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Die Seite "Dnjepropetrowsk – Jekaterinoslawl-
Sitscheslawl" vereinigt drei Städte, die auf der Landkarte entlang
des Flusses Dnepr liegen. Sie stellt jedoch auch einen wichtigen Punkt
auf einer ganz anderen Karte dar, die sich im Gegensatz zur geopolitischen
als "geopoetische" definiert. Die geopoetischen Kartographen
vom Dnepr führen alle Künstler, die dort irgendwann einmal gelebt haben,
zu einer künstlerischen Gemeinde zusammen. So verschmelzen die disziplinären
und zeitlichen Grenzen zwischen der Theosophin E.P.Blawatskaja, dem
Bildhauer und Dichter Ilja Kabakow, dem Barden Aleksandr Galitsch und
der Dichterin Linor Goralik. Die räumlichen Grenzen werden jedoch unter
Berücksichtigung der zeitlichen Dimension zunehmend transparent, denn
manch zeitgenössischer Künstler vom geopoetischem Dnepr wohnt jetzt
nicht mehr in der Ukraine. Auch die sprachlichen Grenzen des Russischen
und Ukrainischen verwischen. Letzten Endes geht es hier wohl um die
Schaffung eines virtuellen Kulturraums, der so in der Wirklichkeit nie
existiert hat und in seiner räumlichen Fokussierung paradoxerweise allein
im Internet eine Daseins-Chance hat.
Die Seite hat ein
benutzerfreundliches Navigationssystem und ein anspruchsloses, aber
angenehmes Design. Die Rubrik Dnepr
informiert über alle Neuigkeiten. Unter Unsere
Poeten und Prosaiker findet sich eine Liste der Autoren mit den
entsprechenden Links. Die Rubrik So
etwas wie ein literarischer Prozess beinhaltet einige der vor Ort
periodisch oder unregelmäßig erscheinende literarische Zeitschriften.
Das "reale" Literaturmuseum
in Dnepropetrowsk, in dem zahlreiche Exponate aufbewahrt werden, findet
auf der Seite auch seinen Platz. Hier gilt das Interesse vor allen Dingen
den "klassischen" Poeten und Schriftstellern wie Puschkin,
Schewtschenko, Gogol oder Bunin. Neben der Literatur werden auch Bilder
vorgestellt: Die größte Internet- Galerie
beinhaltet 1500 Bilder der Künstler von Dnepr.
E.B.
Stand
Juni 2003, freie Analyse ohne Leitfaden
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