Brain CafÉ 2013
Alle Brain Cafés finden jeweils um 18 Uhr in der Universitätsbibliothek (UB), Etage 1, Raum 9 der Ruhr-Universität statt.
Brain CafÉ - April bis Juni 2013
24.04.2013 Das Nicht-Sichtbare sichtbar machen – GehirnaktivitÄt
und visuelle Wahrnehmung.
PD Dr. Dirk Jancke, Optical Imaging Lab, Institut für Neuroinformatik
Sind Sie sicher, immer das zu sehen, was wirklich zu sehen ist? Das Sehen erscheint uns so selbstverständlich, weil in den Netzwerken des Gehirns vieles automatisch geschieht und unserer Wahrnehmung verborgen bleibt. Optische Täuschungen können diese Prozesse sichtbar machen. Sie verraten uns, dass sich zwischen Nervenzellen in jeder Millisekunde Interaktionen abspielen, die wesentlich mehr als nur ein einfaches Abbild eingehender Lichtreize erzeugen. In seinem Vortrag gibt PD Dr. Dirk Jancke Einblicke in die komplexen Abläufe neuronaler Aktivitäten und Verarbeitungsprozesse. Sie zeigen, dass unser Gehirn viele Annahmen macht und machen muss, um die Vielgestaltigkeit der Welt visuell erfassen zu können.
22.05.2013 Therapie im 21. Jahrhundert: Sind Hirntumoren heilbar?
Prof. Dr. Uwe Schlegel, Direktor der Universitätsklinik für Neurologie, Knappschaftskrankenhaus, Medizinische Fakultät
In den vergangenen 20 Jahren hat es vielfältige Fortschritte in der Therapie von Tumoren des Gehirns gegeben. Bei vielen Tumoren des Gehirns kann heute durch Operation, Strahlen- und Chemotherapie eine deutliche Lebenszeitverlängerung mit Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden. Einige bösartige Tumoren des Gehirns sind heute sogar heilbar. Neue Therapieprinzipien wie eine Hemmung der Tumorgefäßversorgung, eine "Immunisierung" gegen Bestandteile des Tumors und "gezielte Angriffe" (trageted therapies) gegen besondere biologische Merkmale des Tumors werden derzeit untersucht. Gerade in Deutschland wurden in den letzten Jahren wesentliche Grundlagen der Biologie von Gehirntumoren entdeckt, die neue Therapieentwicklungen befördern werden.
26.06.2013 Kann man durch Fisch essen seine Gedanken
beschleunigen?
Prof. Dr. Irmgard Dietzel-Meyer, Molekulare Neurochemie, Fakultät für Chemie und Biochemie
"Was könnte ich alles schaffen, wenn ich nur schneller wäre?" denkt man sich manchmal. Könnten wir schneller denken, wäre ein Studium besser zu bewältigen, kürzere Reaktionszeiten bewahrten uns vor manchem Unfall. Die Geschwindigkeit unseres Denkens wird letztlich durch die elektrischen Prozesse bestimmt, die die Signalübertragung in unserem Nervensystem steuern. Im Brain-Cafe am 26.06. werden zunächst die biophysikalischen Prozesse erklärt, die die Geschwindigkeit bestimmen, mit der Nervenzellen auf Umweltreize antworten. Dabei setzen uns die Na-Ionen, die wir täglich in Form von Kochsalz aufnehmen, im wahrsten Sinne des Wortes unter "Strom". Welchen Einfluss das Spurenelement Iod, das wir aus Meeresfischen aufnehmen und anschließend in Schilddrüsenhormone einbauen, auf diese "Ströme" hat und welche Auswirkungen dies auf die Funktion von Nerven- und Muskelzellen haben kann, wird im zweiten Teil des Vortrags diskutiert.
Alle Brain Cafès finden jeweils um 18:00 Uhr in der Universitätsbibliothek (UB), Etage 1, Raum 9 der Ruhr-Universität Bochum statt.
Hier finden Sie den Flyer vom Brain Café April bis Juni 2013 mit einer genauen Wegbeschreibung.
Brain CafÉ - Januar bis MÄrz 2013
23.01.2013 Allgemeine Grundlagen der Stammzellforschung, aktuelle Kontroversen und Perspektiven fÜr die Neurowissenschaften
Prof. Dr. Andreas Faissner, Zellmorphologie und Molekulare Neurobiologie, Fakultät für Biologie und Biotechnologie
Die Stammzellbiologie erfährt seit mehreren Jahren einen dramatischen Zuwachs. Die Bedeutung des Wissenschaftsfeldes spiegelt sich auch in der Verleihung des Nobelpreises für Physiologie und Medizin an die Stammzellforscher J.B. Gurdon und S. Yamanaka im Jahre 2012. Die Analyse der embryonalen sowie der gewebsspezifischen Stammzellen beschäftigt die Grundlagenforschung und führt zu raschen Erkenntnisfortschritten. Darüber hinaus bieten Fragestellungen zur Haltung, Vermehrung und Anwendungen der Stammzellen zahlreiche Bezüge zur Biotechnologie und zur medizinischen Anwendung. Die Möglichkeiten der Expansion und Manipulation von Stammzellen werfen aber auch allgemeine Fragen auf, die in zahlreiche Bereiche der Ethik, Rechtsprechung und Gesellschaftspolitik hineinreichen und seit Jahren europaweit kontrovers diskutiert werden.
Download audio podcast (98 MB | 53:22 min)
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20.02.2013 Lernen und Vergessen im gesunden Hirn
Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan, Neurophysiologie, Medizinische Fakultät
Wenn wir lernen, speichern wir das, was wir gelernt haben, im Gehirn. Genauer gesagt, wir speichern diese Information in unseren Hirnzellen. Wie geht das, dass wir in der Lage sind so viele Erinnerungen zu bilden, die wir zum Teil ein Leben lang beibehalten können? Heisst Vergesslichkeit, dass das Gehirn nicht mehr gesund ist? In diesem Vortrag wird die Physiologie der Gedächtnisbildung erklärt.
20.03.2013 Lernen unter Stress: Funktioniert das? Und wenn ja, wie?
PD Dr. Lars Schwabe, Kognitionspsychologie, Fakultät für Psychologie
Jeder von uns kennt Stress. Ob in der Schule, in der Uni oder im Büro, für viele von uns gehört Stress zum Alltag. Doch wussten Sie, dass Stress einen Einfluss darauf haben kann, wie und wie viel wir lernen und erinnern?
Macht Stress vergesslich? Lernen wir unter Stress, mehr, weniger oder einfach anders? Wie beeinflusst Stress Lern- und Gedächtnisprozesse in unserem Gehirn? Auf diese und weitere spannende Fragen gibt Dr. Lars Schwabe in seinem Vortrag erste Antworten.
Download audio podcast (68 MB | 49:16 min)
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Alle Brain Cafès finden jeweils um 18:00 Uhr in der Universitätsbibliothek (UB), Etage 1, Raum 9 der Ruhr-Universität Bochum statt.
Hier finden Sie den Flyer vom Brain Café Januar bis März 2013 mit einer genauen Wegbeschreibung.




