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Grenzwerte » Gesetze und Verordnungen » Safety

Grenzwerte

Grenzwerte haben eine zentrale Bedeutung für den praktischen Arbeitsschutz. Solange diese Werte unterschritten bleiben, besteht kein erhöhtes Gesundheitsrisiko für die Beschäftigten.

Man unterscheidet zwischen Grenzwerten in der Luft am Arbeitsplatz und Grenzwerten im biologischen Material.

Die zwei wichtigsten Grenzwerte sind in der Gefahrstoffverordnung verankert: Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) und der Biologische Grenzwert (BGW).

Grenzwerte in der Gefahrstoffverordnung

Seit 1. Januar 2005 besteht mit dem Inkrafttreten der neuen Gefahrstoffverordnung ein neues Grenzwert-Konzept. Die neue GefStoffV kennt zwei Grenzwerte, genannt Arbeitsplatzgrenzwert – AGW und Biologischer Grenzwert – BGW.
Sie ersetzen die alten Bezeichnungen MAK (Maximale Arbeitsplatzkonzentration)- und BAT-Wert (Biologischer Arbeitsplatztoleranzwert), welche jedoch als Richt- und Orientierungsgrößen weiter verwendet werden.

Im folgenden werden diese vier wichtigen Grenzwerte kurz vorgestellt.

Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW)

Der Arbeitsplatzgrenzwert ist laut Definition "die zeitlich gewichtete durchschnittliche Konzentration eines Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz im Bezug auf einen gegebenen Referenzzeitraum". In der Regel geht man davon aus, dass es sich bei diesem Referenzzeitraum um eine Beschäftigungsdauer von 40h die Woche handelt, dies ist jedoch nicht einheitlich geregelt.

Die Grenzwerte werden vom Ausschuss für Gefahrstoffe aufgrund vorliegender arbeitsmedizinischer Erfahrungen und toxikologischer Erkenntnisse erarbeitet und schließlich dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorgesschlagen, welches sie endgültig festlegt und veröffentlicht.

Der MAK-Wert

Der MAK-Wert bezeichnet "die höchstzulässige Konzentration eines Arbeitsstoffes [...] in der Luft am Arbeitsplatz, die nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnis auch bei wiederholter und langfristiger, in der Regel 8-stündiger Exposition, jedoch bei Einhaltung einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden [..] die Gesundheit der Beschäftigten nicht beeinträchtigt und diese nicht unangemessen belästigt". (genaue Definition siehe unten)

Festgelegt werden die MAK-Werte von der MAK-Kommission, welche sich ausschließlich aus Fachleuten der Arbeitsmedizin und der Toxikologie zusammensetzt. Die Bestimmung der MAK- Werte erfolgt aufgrund von toxikologischen Untersuchungen, wobei sich hier auch an Reizschwellen (beispielsweise Husten) und nicht nur an toxikologisch nachweisbaren Wirkschwellen orientiert wird. Dies hat zur Folge, dass die MAK-Werte meist unter den AGWs liegen.

Mit Einführung der neuen Gefahrstoffverordnung 2005 wurde der MAK-Wert durch den AGW ersetzt, um jedoch einen optimalen Schutz der Beschäftigten zu gewährleisten, sollte der MAK-Wert nicht außer Acht gelassen werden.

Der Biologische Grenzwert (BGW)

Der biologische Grenzwert (BGW) ist "der Grenzwert für die toxikologisch-arbeitsmedizinisch abgeleitete Konzentration eines Stoffes, seines Metaboliten [...] im entsprechenden biologischen Material, bei dem im Allgemeinen die Gesundheit eines Beschäftigten nicht beeinträchtigt wird".

Aufgestellt werden biologische Grenzwerte in der Regel für Untersuchungen von Blut und Urin.

Die Werte werden, wie der Arbeitsplatzgrenzwert, vom Ausschuss für Gefahrstoffe erarbeitet und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales zur Verabschiedung vorgelegt.

Hier ein nützlicher Link:

Der Biologische Arbeitsplatztoleranzwert (BAT-Wert)

Bei dem Biologischen Arbeitsplatztoleranzwert handelt es sich um die höchstzulässige Konzentration eines Stoffes oder daraus entstehender Stoffwechselprodukte im Körper, bei der nach gegenwärtigem Wissensstand die Gesundheit nicht gefährdet wird. (genaue Definition siehe unten)

Bevor sie im Jahre 2005 durch den BGW ersetzt wurden, wurden die BAT-Werte ebenfalls vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Zusammenarbeit mit dem Ausschuss für Gefahrstoffe herausgegeben.

Im folgenden PDF aus dem Jahre 2004 findet Ihr nähere Informationen über den BAT-Wert.




Das Buch "MAK- und BAT-Werte-Liste 2008" der Deutschen Forschungsgemeinschaft ist in der Fakultätsbibliothek einzusehen.

 
 
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