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Kontakt zum Fachbereich
Lehrstuhl Werkstoffwissenschaft
Dr.-Ing. Matthias Frotscher, Prof. Dr. Gunther Eggeler
Institut für Werkstoffe/Werkstoffwissenschaft-Medizintechnik, RUB
Matthias.Frotscher@rub.de
Tel. 0234/32-25910
Geflochtene Implantate
Bochumer Forscher optimieren Gefäßimplantate mit Gedächtnis
Formgedächtnislegierungen sind hervorragend geeignet als Werkstoff für Gefäßimplantate. Sie „erinnern“ sich nach Verformungen an ihre Ursprungsform und nehmen sie immer wieder ein wie ein elastisches Blutgefäß. Im Institut für Werkstoffe der Ruhr-Universität beschäftigen sich Forscher seit über zehn Jahren mit diesen Werkstoffen. Die Forschungsgruppe Medizinische Werkstoffe/Biomaterialien arbeitet an neuen Fertigungsalternativen auf der Basis eines Flechtverfahrens.
Geflochtene Implantate sind einerseits günstiger herzustellen als herkömmliche, die mittels Laser aus einem Röhrchen geschnitten werden und dann noch elektropoliert werden müssen. Ausgangsmaterial für geflochtene Implantate sind Drähte als günstigste und einfachste auf dem Markt erhältliche Halbzeuge aus Titan-Nickel-Formgedächtnis-Legierungen. Andererseits haben sie gegenüber lasergeschnittenen Gefäßstützen den Vorteil, dass man sie nahezu beliebig dünn herstellen und miteinander verbinden kann. Das eröffnet Mediziner neue Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel in der Transplantationsmedizin. Flicht man Drähte aus Edelmetallen ein, verbessert man die Röntgensichtbarkeit.
English abstract
Self-expanding NiTi implants on the move: The innovative shape memory alloy is gaining ground in medicine with innovative stents and new production methods. Braided stents have the potential for new medical therapies, continuous production and cost reduction and complement the laser-machined stents, which are state-of-the-art today.