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Ostrowok bietet als russischsprachige
"Insel" [von russ. ostrowok] im deutschsprachigen
Internet Informationen und Unterhaltung für Russen und Russischsprechende
in der Bundesrepublik. Publiziert werden neben klassischen Texten [Klassika]
auch Arbeiten wenig oder gar nicht bekannter russischsprachiger AutorInnen,
vorzugsweise Gedichte. Ein großer Teil der hier vertretenen Autoren
und Autorinnen lebt noch in Russland. Andere schreiben aus den Vereinigten
Staaten, Kanada und Deutschland.
Über die Links von
ostrowok.de kann der Leser direkt auf die Homepages der AutorInnen
gelangen, sei es zwecks vertiefender Lektüre, sei es zwecks virtuellen
Gedankenaustauschs. Inhaltlich liegt im Bereich der Prosa der Schwerpunkt
merklich im Bereich der anekdotenhaften Erzählung und Witz-Miniatur.
Auch sind literarisierte Berichte und Erinnerungen über das Leben der
russischen Emigranten in Deutschland ein spezielles Thema. Neu ist eine
Rubrik unter dem Titel "Samisdat" [Selbstverlag]. Hier steht
es jedem Besucher frei, unabhängig von einer redaktionellen Bearbeitung
oder Kontrolle eigene Texte zu veröffentlichen. In der Abteilung "Prosa"
werden Möglichkeiten kollektiven Schreibens angeboten. Selbstverständlich
verfügt auch ostrowok über ein Gästebuch, das zum literarischen
Small-talk herausfordert. Teile der Publikation sind auch in deutscher
Sprache zugänglich.
Alexej Nagel, der die Seite mit anderen
ins Leben gerufen hat und sie bis heute betreut, ist Dipl.-Ingenieur
und Programmierer, verfügt mithin über keine professionelle Ausbildung
im Bereich der Literaturwissenschaft. Es handelt sich bei ostrowok
also weder um ein rein literaturwissenschaftliches Projekt, noch um
ein spezielles Forum für russischsprachige SchriftstellerInnen in der
deutsch(sprachigen) Emigration. Vielmehr ist ostrowok.de ein
literarischer Knotenpunkt, an dem russischsprachige SchriftstellerInnen
aus dem "In- und Ausland" mit ihren LeserInnen zusammentreffen
können und somit ein im besten Sinne als "graphomanisch" zu
bezeichnendes Projekt.
H.S.
Stand Juni 2003, freie
Analyse ohne Leitfaden
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