
Heutige elektronische Bauteile nutzen ausschließlich die elektrische Ladung von Elektronen. Jedoch trägt jedes Elektron als bisher brachliegende Information den so genannten Spin. Würde es gelingen, den Spin zu nutzen, könnte zum Beispiel die Schaltgeschwindigkeit von Transistoren erheblich gesteigert werden, und die Speicherkapazität des Arbeitsspeichers in Computern würde sich vervielfachen.

Die hochtemperaturbeständige Turbinenschaufel oder der Metallkopf eines Golfschlägers, der die gesamte Bewegungsenergie des Hüftschwungs auf den Golfball überträgt, lassen ahnen, was in Werkstoffen noch alles steckt. Wenn eine Schmelze erstarrt, entscheiden Millisekunden über die späteren Eigenschaften der Legierung. Materialforscher widmen sich diesen Vorgängen im Mikrometerbereich. Ihre Vision ist die vollständige Simulation aller ablaufenden Prozesse, dafür verlassen sie sogar sicheren Boden und experimentieren im Weltraum weiter.

Titel RUBIN Frühjahr 2008