Projekt A2 (Eysel / Jancke)

Funktionelle StabilitÄt und PlastizitÄt kortikaler AktivitÄtskarten in visuellen Hirnrindenarealen

Zusammenfassung

Bild für Projekt A2

Auf frühen kortikalen Verarbeitungsstufen sind sensorische Modalitäten in Form topographisch organisierter neuronaler Netze, sogenannten Karten, repräsentiert. Man hat lange angenommen, dass neuronale Verbindungen in den Karten nach der ontogenetischen Entwicklung weitestgehend stabil und unveränderbar sind. Im Gegensatz dazu zeigt unsere Studie, dass Karten in der primären visuellen Sehrinde (V1) durch spezifische Modulation der neuronalen Erregbarkeit verändert werden können. Zur Visualisierung von kortikalen Reorganisationsprozessen nutzen wir "voltage-sensitive dye optical imaging (VSDI)" nach retinaler Läsion oder nicht-invasiver Intervention mittels spezifischer visueller Reizung und transkranieller Magnetstimulation (TMS). Die zugrundeliegenden Mechanismen haben praktische Konsequenzen für perzeptuelles Lernen und Rehabilitation bei verletzungsbedingten und neurodegenerativen Erkrankungen des Gehirns.