
Rund 20 000 Aleviten aus ganz Europa protestierten am 30. Dezember 2007 in Köln gegen den ARD-Tatort „Wem Ehre gebührt“. Sie sahen darin durch das deutsche Fernsehen das jahrhundertealte Stigma des Inzests der Aleviten in der Türkei von neuem belebt. Innerhalb weniger Tage organisierte die Konföderation der Alevitischen Gemeinden in Deutschland (AABK) diese Massenaktion ohne großes Organisationsbüro oder andere Ressourcen.

„Ich bin zu dick“ ist das Urteil von Patientinnen mit Essstörungen beim Blick in den Spiegel, auch wenn sie oft objektiv untergewichtig sind. Eine verzerrte Körperwahrnehmung ist Risiko- und aufrechterhaltender Faktor von Essstörungen wie Magersucht (Anorexie) und Ess-Brech-Sucht (Bulimie). Diese Verzerrung spiegelt sich in den Hirnfunktionen wider und kann durch Körperbildtherapie nachweislich verändert werden.

Was Verwaltungsmitarbeiter an ihrer unverständlichen Amtssprache festhalten lässt, ist oft die Angst, sich rechtlich aufs Glatteis zu begeben. Kein Grund zum Fürchten, meint Michaela Blaha. Die Projektleiterin des Internet-Dienstes für eine moderne Amtssprache IDEMA hat festgestellt, dass Sprach-, Stil- und Strukturverbesserungen die Rechtssicherheit nicht in Mitleidenschaft ziehen müssen.

Die gute Nachricht zuerst: Wir werden immer älter und die Medizin wird immer besser. Doch der Preis des medizinischen Fortschritts steigt zunehmend ins Unerschwingliche. Die große Herausforderung der nächsten Jahre wird sein, die vorhandenen Ressourcen sinnvoll und gerecht zu verteilen. Doch zunächst muss jeder für sich selbst entscheiden, was ihm die medizinische Versorgung wert ist.

Titel RUBIN Sommer 2009