übertrifft "natürlich" die des Sportseeschifferscheines

Teilnahmebestätigung (auf Wunsch: Klausur)

99,80€

Jan. 2013

Dienstag

Elektronik auf Yachten

Marco Kullik

3 Sitzungen
Anmeldung erforderlich bei sirub@rub.de  besser bei:
marco.kullik@interlab.net

Möglichkeiten und Problematik elektronischer Gerätschaften an Bord, Einbau, Bedienung, Handhabung und Wartung von GPS plus Plottern, Notebooks und Kommunikationselektronik

Teilnahmebestätigung

42,60€

Feb. 2013

Dienstag

Psychologie an Bord

Claudia Krüger

3 Sitzungen
Anmeldung erforderlich bei sirub@rub.de  besser bei:
claudia.krueger@rub.de

Die Ausnahmesituation Seeschiff: Der Umgang mit Seekrankheit, Angst, Enge und sehr speziellen Gruppenstrukturen

Teilnahmebestätigung

42,60€

Feb. 2013

Montag

Gezeiten Navigation

Michael Hornig

3 Sitzungen [+Klausur] Anmeldung erforderlich bei sirub@rub.de  besser bei:
mi.ho@imail.de  

Current and flood: Einführung in das Berechnen von Tidenströmen und Tidenzeiten

Teilnahmebestätigung (auf Wunsch: Klausur)

56,80

Feb. 2013

Montag

Medizin an Bord

Ulrich Hermann

4 Sitzungen
Anmeldung erforderlich bei sirub@rub.de  besser bei:
ulrich-hermann@gmx.de

Was muss, was sollte, was kann an Bord im Falle einer Erkrankung bzw. eines Unfalls aus ärztlicher Sicht überhaupt getan bzw. geleistet werden? Ausführungen nebst praktischer Übungen

Teilnahmebestätigung

56,80€

Feb. 2013

Dienstag

Boote, Recht und Richter

Kathrin Pahlke-Kullik

4 Sitzungen
Anmeldung erforderlich bei sirub@rub.de  besser bei:
Kathrin.Pahlke-Kullik@gmx.de

Charter # Kauf # Versicherungen # Haftung der Crew untereinander # Haftung des Schiffsführers # Rettung/Bergung # dies und das aus dem Blickwinkel der Juristen

Teilnahmebestätigung

56,80€

März 2013

Dienstag

Senootsignalmittel Zusatzprüfung (sogen.Pyro-Schein)
20 Uhr
NA 5/99

Michael Hornig

2 Sitzungen plus Prüfung
Anmeldung erforderlich bei sirub@rub.de  besser bei:
mi.ho@imail.de

Den alten Pyrostempel gibt’s nicht mehr...
Sachkundenachweis ist ersetzt durch Fachkundeprüfung...

Amtliche Prüfung

61,00
Komplettpreis

März 2013

Mittwoch

Kochen an Bord (Kurs findet nicht in der RUB sondern in Hattingen statt!)

Manfred Gosker

4 Sitzungen
Anmeldung erforderlich bei sirub@rub.de  besser bei:
gosker@haz-net.de
mehr info

Wie organisiere ich schmackhafteste Mahlzeiten auf einem Bordöfchen? Kochkunst für zwei Töpfe und 6 Hungrige Seebären.

Teilnahmebestätigung

56,80
[plus "Material"]

n.V.

n.V.

Astronomische Navigation

Peter Schmidt

Zum Abklären der Organisation (z.T. "Fernstudium") bitte Kontakt aufnehmen mit:
schmidt@bauwesen.uni-siegen.de

Standards der Astronavigation, Inhalt entspricht den Anforderungen des ehem. DSV-C-Scheins, übertrifft natürlich die des Sporthochseeschifferscheines

Teilnahmebestätigung (auf Wunsch: Klausur)

n.A.

 

 

 

* Warum Weiterbildung statt Schein-Schein?

Sollte eine durch ein Examen oder eine Prüfung abgeschlossene Ausbildung verkünden, Kenntnisse und Fähigkeiten seien erworben, der „frischgebackene“ Lizenzinhaber könne in Zukunft qualifiziert „mitmischen“, und sollte ein Segelschein erwarten lassen, der Scheininhaber könne ein Boot organisieren oder gar segeln: Sportküstenschifferschein SKS und erst recht Sportseeschifferschein SSS erfüllen diese Grundanforderung nicht.

Zugunsten einer fragwürdigen Prüfungsökonomie werden dem Probanden Lerninhalte zugemutet, die ihn seinem Gegenstand, der Ausübung von Freizeitschifffahrt, kein bisschen näher bringen, dafür aber auch leicht abprüfbar sind. Mir drängt sich, sehe ich einzelne Abfragestoffe, der Vergleich auf: Das Mobiltelefon ist kaputt. Als Redundanz lerne, mit einer Wählscheibennebenstellenanlage umzugehen.

„Wie das denn weit ab vom Festnetz?“ wird da jeder lachen und sich weigern, einen Wählscheibentelefonfragenkatalog durchzuarbeiten.

Einen SSS wollen dann, obwohl das dem sehr vergleichbar ist, doch noch viele Leute machen... Warum? Um von Seeleuten belächelt zu werden? Gibt es doch im Englischen für die Sport(hoch)seeschiffer-Scheineschwinger das Lehnwort „Segelexperte“...

Und das nicht von ungefähr, sind doch SSS wie SHS von der Theorie her abstrus, voll unnützester Detailabfragen, von der Praxis her lächerlich simpelst. Zwei Wochen mitsegeln auf einem Großsegler z.B. schaffen die Zulassungsvoraussetzungen für höchste Sportschifferweihen, erlauben die Teilnahme an einer Praxisprüfung, die eine solchen Namen kaum verdient (es sei denn, man betrachtet die Betrachtung von Navigationshilfen als Praxisprüfung).

Nun ist es – leider – so, dass der Weg am Sportküstenschifferschein kaum sinnvoll vorbeiführt, haben sich die Lobbyisten von DMYV und DSV im Europäischen Zusammenhang eine sichere Position auf dem Führerscheinmarkt verschafft.

Ich stehe nicht an, deutlich von einem Führerscheinverkauf durch die o.a. Organisationen zu sprechen, haben doch in der jungen Geschichte der Bootsführerscheine die Wege weg von der Ausbildung, weg von dem Bestreben, Sportschifferei sicherer zu machen und hin geführt zu lukrativer Prüfungsökonomie.

Wer aber der Meinung ist, er habe zwar mit dem SKS einen Einstieg in die Seesegelei gefunden, wolle sich aber weiterbilden, wolle sich Sicherheit in seinem Metier verschaffen, für den besteht wahrlich kein Grund, das Korsett des SSS/SHS anzulegen. Vor allem mache man sich deutlich, dass dem einzelnen in seiner Freizeit nur beschränkte Kapazitäten zur Verfügung stehen, die es zeitökonomisch zweckmäßig und sinnvoll zu nutzen gilt.

Der SSS wird als Freiwillig amtlich gehandelt. Freiwillig ist er, das stimmt. Und wo die Amtlichkeit liegen soll? In der DSV-selbstgestrickten Traditionsseglerberechtigung? In der Möglichkeit, als Sportbootskipperprofi (innerhalb der 12sm-Zone!) zu arbeiten?

Kollegen, keine Traditionsverein, keine Segelschule vergibt allein auf einen Schein-Schein hin ein Kommando! Und wenn der SSS/SHS Inhaber nicht wirklich mehr kann, als nur einen Schein vorzuzeigen, wird er nie von Dritten ein Kommando erhalten.

Und für sich selbst und die Seinen brauchte, keiner einen amtlichen Schein. Allerdings könnte es gut tun, für sich und seine Crew von „freiwilligen Mitseglern“ Selbstsicherheit zu besitzen, gewonnen aus Qualifikationen bei Fortbildungsmaßnahmen, gewonnen aus gesammelten Erfahrungen.

Wir bieten solche Fortbildung an, wir könnten zu solchen Erfahrungen verhelfen, denn wir sind der festen Überzeugung, Seefahrt bedürfe der Erfahrung.

Daher können wir nicht ein Fortbildungspaket, ein Führerscheinkonzept anbieten, das mit einem Semester, mit einer oder zwei Seereisen auskommt. Wir bieten eine Reihe von Theorie-Modulen an, deren Besuch an keine vorgegebene Reihenfolge gebunden ist.

Wir bieten eine Reihe von Praxismodulen an, die bei Interesse in beliebiger Reihenfolge besucht werden können. Jede Veranstaltung schließt mit einem Zertifikat ab, das teils nach Prüfung, teils als Teilnahmebestätigung erteilt wird.

Die Akzeptanz einer Fortbildung sollte zuerst bei dem sich fortbildenden selbst liegen, er muss von der Sinnhaftigkeit seiner Bemühungen überzeugt sein (wobei die Aussicht, einen freiwilligAmtlichen Schein zu bekommen, wenn er auch gezwungen wird, mit viel Aufwand Nonsens zu betreiben, keine brauchbare Motivation darstellen kann).

Natürlich ist jedes unserer Zertifikate für den Interessenten selbst, aber auch dritten gegenüber aussagekräftig, darüber hinaus werden wir, nachdem die Theorie- und Praxisnachweise erbracht sind, auf Wunsch ein Sportbootkapitänspatent erteilen.

Sind wie gesagt die einzelnen Abschlüsse schon aussagekräftig genug, wird für die Akzeptanz der von uns angebotenen Abschlüsse bei Vercharterern/Versicherungen etc. gesorgt.

Das Führerscheinkonzept des DSV/DMYV ist ja nicht nur uns, es ist allen suspekt, die nicht in direkter Abhängigkeit zu diesen Organisationen sich befinden.

Darüber hinaus sind unsere Ausbildungsmodule, nach und nach mit einander verknüpft, mit Sicherheit anspruchsvoller als die SSS/SHS es sind. Also könnte ein Absolvent unserer Fortbildungen bei Interesse sich an einer SSS/SHS-Prüfung beteiligen...warum auch immer...

Wobei wir überzeugt sind, dass die Erkenntnis, mit Boot und See geschickt und angemessen umgehen zu können, mehr berechtigtes Selbstbewusstsein und damit mehr Schiffssicherheit verleiht, als ein fragwürdiger Schein-Schein das könnte!

 

 

Siehe auch:

 Ostseetörns als Segelpraxis von Mai bis Oktober

 

Organisatorische Details im Anmeldeformular Ostsee-Segeln

 

 Mitseglerbedingungen Ostsee

 

 Gebührenübersicht aller Kurs- und Prüfungsangebote

 

 Mittelmeertörns als Segelpraxis

 

 

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Auskünfte:
sirub@rub.de

Birgit Hornig, NA 6/170, Tel. 0234 - 32 2 48 47
Michael Hornig, Hustadtring 151, 44801 Bochum, Tel. 0234 - 70 11 62 oder Mobil 01778 - 70 11 62

 

Adressen:

Prüfungsausschuss Rhein-Ruhr des Deutschen Segler-Verbandes,
Butlerstr. 21 - 47058 Duisburg – Tel. 0203 - 33 39 77 / Fax:34 35 65
http://www.dsv-pa-rhein-ruhr.de/