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RUBINWissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität Bochum

Geisteswissenschaften

Die Stärke schwacher Bindungen

Transnationale Migrantenorganisationen können neue Ansätze zur Integration bieten

Beitrag 3

Rund 20 000 Aleviten aus ganz Europa protestierten am 30. Dezember 2007 in Köln gegen den ARD-Tatort „Wem Ehre gebührt“. Sie sahen darin durch das deutsche Fernsehen das jahrhundertealte Stigma des Inzests der Aleviten in der Türkei von neuem belebt. Innerhalb weniger Tage organisierte die Konföderation der Alevitischen Gemeinden in Deutschland (AABK) diese Massenaktion ohne großes Organisationsbüro oder andere Ressourcen.

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Der eigene Körper im Zerrspiegel

Neuropsychologische Grundlagen des gestörten Körperbildes bei Essstörungen

Facette 3

„Ich bin zu dick“ ist das Urteil von Patientinnen mit Essstörungen beim Blick in den Spiegel, auch wenn sie oft objektiv untergewichtig sind. Eine verzerrte Körperwahrnehmung ist Risiko- und aufrechterhaltender Faktor von Essstörungen wie Magersucht (Anorexie) und Ess-Brech-Sucht (Bulimie). Diese Verzerrung spiegelt sich in den Hirnfunktionen wider und kann durch Körperbildtherapie nachweislich verändert werden.

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Keine Ausreden für angestaubtes Amtsdeutsch

Verständlich schreiben muss die Rechtssicherheit nicht gefährden

Facette 4

Was Verwaltungsmitarbeiter an ihrer unverständlichen Amtssprache festhalten lässt, ist oft die Angst, sich rechtlich aufs Glatteis zu begeben. Kein Grund zum Fürchten, meint Michaela Blaha. Die Projektleiterin des Internet-Dienstes für eine moderne Amtssprache IDEMA hat festgestellt, dass Sprach-, Stil- und Strukturverbesserungen die Rechtssicherheit nicht in Mitleidenschaft ziehen müssen.

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Wer über den Wert entscheidet

Wenn knappe Ressourcen im Gesundheitswesen Leistungseinschränkungen erzwingen

Facette 5

Die gute Nachricht zuerst: Wir werden immer älter und die Medizin wird immer besser. Doch der Preis des medizinischen Fortschritts steigt zunehmend ins Unerschwingliche. Die große Herausforderung der nächsten Jahre wird sein, die vorhandenen Ressourcen sinnvoll und gerecht zu verteilen. Doch zunächst muss jeder für sich selbst entscheiden, was ihm die medizinische Versorgung wert ist.

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Titelbild RUBIN
Titel RUBIN Sommer 2009

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