Reif für
die Insel
Dr. Gil-López
aus Teneriffa zu Gast an der Ruhr-Uni
Tiefblaues Wasser, feiner Sandstrand, eine sanfte Brise
unter einem Palmenhain ... Wer träumt nicht davon?
Dr. Ernesto Gil-López hat ein solches Paradies
direkt vor der Haustür, denn er lebt auf Teneriffa.
Nun zog es den Professor für spanische Literatur
von der Universität La Laguna für kurze Zeit
ins Herz des Ruhrgebiets. Im Rahmen des europäischen
Mobilitätsprogramms für Dozenten war vom 9.
bis 14. Juni Gast am Lehrstuhl von Prof. Manfred Tietz
(Romanische Philologie). Er hielt Vorlesungen, kam aber
auch in seiner Eigenschaft als Erasmuskoordinator mit
der Absicht, die Kooperation zwischen der Ruhr-Uni und
der Universität La Laguna auszubauen. Vor seiner
Abreise sprach RUBENS mit dem spanischen Gast.
RUBENS: Sie sind nun seit fünf Tagen bei uns
im Ruhrgebiet. Wie gefällt es Ihnen hier?
Gil-López: Ich bin beeindruckt! Hier ist alles
so grün; ganz anders als auf Teneriffa. Und alles
wirkt so sauber. Man scheint sich in Deutschland gut
um seine Umwelt zu kümmern. Bezogen auf die Menschen
kann ich nur sagen: Sie sind sehr freundlich, liebenswürdig
und offenherzig. Sie teilen viele Eigenschaften mit
den Kanarios; nur sind sie hier höflicher. (lacht)
RUBENS: Nun zum eigentlichen Grund Ihres Besuches. Sie
haben hier zusammen mit dem Lehrstuhl von Prof. Tietz
drei Vorträge gehalten. Wir beurteilen Sie diese
Kooperation?
Gil-López: Sehr positiv! Ich wurde unglaublich
freundlich aufgenommen. Am Lehrstuhl kümmert man
sich sehr intensiv um die Lehre und um die Studenten.
Ich nehme den Eindruck mit nach Teneriffa, dass die
Studierenden hier gut aufgehoben sind.
RUBENS: Und wie empfanden Sie den Kontakt zu den Bochumer
Studierenden?
Gil-López: Der Dialog mit den hiesigen Hispanistikstudenten
war wirklich produktiv. Sie waren an unmittelbaren Informationen
aus Spanien und unserer Art zu lehren interessiert,
während sich für mich die Möglichkeit
ergab, ihre Sicht der Dinge kennen zu lernen.
RUBENS: Sie sind auch in Ihrer Funktion als Erasmuskoordinator
der Universität La Laguna bei uns in Bochum. Welche
Neuigkeiten haben Sie für Studierende, die gerne
mal als Erasmusstudenten zu Ihnen nach Teneriffa kommen
möchten?
Gil-López: Ich sehe das Programm als phantastische
Möglichkeit für europäische Studenten,
ihre Fremdsprachkenntnisse zu verbessern und andere
Kulturen und Gesellschaften hautnah zu erfahren. Auch
der Aufbau und die Art der Wissensvermittlung an den
Universitäten sind ja recht unterschiedlich. Diese
Erfahrungen sind von unschätzbarem Wert und gerade
für Philologiestudenten nahezu unverzichtbar. Daher
freue ich mich, dass wir die Zahl der Erasmusplätze
auf fünf erweitern konnten.
RUBENS: Wie sehen Sie die Möglichkeit der zukünftigen
Zusammenarbeit zwischen Ihrer Uni und der Ruhr-Uni?
Gil-López: Ich denke, dass ein Ausbau der Kooperation
im Interesse beider Unis liegt. Mit der Erweiterung
des Erasmusprogramms ist ein wichtiger Schritt gemacht.
Weitere können folgen; auch im Bezug auf den Ausbau
der literaturwissenschaftlichen Zusammenarbeit. Es würde
mich freuen, wenn wir den eingeschlagenen Weg weiter
gemeinsam beschreiten würden und käme eines
Tages gerne wieder nach Bochum.
RUBENS: Vielen Dank und auf ein baldiges Wiedersehen!
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