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RUBENS 99

1. Juli 2005

Reif für die Insel

Dr. Gil-López aus Teneriffa zu Gast an der Ruhr-Uni


Tiefblaues Wasser, feiner Sandstrand, eine sanfte Brise unter einem Palmenhain ... Wer träumt nicht davon? Dr. Ernesto Gil-López hat ein solches Paradies direkt vor der Haustür, denn er lebt auf Teneriffa. Nun zog es den Professor für spanische Literatur von der Universität La Laguna für kurze Zeit ins Herz des Ruhrgebiets. Im Rahmen des europäischen Mobilitätsprogramms für Dozenten war vom 9. bis 14. Juni Gast am Lehrstuhl von Prof. Manfred Tietz (Romanische Philologie). Er hielt Vorlesungen, kam aber auch in seiner Eigenschaft als Erasmuskoordinator mit der Absicht, die Kooperation zwischen der Ruhr-Uni und der Universität La Laguna auszubauen. Vor seiner Abreise sprach RUBENS mit dem spanischen Gast.


RUBENS: Sie sind nun seit fünf Tagen bei uns im Ruhrgebiet. Wie gefällt es Ihnen hier?

Gil-López: Ich bin beeindruckt! Hier ist alles so grün; ganz anders als auf Teneriffa. Und alles wirkt so sauber. Man scheint sich in Deutschland gut um seine Umwelt zu kümmern. Bezogen auf die Menschen kann ich nur sagen: Sie sind sehr freundlich, liebenswürdig und offenherzig. Sie teilen viele Eigenschaften mit den Kanarios; nur sind sie hier höflicher. (lacht)

RUBENS: Nun zum eigentlichen Grund Ihres Besuches. Sie haben hier zusammen mit dem Lehrstuhl von Prof. Tietz drei Vorträge gehalten. Wir beurteilen Sie diese Kooperation?

Gil-López: Sehr positiv! Ich wurde unglaublich freundlich aufgenommen. Am Lehrstuhl kümmert man sich sehr intensiv um die Lehre und um die Studenten. Ich nehme den Eindruck mit nach Teneriffa, dass die Studierenden hier gut aufgehoben sind.

RUBENS: Und wie empfanden Sie den Kontakt zu den Bochumer Studierenden?

Gil-López: Der Dialog mit den hiesigen Hispanistikstudenten war wirklich produktiv. Sie waren an unmittelbaren Informationen aus Spanien und unserer Art zu lehren interessiert, während sich für mich die Möglichkeit ergab, ihre Sicht der Dinge kennen zu lernen.

RUBENS: Sie sind auch in Ihrer Funktion als Erasmuskoordinator der Universität La Laguna bei uns in Bochum. Welche Neuigkeiten haben Sie für Studierende, die gerne mal als Erasmusstudenten zu Ihnen nach Teneriffa kommen möchten?

Gil-López: Ich sehe das Programm als phantastische Möglichkeit für europäische Studenten, ihre Fremdsprachkenntnisse zu verbessern und andere Kulturen und Gesellschaften hautnah zu erfahren. Auch der Aufbau und die Art der Wissensvermittlung an den Universitäten sind ja recht unterschiedlich. Diese Erfahrungen sind von unschätzbarem Wert und gerade für Philologiestudenten nahezu unverzichtbar. Daher freue ich mich, dass wir die Zahl der Erasmusplätze auf fünf erweitern konnten.

RUBENS: Wie sehen Sie die Möglichkeit der zukünftigen Zusammenarbeit zwischen Ihrer Uni und der Ruhr-Uni?

Gil-López: Ich denke, dass ein Ausbau der Kooperation im Interesse beider Unis liegt. Mit der Erweiterung des Erasmusprogramms ist ein wichtiger Schritt gemacht. Weitere können folgen; auch im Bezug auf den Ausbau der literaturwissenschaftlichen Zusammenarbeit. Es würde mich freuen, wenn wir den eingeschlagenen Weg weiter gemeinsam beschreiten würden und käme eines Tages gerne wieder nach Bochum.

RUBENS: Vielen Dank und auf ein baldiges Wiedersehen!

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Letzte Änderung: 30.06.2005| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik