Projekt B4 (Wolf)

Erinnerungen an ein stressvolles Ereignis: Spielen olfaktorische Reize eine besondere Rolle?

Zusammenfassung

Bild für Projekt B4

Erinnerungen welche durch einen Duft erzeugt wurden sind oft sehr emotional und überdauernd. Der direkte (ohne thalamisches Gating) Input olfaktorischer Signale in die Amygdala wird hierfür verantwortlich gemacht. Stressreiche Ereignisse werden typischerweise gut erinnert.

Dieser Effekt wird durch die Hormone der Hypothalamus, Hypophysen Nebennieren-rindenachse (HHNA) vermittelt. Ob und wenn ja wie stark olfaktorische Reize in die Erinnerung an eine stressvolle Episode integriert werden wurde bisher im Humanbereich unzureichend untersucht. In einer Reihe von Laborexperimenten soll durch die Präsentation eines Duftes während einer Stress- oder Kontrollsituation und anschließender impliziter / expliziter Gedächtnistestung diese Fragestellung untersucht werden. Es wird erwartet, dass olfaktorische Reize sich als sehr potente Erinnerungshinweise an eine stressvolle Episode erweisen und dass dieser Effekt vor allem bei impliziter Testung deutlich wird.