|
|
|
 |
RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
|
|
| |
| |
|
 |
|
|
|
|
Gedenkfeier
Zum 100.
Geburtstag von Prof. Albert Schulze-Vellinghausen
Der vor 100 Jahren, am 30. Mai 1905, in Werne geborene
Kunst-, Literatur- und Theaterkritiker, Kunstsammler,
Buchhändler und Übersetzer Prof. Albert Schulze-Vellinghausen
legte mit einer großzügigen Schenkung den Grundstock
für die Kunstsammlungen der Ruhr-Uni. Er verfügte
1967 testamentarisch, dass er seine zuvor in Dortmund-Kley
gezeigte Kunstsammlung mit ausgezeichneten Exponaten von
Josef Albers, Günter Frühtrunk, Josef Beuys,
Lucio Fontana, Otto Piene, Günther Uecker, Victor
Vasarely, Cy Twombly und vielen anderen namhaften Künstlern
seiner Zeit nur dann der Universität vermache, wenn
sie für einen adäquaten Ausstellungsraum sorge
und das Land Nordrhein-Westfalen das Museum mit einem
jährlichen Ankaufsetat unterstütze.
Erklärtermaßen sollte die Ruhr-Universität
ein Ort der fortwährenden Auseinandersetzung mit
zeitgenössischer Kunst sein. Schulze-Vellinghausen
wollte vermeiden, dass ein mit seiner Sammlung gegründetes
Museum zu einem Mausoleum erstarrt.
In den vergangenen Jahrzehnten haben die Institutsleiter
des Kunstgeschichtlichen Instituts, Prof. Max Imdahl und
Prof. Monika Steinhauser, die Sammlung kontinuierlich
erweitert und die Kurator/innen der Sammlung das Museum
durch Sammlungspräsentationen, Ausstellungen und
Diskussionen zeitgemäß aktualisiert und belebt.
Orientierung blieb nach wie vor der Grundstock der musealen
Sammlung, den Schulze-Vellinghausen mit seiner Schenkung
gelegt hatte. Er begeisterte sich ebenso für die
Werke der konkreten und konstruktiven Kunst seiner Zeit
wie für die gestisch-expressive Malerei. Noch heute
prägen Werke François Morellets und Günter
Frühtrunks ebenso die Sammlung moderner Kunst wie
die Gemälde von Emil Schumacher, Jean Dubuffet und
Arnulf Rainer.
Schulze-Vellinghausen hat sich als Kunst- und Theaterkritiker
in besonderer Weise für die kulturelle Entwicklung
im Ruhrgebiet eingesetzt. Er hat im Nachkriegs-Deutschland
nicht nur Eugène Ionesco und Jean Paul Sartre durchgesetzt
und das Bochumer Theater und die Ruhrfestspiele begleitet,
sondern auch die Kunstszene an der Ruhr gefördert.
Seine besondere Unterstützung fanden die Maler des
jungen westen.
Am 28. Juli wird das Kunstgeschichtliche Institut zum
Hundersten von Albert Schulze-Vellinghausen eine Gedenkfeier
veranstalten. Eduard Beaucamp, wie ASV (so das journalistische
Kürzel von Albert Schulze-Vellinghausen) Kritiker
der FAZ, wird über den begeisterten und großzügigen
Privatsammler und Publizisten sprechen.
Info: Termin der Gedenkfeier: 28. Juli, 18 h, Kunstsammlungen
der Ruhr-Uni
Friederike
Wappler
|
|
|
|
|
| |
|
|