"Axis aestheticus mundi Tauricam
transit", lautet das Motto des Klubs, in Anspielung auf die kulturgeschichtlich
bedeutende Rolle, die der Krim gerade auch für die Entwicklung der russischen
Literatur zukommt. Diese ästhetische Achse der Welt, deren Kurbel auf
der Halbinsel Krim liege, wurde bereits von dem Dichter
Maksimilian
Woloschin als dem ersten Geopoeten des zwanzigsten Jahrhunderts
"entdeckt" und in Bewegung versetzt. Einen Anziehungspunkt
für (alt)bekannte wie junge Schriftsteller Russlands und der Ukraine
bleibt die Krim bis heute, auch in ihrer Internet-Form. Da stört es
wenig, dass diese Zufluchtsstätte schon bald aus dem virtuellen Raum
nach Moskau, ins geografische Zentrum, verlegt wurde. Was zählt, ist
die ästhetische Imaginationskraft. Die Mitglieder des Klubs treffen
sich zu gemeinsamen Aktionen wie dem "runden Stuhl", wo der
Künstler zum Befragten wird, oder zu Diskussionen und Lesungen.
Autoren
wie Nikolai Baitow oder Sergei Birjukow erhalten hier ein besonderes
Forum. Die zahlreichen
Expeditionen
einiger Klubmitglieder werden auf der Seite auch dokumentiert. Wer selbst
Mitglied im Klub werden will, kann sich anmelden: bei dem Initiator,
Autor und Koordinator des Projekts Igor Sidorenko, bekannt auch unter
dem Pseudonym "Sid".
E.B.