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Brain Day 2017

Zahlreiche Besucher kamen am 13.09.2017 ins Veranstaltungszentrum der Ruhr-Universität.


Sie wurden freundlich begrüßt


und konnten sich bei Kaffee und Plätzchen austauschen.


Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan, Sprecherin des SFB 874


vor fast 500 Besuchern.


Prof. Dr. Dr. Dr. med. habil. Hanns Hatt sprach über neue Wirkmechanismen bei Riechrezeptoren …


… und das Publikum lauschte gespannt.


Im Anschluss sprach Jun.-Prof. Dr. Nadja Freund über die Bipolare Störung und deren Erforschung.


Während der Pause stellte sich das Neuropsychologische Therapie Centrum vor.


An den Ständen der Selbsthilfegruppen gab es angeregte Gespräche


freundliche Begegnungen


und viel Informationsmaterial.


Man kam ins Gespräch und konnte sich über aktuelle Themen rund um das Gehirn austauschen.


Prof. Dr. Carsten Theiss erklärte genau, wie das Gehirn aufgebaut ist …


und seine Mitarbeiter vom Institut für Anatomie, Abteilung Cytologie, nahmen auch gern mal ein Gehirn auseinander.


Bei Marie Krüger vom Neural Plasticity Lab ging es um die Messung und Verbesserung des Tastsinns.


Die Besucher warfen einen Blick in virtuelle Realitäten oder versuchten sich an der Untersuchung von Sprache im Gehirn.


Der Blick durch diese Brille ermöglichte es, einen virtuellen Roboterarm zu steuern.


Beim Spielen am Computer des Instituts für Kognitive Neurowissenschaft, Abteilung für Neuropsychologie, konnte man seine Navigationsfähigkeiten auf die Probe stellen.


Auch ein Blick durchs Mikroskop


oder eine Erklärung zu verschiedenen Hirnschnitten gab es am Stand des Instituts für Anatomie, Abteilung Cytologie.

Der Raum der Illusionen


lockte mit allerhand optischen Täuschungen.


Bei manchen musste man genau hinsehen, um sie zu erkennen


andere bewegten sich ganz von allein.


Manchmal musste man auch ein Auge zudrücken, um die Illusion zu erkennen.


Die drehende Spirale zog die Blicke schon von Weitem an.


Juniorprofessorin Olivia Masseck erklärte gern, wie die Illusionen im Gehirn verarbeitet werden.


Zu der zweiten Vortragsrunde fand man sich wieder im großen Saal zusammen.


Dr. Christian Klaes berichtete von seiner Arbeit mit Roboterarmen, die Querschnittgelähmten Patienten das Leben erleichtern sollen.


Das Publikum lauschte gespannt


… und verfolgte gebannt den Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Dr. Horst Przuntek zum Thema Darm-Hirn-Achse.


Fotos: Susanne Troll

Sie können die Bilder in besserer Qualität hier anschauen.

Frag mich! Ich bin Hirnforscher – diese leuchtend gelben Aufkleber sorgten beim BRAIN DAY 2017 dafür, dass die Besucher jeden, der sich mit dem Gehirn auskannte, schnell erkennen konnten. Gleichzeitig gaben sie die Erlaubnis, die Wissenschaftler mit Fragen zu löchern. Rund 500 Menschen – so viele wie noch nie – waren der Einladung gefolgt und nahmen am 13. September 2017 am bunten Programm und den Vorträgen (siehe rechte Spalte) des 7. BRAIN DAYs an der Ruhr-Universität Bochum teil.

Eintauchen in virtuelle Realitäten

Gleich zwei verschiedene Forschergruppen luden die Besucher in diesem Jahr ein, sich aus der normalen Realität zu verabschieden und ihren Blick in die virtuelle Realität schweifen zu lassen. Das Team des Emmy-Noether-Gruppenleiters Dr. Christian Klaes zeigte, wie man mit Hilfe einer speziellen Brille einen Roboterarm testen kann, der später einmal Querschnittgelähmten Patienten im Alltag helfen soll. Das Institut für Kognitive Neurowissenschaft, Abteilung für Neuropsychologie, hingegen stellte ein Experiment vor, bei dem man seine Navigationsfähigkeiten in einem Computerspiel testen kann.

