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Sergey Bolmat wurde 1960 in Sankt Petersburg geboren und studierte
an der Staatlichen Hochschule für Kunst und Design. Bereits
seit seinem 18. Lebensjahr schreibt er Drehbücher und Erzählungen.
Neben Tätigkeiten als Grafik-Designer, Layouter und Set-Designer
beim Film, war er auch als bildender Künstler erfolgreich.
Mittlerweile ist das Schreiben zu seiner Hauptbeschäftigung
geworden.
Als Sergey Bolmat im Jahre 1997 nach einigen Monaten aus New
York nach Sankt Petersburg zurückkehrte, wurde ihm klar,
dass er in Russland nicht mehr leben konnte.
Der Glaube, den er einige Jahre zuvor noch an das Fortkommen des
Landes, in die Etablierung des Kapitalismus hatte und sich auch
vorstellen konnte, Russland würde die westlichen Staaten
bald überholen, bezeichnet er heute als patriotischen Quatsch.
Er
hatte damals bereits ein Einreisevisum für Deutschland, das
er dann sofort benutzte.
Heute fährt er ca. einmal jährlich für zwei bis
drei Wochen nach Russland. Grundsätzlich könnte er sich
mittlerweile vorstellen, überall, auch in Russland, leben
zu können. Bevorzugte Richtung bleibt jedoch der Westen.
Zur Frage, hinsichtlich seiner Identität, Sergej Bolmat wörtlich:
"Ich fühle mich, natürlich, Russisch. Trotzdem,
wiederholt ab und zu das Leben die letzte Szene aus meinem zweiten
Buch; neulich ist das am Flughafen Moskau gewesen. "
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