Ein Blick ins Hirn

Was geht vor in unserem Gehirn und wie sehen die berühmten grauen Zellen eigentlich aus? Am Stand der Abteilung Cytologie des Instituts für Anatomie konnten die Besucher Neurone und andere wichtige Zellen in großen Modellen betrachten oder sie selbst unter dem Mikroskop entdecken. Einblick in die Arbeit unseres Gehirns gaben auch die Mitarbeiter des Instituts für Kognitive Neurowissenschaft, Arbeitseinheit Biopsychologie. Sie testeten mit den Teilnehmern, ob das Gehirn Sprache eher mit der linken oder rechten Gehirnhälfte verarbeitet. Auch die Frage, ob man tatsächlich Links- oder Rechtshänder ist, konnte man dort noch einmal austesten. Gegenüber - am Tisch des Neural Plasticity Lab des Instituts für Neuroinformatik -konnte man seine eigene Gehirnaktivität willentlich beeinflussen und mittels EEG einen kleinen Kugelfisch auf einem Computerbildschirm hüpfen lassen. Außerdem zeigten die Mitarbeiter anhand von verschiedenen Apparaten, wie man den Tastsinn messen und sogar verbessern kann.

Traue deinen Augen nicht

Im Raum der Illusionen wurde dann noch einmal genau hinterfragt, ob das, was wir sehen, auch wirklich der Realität entspricht - klare Antwort: nein. Am Beispiel verschiedener optischer Täuschungen erklärten die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe für hochauflösende Fluoreszenzmikroskopie, wie unser Gehirn ständig erfahrungsbedingte Korrekturen an dem vornimmt, was unsere Augen sehen und uns damit manchmal gehörig hinters Licht führt. Dann sind Farben auf einmal nicht mehr das, was sie zu sein scheinen und eigentlich starre Bilder bewegen sich plötzlich.

Dankeschön!

Ein so buntes Programm ist nicht ohne die Hilfe vieler engagierter Menschen möglich. Sie haben entschieden zu einem erfolgreichen BRAIN DAY 2017 beigetragen und wir möchten uns ganz herzlich bedanken bei:

Prof. Dr. Carsten Theiß, Dr. Verena Theis, Jonas Tjaden, Frederique Wach, Mareike Zwilling, Felix John, Daniel Terheyden- Keighley, Prof. Dr. Nikolai Axmacher, Rebekka Heinen, Anne Bierbrauer, PD Dr. Hubert Dinse, Marie Krüger, Marion Brickwedde, Marie Dominique Schmidt, Dr. Christian Klaes, Robin Lienkämper, Muhammad Saif-Ur-Rehman, Dr. Sebastian Ocklenburg, Frederika Stuhldreier, Judith Schmitz, Prof. Dr. Boris Suchan, Sabine Bierstedt, Monika Owczarek, Patrizia Thoma, Elena Piepereit, Julia Schnar, Juniorprof. Dr. Olivia Masseck, Jill Baumann , Martin Kubitschke und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der folgenden Selbsthilfegruppen:

  • Autismus, Autismus Dortmund und Umgebung e.V., Autismus-Therapie-Zentrum Dortmund
  • Clusterkopfschmerz, Clusterkopfschmerz-Selbsthilfe-Gruppe Recklinghausen
  • Epilepsie, Epilepsie-Selbsthilfegruppe Essen
  • Guillain-Barré Syndrom, Deutsche GBS Initiative e.V.
  • Kinderneurologie, Kinderneurologie-Hilfe Münster e.V.
  • Myasthenie, Deutsche Myasthenie Gesellschaft e. V., Regionalgruppe Bochum/Dortmund Restless Legs, Deutsche
  • Restless Legs Vereinigung Bochum, SHG Bochum
  • Alzheimer, Alzheimer Gesellschaft Bochum e.V. / Demenz-Servicezentrum Ruhr

Save the date!

Der BRAIN DAY findet auch im kommenden Jahr an der Ruhr-Universität Bochum statt. Wir freuen uns, Sie dann am 19. September 2018 im Veranstaltungszentrum begrüßen zu dürfen.

Brain Day 2017

Flyer


ANSPRECHPARTNERIN

Ursula Heiler, MA

Tel.: +49(0)234-32-26682

Fax.: +49(0)234-32-14490

E-mail: sfb874@rub.de


Angeklickt

Programm 2017

Brain Day 2016

Brain Day 2015

Brain Day 2014

Brain Day 2013

Brain Day 2012

Brain Day 2011


Podcasts

Vortrag
Prof. Dr. Dr. Dr. med. habil. Hanns Hatt,
DIE MACHT DER DüFTE: NEUE WIRKMECHANISMEN VON RIECHREZEPTOREN

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(27 MB | 33:13 min)

Vortrag
Jun.-Prof. Dr. Nadja Freund,
HIMMELHOCH JAUCHZEND, ZU TODE BETRüBT WAS WIR üBER DIE BIPOLARE STöRUNG WISSEN

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(25,5 MB | 32:46 min)

Vortrag
Dr. Christian Klaes,
GEHIRN-COMPUTER SCHNITTSTELLEN IN DER NEURO-REHABILITATION: WIE DER CHIP IM GEHIRN LäHMUNGEN üBERWINDET

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(16,7 MB | 22,06 min)